Kurz gebloggt

Unser meistunterschätztes Fintech ist jetzt 2 Mrd. wert

13. Dezember 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Es gibt seit dieser Woche so etwas wie ein deutsches Fintech-Doppel-Unicorn – und kaum jemand hat es mitbekommen …

Oder anders gesagt: Würde eine Rangliste existieren, die die mediale Coverage deutscher Finanzunternehmen in Relation zu deren tatsächlicher Bedeutung setzt – Hypoport stünde darauf weit, weit hinten.

Darum hier zum Mitschreiben: Das Berliner Ur-Fintech, das unter anderem Baugeld vermittelt (und zwar B2C unter der Marke „Dr. Klein“ und B2B über die „Europace“-Plattform, die bei den Volksbanken „Genopace“ und bei den Sparkassen „Finmas“ heißt), wird an der Börse seit dieser Woche mit über 2 Mrd. Euro bewertet. Das ist mehr als die Comdirect, mehr als die Aareal …

… und wenn Sie jetzt fragen, wie das geht – nun: Zum einen natürlich der Bauboom. Zum anderen aber, so scheint uns, macht das Hypoport-Management seit Jahren sehr viele kluge Dinge, auch und gerade, was die Akquisition kleiner, hochspezialisierter Unternehmen aus der Immobilien- bzw. der Versicherungsbranche angeht.

Jüngstes Beispiel gestern: die Übernahme der empirica-systeme GmbH, die grob gesagt irgendwas mit Immobilienmarkt-Daten macht. Warum das ein Thema mit riesigem Potenzial sein könnte? Da verweisen wir Sie auf den 2018er-Finanzstabilitäts-Bericht, in dem die Bundesbank (auf Seite 13) geradezu eine Tirade abfeuert über die Datenqualität am deutschen Immo-Markt, die eine der schlechtesten Europas sei.

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