Wrap-up

Von N26 bis Ratepay: Die Fintech-News zwischen den Jahren

5. Januar 2020

Von Heinz-Roger Dohms

Ein kurzer Überblick, was während unserer zweiwöchigen „Winterpause“ so alles passiert ist in der deutschen Fintech- und Payment-Branche:

  • Deposit Solutions und „Chief Operating Officer“ Holger Hohrein gehen getrennte Wege: Als der frühere Comdirect-Finanzchef im April 2017 bei dem Hamburger Einlagen-Vermittler anheuerte – da war er einer der ersten prominenten Banker, die den Schritt in die Fintech-Branche wagten. Knapp drei Jahre später hat Hohrein das Finanz-Startup nun allerdings verlassen, wie Deposit Solutions zwischen den Jahren mitteilte. „Im gegenseitigen Einvernehmen“, so heißt es.  Auch Christian Tiessen, Leiter des B2C-Geschäfts (das aus den Einlagen-Marktplätzen „Savedo“ und „Zinspilot“ besteht) scheidet aus. Der Savedo-Gründer war 2017 im Zuge der Savedo-Übernahme zu Deposit Solutions gekommen. (BÖZ/Paywall)
  • Auch bei N26 scheiden mehrere Manager aus: … und zwar „Chief Operating Officer“ Martin Schilling,“Chief Scientist“ Patrick Kua, Chefjurist Robert Kilian und Compliance-Chef Sven Niederheide, wie zunächst bei Finance Forward zu lesen war. Die Aufgaben Kuas soll Technikchef Gino Cordt übernehmen, ein Teil von Schillings Zuständigkeiten landen bei „Chief Banking Officer“ Thomas Grosse. Kilian kündigte unterdessen via „Linkedin“ an, ein eigenes Startup gründen zu wollen. FinanceFwd, Handelsblatt, Linkedin
  • Exklusiv: Berliner Payment-Fintech Ratepay hat seine Provisionserträge 2018 auf gut 42 Mio. Euro gesteiert: … wie aus dem zwischen den Jahren im Bundesanzeiger veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Vergleich zu den 2017er-Zahlen bedeutet dies eine Steigerung von 75% – wobei sich der Vorjahresbericht auf ein zehnmonatiges Rumpfgeschäftsjahr bezog, was den Zuwachs etwas relativiert. So oder so: Der auf Rechnungskauf und Ratenzahlung spezialierte Online-Zahlungsabwickler gehört jedenfalls weiterhin zu den umsatzstärksten deutschen Finanz-Startups. Und profitabel ist Ratepay überdies: 2018 fiel wie schon im Jahr zuvor ein Überschuss von gut 2 Mio. Euro ab.
  • Wirecard-Chef treibt Aktienkurs nach oben: Als sich Finanz-Szene.de am 20. Dezember in die Winterpause verabschiedete, notierten die Papiere des Zahlungsdienstleisters noch bei 105,15 Euro. Am vergangenen Freitag waren es dann schon wieder 112,90 Euro – ein hübsches Plus von 7,4%. Der mutmaßlich wesentliche Grund: Ein Neujahrs-Tweet Markus Brauns, der sich so lesen lässt, als rechne der Vorstandschef damit, dass KPMG die bilanzielle Sonderprüfung schneller als erwartet (und natürlich mit einem für Wirecard positiven Ergebnis) abschließen wird. Schaun mer mal. Twitter

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