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Was so ein N26-Manager verdient. Und weitere Fintech-News

24. Februar 2022

Von Heinz-Roger Dohms

N26 zahlte seinem UK-Chef 200.000 Pfund plus ‘n bisschen

Wie viel Geld N26 bei seiner missglückten außer-kontinentaleuropäischen Expeditionen allein 2020 verbrannt hat, kam jüngst eher unfreiwillig heraus: Co-Gründer Valentin Stalf hatte in einem Interview erklärt, sein Unternehmen habe in jenem Jahr einen Verlust von 110 Mio. Euro erlitten. Tatsächlich zeigte das offizielle Zahlenwerk: Es war viel mehr gewesen, nämlich 151 Mio. Euro. Die Differenz in Höhe von 41 Mio. Euro? Ach, upps. War in den USA und UK angefallen – und offenbar nicht der Stalf’schen Rede wert.

Jedenfalls: Ein hübsches Detail in diesem Zusammenhang geht aus dem mittlerweile veröffentlichten, per 31. Mai 2020 erstellten Abschluss der britischen N26-Tochter hervor. Darin nämlich steht, dass der UK-Chef Nicholas Kennett seinerzeit auf Jahressicht eine Vergütung in Höhe von 200.115 Pfund zuzüglich einer Beigabe zur Altersvorsorge im Umfang von 7.933 Euro erhalten habe. Macht in Summe und umgerechnet zum damaligen Kurs eine Gesamtvergütung von gut 230.000 Euro.

Nun fällt die Erkenntnis, was der gute Herr Kenneth (der inzwischen übrigens für Western Union unterwegs ist), einerseits und zugegebenermaßen eher in die Rubrik”Fun Fact”. Andererseits: Über die Gehälter von Fintech-Managern im Allgemeinen ist ja eher wenig bekannt. Und über die Gehälter von N26-Managern im Speziellen? Rein gar nichts. Insofern vermittelt das Beispiel des alles in allem nur bedingt erfolgreichen Herrn Kenneth zumindest mal einen groben exemplarische Eindruck.

Weitere Fintech-Schnipsel aus dieser Woche:

  • Bitpanda, österreichisches Krypto-Handel-Unicorn mit diversen Verflechtungen in die deutsche Fintech-Branche hinein (siehe u.a. hier und hier), hat einen strategisch anmutenden Zukauf getätigt. Übernommen nämlich wurde: ein britischer Krypto-Verwahrer namens Trustology, der künftig unter dem Namen „Bitpanda Custody“ positioniert werden und, in unseren eigenen Worten ausgedrückt, dafür sorgen soll, dass die Bitcoins der Bitpanda-Kunden nicht wegkommen. Irgendwo lasen wir, Bitpanda benötige somit keine Krypto-Verwahrlizenz der Bafin mehr. Ob das so stimmt, haben wir nicht mehr gecheckt. Wer ohne die Info nicht schlafen kann – das hier ist die Nummer der Bafin: 0228/4108-0.
  • Finary, französisches Fintech, das seinen Nutzern (Retail, nicht B2B …) hilft, die eigenen Investments zu ordnen, hat bei Speedinvest und anderen Investoren 8 Mio. Euro Funding eingeheimst, wie “Finance Forward” berichtet – und will nun unter anderem nach Deutschland expandieren. Wobei: “Expandieren” heißt in diesem Fall offenbar, dass man erst einmal den Inhalt der eigenen App/Website ins Deutsche übersetzen lässt und dann weitersieht. Gut gemeinter Hinweis unsererseits, man hat ja so das ein oder andere gesehen über die Jahre: nicht an der Übersetzerin bzw. am Übersetzer sparen.

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