News des Tages

01/10/21: 200 Mio. für Hauck & Aufhäuser, „Revolut Bank“ vor Deutschland-Start, Coba-Abgänge

1. Oktober 2021

Von Christian Kirchner und Heinz-Roger-Dohms

  • Exklusiv: Hauck & Aufhäuser erhält dicke Kapitalspritze. Bei einem Berliner Fintech würde wir von einem Mega-Funding sprechen. Und bei einer Frankfurter Bank? Ach, egal, lassen wir das und bleiben bei den Fakten: Wie aus einem uns vorliegenden Handelsregister-Auszug hervorgeht (der Dank für den Fund gebührt unserem Recherche-Partner „Startupdetector“), investieren die Chinesen von Fosun über ihre luxemburgische Beteiligungsgesellschaft „Bridge Fortune Investment“ weitere 200 Mio. Euro in die Traditionsbank. Wofür H&A das Geld benötigt? Nun, Spekulationen anzustellen, ist natürlich nicht unsere Art. Aber: Die nicht ganz billige Übernahme des Bankhaus Lampe steht ja demnächst an. Dafür?
  • Exklusiv: Coba verzeichnet zwei weitere Abgänge direkt unterhalb des Vorstands. Es ist natürlich eine reine Koinzidenz. Aber: Kaum, dass wir gestern unseren Artikel „Wie die Commerzbank zum ‚Aldi für Headhunter‘ mutiert“  veröffentlicht hatten, machte die zweitgrößte Privatbank des Landes intern weitere Trennungen publik (was uns dann braverweise von Leser-Reportern weitergetragen wurde). Konkret verlassen Bereichsvorständin Marion Eberle-Herrmann („Key Area Kredit“) und Bereichsvorstand Nikolaus von Wuthenau („Group Delivery Center“) das Institut. Auf eigenen Wunsch, wie es heißt. Die Zuständigkeiten Wuthenaus gehen an Andreas Schimmele, der auch schon die Einheiten „Group Banking & Market Operations“ und „Group Operations Credit“ führt. Die Nachfolge Eberle-Herrmanns ist noch offen.

News

Die Deutsche Bank will ihre Filialnetze in Italien und Spanien weiter ausdünnen, berichtet „Bloomberg“ (hier via „Wiwo“) unter Berufung auf Claudio de Sanctis, den Chef des Deutsche-Bank-Retailgeschäfts außerhalb Deutschlands … +++ … Eine Größenordnung nannte de Sanctis zwar nicht – aber zur Einordnung: In Italien betreibt die Deutsche Bank zurzeit noch 266 Filialen (es waren mal rund 500), in Spanien noch 158 +++ Bislang agiert der britische N26-Rivale Revolut in diversen europäischen Ländern (darunter Deutschland) lediglich auf Basis einer dürren E-Geld-Lizenz. Dank einer gepassporteten litauischen „Spezialbank-Lizenz“ (eine Art „Banklizenz light“) bietet das Milliarden-Fintech in Österreich nun aber auch erste klassische Bankdienste an, zum Beispiel Einlagengeschäft +++ Nach Finanz-Szene-Informationen ist dasselbe Modell für den deutschen Markt geplant; bestenfalls noch vor Jahresfrist soll die „Revolut Bank“ hierzulande an den Start gehen – übrigens mit eigener Niederlassung und hiesiger Iban +++ Urteil im Frankfurter Insiderhandels-Prozess: Der frühere Star-Manager der Union Investment ist zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden; zudem ordnete das Gericht die Einziehung von 45 Mio. Euro aus dem Privatvermögen des Managers an (Handelsblatt/Paywall, Spiegel Online/Paywall)

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