News des Tages

02/11/21: Liqid holt Merck-Finck-Vize, Ist Berlin Hyp 1 Mrd. € wert?, Nächste Geno-Fusion?

1. November 2021

Von Christian Kirchner und Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: Linda Urban, bislang Chief Operating Officer und Vizechefin der Münchner Privatbank Merck Finck, heuert nach unseren Informationen bei Liqid an, wie das Berliner Fintech auf Nachfrage bestätigt. Sie soll bei dem digitalen Vermögensverwalter, der zuletzt ein 88-Mio.-Euro-Funding hingelegt hatte, die Weiterentwicklung der Produktpalette sowie die Bereiche Finanzen und Compliance verantworten. Zwei Gedanken zur Einordnung der Personalie: 1.) Aus dem Bauch heraus würde wir behaupten: Urban ist die bislang am höchsten positionierte deutsche Bankerin, die zu einem Fintech rübermacht; und 2.) Interessant, dass Liqid-CEO Christian Schneider-Sickert (der selber tendenziell eher der Medien- als der Finanzbranche entstammt) inzwischen vor allem Banker um sich schart. Denn: Zuletzt waren ja bereits als CMO der frühere Deutschbanker Michael Baltruschat und als „Head of Operations“ der frühere BNP-, HVB- und Fidor-Banker Dirk Zacher zu Liqid gewechselt.

Wird diese Woche die nächste Großfusion im Genosektor verkündet? Es ist nur ein Gerücht. Aber es wurde dieser Tage dermaßen glaubwürdig an uns herangetragen, dass wir das Gerücht einfach mal mit Ihnen teilen, liebe Leserinnen und Leser. Und zwar: Angeblich (angeblich!) soll die erst in diesem Sommer per Fusion entstandene VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall bereits den nächsten Zusammenschluss avisieren – nämlich mit der benachbarten Raiffeisenbank Hohenloher Land. Addiert käme das neue Institut (basierend auf den Zahlen von Ende 2020) auf eine Bilanzsumme von grob 6 Mrd. Euro. Wir haben beide Banken wiederholt um eine Stellungnahme gebeten. Die Reaktion hierauf? Ähnelte dem, was man im Tierreich als „Totstellen“ bezeichnet. Warten wir mal, was in den nächsten Tagen für Lebenszeichen kommen.

News

Nur wenige Wochen nach dem Launch gibt das Berliner Kreditkarten-Fintech Bettercard schon wieder auf; zu dürr waren die Perspektiven in einem Markt, in dem sich vergleichbare Startups wie Moss oder Pliant rasch einen Funding-Vorsprung erarbeitet hatten (Finance Fwd) +++ Exklusiv: Deutschlands größte Sparkasse – also die Haspa – erhöht nur zwei Jahre nach den letzten Entgelt-Schritten erneut die Kontoführungsgebühren … +++ … Das billigste Pauschal-Konto für Neukunden kostet laut unseren Recherchen seit dieser Woche 9,95 Euro. Und das teuerste? Hier die Details: Finanz-Szene.de +++ Das Bieterverfahren rund um den sparkasseneigenen Immobilienfinanzierer Berlin Hyp geht in die entscheidende Phase … +++ … Laut „Bloomberg“ bzw. „Handelsblatt“ (Paywall) haben die drei namentlich ja schon bekannten Interessenten – also: LBBWHelaba und Deka – mittlerweile ihre Gebote abgegeben … +++ … Der mögliche Kaufpreis wird mit rund 1 Mrd. Euro beziffert. Dies entspräche einem Discount von sehr grob 50% auf die aktuellen Börsenkurse der Wettbewerber Aareal und Deutsche Pfandbriefbank (siehe auch unser Benchmark-Vergleich hier) +++ Die Baader Bank stockt merklich Personal auf, wie „Bloomberg“ in den Bilanzzahlen des Münchner Trading-Abwicklers entdeckt hat. Waren es per Ende 2020 noch 388 Mitarbeiter, so sind es jetzt schon 437 – ein Plus von 13% +++ Der Verband deutscher Kreditplattformen, bislang die Interessenvertretung von Lending-Plattformen wie Auxmoney und Creditshelf, öffnet sich für institutionelle Investoren (Mitteilung) +++ Und wo wir schon beim Thema sind: Creditshelf weitet die Zusammenarbeit mit seinem wichtigsten Funding-Lieferanten aus. Die FIBR Bank (ehem. Amsterdam Trade Bank) will statt bis zu 60 Mio. Euro nun bis zu 120 Mio. Euro über die Frankfurter Kreditplattform in hiesige KMU-Kredite investieren +++ Die Umweltbank hat eine Kapitalerhöhung über 4,4 Mio. Euro abgeschlossen (Mitteilung) +++ Und das Beste aus aller Welt: In UK ist Barclays-CEO Jes Staley zurückgetreten. Hintergrund sind Medienberichten zufolge Verbindungen zum mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (Die Zeit) … +++ … Und in den USA strebt die brasilianische Challenger-Bank Nubank bei ihrem Börsengang eine Bewertung von mehr als 50 (!) Mrd. Dollar an (Yahoo)

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing

Tags