03/12/19: Schwächelt N26 in UK?, Deutsche Bank, Haspa, Awamo, Curve, Apple Pay, Finlab

3. Dezember 2019

Um die Deutsche Bank war’s zuletzt merklich ruhig, oder? Naja, so bleibt’s ja bekanntlich nie lange. Heute zum Beispiel haben wir zumindest schon mal vier Snippets für Sie: 1.) Das größte Geldinstitut der Republik macht offenbar ernst mit der schon länger angedachten Integration der bislang eigenständigen Privatkunden-Tochter („DB Privat- und Firmenkundenbank AG“). So zumindest berichtet es das „Handelsblatt“ (Paywall) +++ 2.) Noch ein News-Extrakt aus demselben „HB“-Artikel: Sowohl die Deka als auch die Union Invest sprechen sich für eine Boni-Kürzung bei der „Deutschen“ aus (zur Erinnerung: letztes Jahr hatten die Boni ja rekordverdächtige 14% der Marktkapitalisierung erreicht …) +++ 3.) Laut „Reuters“ Informationen ist die Blaubank wegen ihrer Rolle im Danske-Geldwäsche-Skandal erneut in den Fokus der US-Justiz geraten. (Reuters/Manager Magazin4.) Der Chef für das internationale M&A-Geschäft, James Ruane, verlässt das Institut in Richtung eines Hedgefonds (FT, Paywall)

Haspa-Chef Vogelsang spricht eine „Bestandsgarantie light“ für die verbleibenden Filialen aus: Von ihren momentan noch knapp 130 Niederlassungen will Deutschlands größte Sparkasse bekanntermaßen knapp 30 dichtmachen – und die verbleibenden 100 für insgesamt 30 Mio. Euro aufwendig renovieren. Fragt sich: Lohnt das überhaupt noch? Ja, sagt der Vorstandschef. Und lässt sich im „Hamburger Abendblatt“ dergestalt zitieren, dass (gerechnet ab Ende 2020) „alle umgestalteten Filialen für mindestens zehn Jahre erhalten bleiben sollen“. Fast möchte man sagen: Herr Vogelsang, die Wette gilt. Und noch eine Kollateral-Information aus dem Abendblatt-Interview: Beim Haspa-Mäusekonto (siehe unser Artikel: „Wie das „Mäusekonto“ die Kundenzahl der Haspa rettet“) soll die Verzinsung von 3% auf 2% sinken. Abendblatt (Paywall)

Exklusiv: Neues Funding für den Frankfurter Mikrofinanz-Spezialisten Awamo. Es gibt Fintechs hierzulande, über die man zwar mal was gelesen hat (z.B. hier) und die wie praktisch jedes Finanz-Startup auch mal einen Fintech-Preis gewonnen haben (hier) – die man aber trotzdem nie so richtig auf dem Zettel hat. Insofern, hier die erste gute Nachricht: Awamo (Geschäftsidee: eine Software für die Vergabe von Mikrokrediten in afrikanischen Ländern) ist immer noch unterwegs da draußen. Und die zweite gute Nachricht: Die 2015 gegründete Firma  hat von Investoren rund 2 Mio. Euro erhalten, wie unser Recherchepartner startupdetector“ herausgefunden hat. Dabei entfielen drei Viertel der Summe auf den „Finlab EOS Fonds“ des Frankfurter Fintech-Investors Finlab. Und nun die eher halbgute Nachricht. Rein rechnerisch wurde Awamo bei der Runde mit überschaubaren rund 12 Mio. Euro bewertet.

Kurzmeldungen

Schwächelt N26 in UK? Das legt zumindest eine Analyse des renommierten Blogs „Sifted“ nahe. Demnach liegt die Berliner Smartphone-Bank bei den „monatlichen aktiven Nutzern“ nur auf Rang 19 unter den Fintech-Angeboten auf der Insel, weit hinter Monzo oder Revolut (Sifted) +++ ING-Chef Ralph Hamers rät Deutschlands Banken, bestehende Ineffizienzen durch (auch grenzüberschreitende) Übernahmen und Fusionen zu beseitigen. (Welt) +++ Julius Bär hat einen neuen Marktfolge-Vorstand für den deutschen Markt, nämlich den bisherigen Citigroup-Banker Thomas Falk (PBM) ++++ N26 wickelt seine Treasury-Aktivitäten in Zukunft über die Plattform des britischen Software-Herstellers Eurobase ab (fintechfutures.com) +++ Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat der „Lex Apple Pay“ zugestimmt (Heise) +++ Bei einem der Lieblings-Fintechs unserer Twitter-Payment-Blasen-Menschen, nämlich Curve, sind angeblich nur 14% der rund 500.000 Nutzer auch tatsächlich „aktive“ Nutzer. (Business Insider/PaywallFinextra)0303

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