News des Tages

03/12/21: IDW nimmt Banken an Bilanz-Kandare, ING Diba mit 400.000 neuen Depots

3. Dezember 2021

Von Heinz-Roger Dohms und Christian Kirchner

Banken und Sparkassen sollen in diesem Jahr extrem defensiv bilanzieren: Als Folge des BGH-Gebührenurteils hält das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) die Kreditbranche an, Erträge aus unwirksamen Erhöhungen von Kontogebühren in Rückstellungen umzuwandeln. So jedenfalls berichtet es heute Morgen die “Börsen-Zeitung” (Paywall) unter Berufung auf den aktuellen Sitzungsbericht des entsprechenden IDW-Fachausschusses. Darüber hinaus fordern die Wirtschaftsprüfer, dass Banken und Sparkassen angesichts der vierten Corona-Welle auf die weitere Auflösung von Risikovorsorge verzichten sollen. Und: Auch der Inflationsanstieg trägt laut IDW dazu bei, dass die Abschlüsse in diesem Jahr “mit besonderer Unsicherheit behaftet“ seien.

Nagel ist laut “Financial Times” (Paywall) Top-Favorit für die Weidmann-Nachfolge: Wann immer zuletzt über den neuen Bundesbank-Präsidenten (oder die neue Bundesbank-Präsidentin) spekuliert wurde, fiel auch der Name Joachim Nagel. Schlüssig klang das allemal. Schließlich hat Nagel das neuerdings wieder richtige Parteibuch (SPD), er wäre 2014 fast schon mal Vize-Chef geworden, er kennt die Notenbank von innen (war sogar fünf Jahre Vorstand), und auch die restliche Vita (Stationen bei der KfW und aktuell bei der Superzentralbank BIZ) weist Nagel als angemessenen Kandidaten aus. Also, wird er’s? “Wahrscheinlich.” Schreibt heute Früh jedenfalls die “FT”.

News

Die globale Bankenbranche hat die Corona-Krise nach Einschätzung von Moody’s relativ unbeschadet überstanden. Für die nächsten 12-18 Monate seien die Bonitätsaussichten alles in allem stabil (Reuters/Handelsblatt) +++ Zwei sehr interessante Datenpunkte aus einer gestern rumgeschickten Pressemitteilung der ING Deutschland: “Zudem wurden allein in diesem Jahr knapp 400.000 neue Depots eröffnet. Gut ein Viertel davon durch Neukunden”

Aus der Szene

Liebes Research-Team von M.M. Warburg, wir freuen uns ja, dass Ihr uns in Eure gestrige “Morning Note” einbezogen habt. Allerdings habt Ihr unsere Aussagen zum Smartbroker 1.) diametral sinnwidrig wiedergegeben. Denn: Wir haben eben gerade NICHT gesagt, der Smartbroker komme jetzt auf 10 Mrd. AuM und sei damit größer als Trade Republic … Und sodann habt ihr, um unsere nicht getätigten Aussagen zu widerlegen, 2.) unser tatsächliches Recherche-Ergebnis als das eurige ausgegeben (“My analyst believes the real adjusted number is rather EUR 5-6bn AuMs”), womit sich der Schwanz dann endgültig in die Katze biss. Muss man auch erst mal hinbekommen …

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