News des Tages

05/05/21: Coba-Fintech 15 Mrd. $ wert?, Apobank geht an Reserven, Optiopay

5. Mai 2021

Winkt der Commerzbank ein Windfall-Profit in signifikant dreistelliger Millionenhöhe? Die Nachrichtenlage, liebe Leserinnen und Leser, ist heute Morgen dermaßen dünn, dass Sie uns hoffentlich nachsehen werden, wenn wir uns ein wenig ins Reich der Spekulation begeben. Also: Wie vor einem Jahr schon mal detailliert aufgedröselt, hatte die Commerzbank 2015 und 2017 in ein damals noch kaum bekanntes amerikanisches Payment-Startup namens Marqeta investiert; in der Konsequenz lag der Coba-Anteil an dem Fintech per Ende 2017 laut HGB-Einzelabschluss bei 5,4% …

… Nun hat Marqeta seitdem zwar drei weitere Kapitalerhöhungen gestemmt, dem Vernehmen nach jeweils ohne die Commerzbank. Indes: Die Verwässerung der Altinvestoren soll jedes Mal überschaubar gewesen sein. Daher darf man spekulieren, dass die Coba, auch wenn zwischenzeitlich mal ein paar Anteile liquidiert wurden, immer noch merklich an dem US-Fintech beteiligt ist. Und damit nun zur News: Nächsten Freitag will Marqeta seine IPO-Pläne veröffentlichen; „Business Insider“ taxiert die Bewertung auf bis zu 15 Mrd. Dollar. Sollte die Coba noch 1% halten, wären das 150 Mio. Dollar. Und bei, sagen wir, 3%??? Tiieeef durchatmen, lieber Herr Knof.

News

Das Berliner Open-Banking-Fintech Optiopay hat gestern schon wieder eine Finanzierungsrunde bekanntgegeben, diesmal ist von 11 Mio. Euro die Rede … +++ … Nach unserer Rechnung müsste dies das vierte kommunizierte signifikante Millionen-Funding in sechs Jahren sein – und das bei einem Fintech, das laut seines jüngst veröffentlichten Abschlusses per Ende 2019 auf sieben Vollzeitkräfte kam +++ Händler, die ihr Paypal-Konto länger als ein Jahr nicht aktiv genutzt haben, müssen ab Dezember 2021 ein einmaliges Entgelt von bis zu 10 Euro entrichten (Heise) +++ Die Bafin hat das Thema „Nachhaltigkeit“ von ihrer diesjährigen Prioritätenliste gestrichen. Stattdessen drauf: Die Corona-Pandemie, IT- und Cyberrisiken sowie der „kollektive Verbraucherschutz“ (MitteilungBÖZ/Paywall) +++ Die Apobank hat, was wir erst jetzt entdeckt haben, per Ende 2020 stille Reserven („340f“) in Höhe von 50 Mio. Euro aufgelöst, die Mittel einmal durch die GuV laufen lassen und dann als „340g“ ins Eigenkapital gepackt +++ Laut Buba-Daten sind hiesigen Publikumsfonds von Januar bis März netto 9,4 Mrd. Euro zugeflossen – mehr als doppelt so viel wie im Q1-Durchschnitt der fünf zurückliegenden Jahren (BÖZ/Paywall)

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