News des Tages

05/07/21: Bafin schont Kleinbanken, Nächste Sparkassen-Fusion, Rewe gründet eigenen PSP

4. Juli 2021

Deutsche Finanzaufsicht senkt bürokratischen Aufwand für (die allermeisten) Sparkassen und Genobanken:Nachdem die Eba kürzlich 25 Empfehlungen ausgesprochen hat, wie sich der regulatorische Aufwand für Kleinbanken reduzieren lassen könnte, schreiten Bundesbank und Bafin nun zur Tat. So sollen rund 1.150 Geldinstitute hierzulande ab sofort von Erleichterungen bei der „strukturellen Liquiditätsquote“, bei der Offenlegung sowie im Meldewesen profitieren. Betroffen sind sämtliche „Small and Non Complex Institutions“, (abgekürzt SNCIs, siehe die Bafin-Definition als PDF), also grob gesagt Banken mit weniger als 5 Mrd. Euro Bilanzsumme. Bafin-Mitteilung

Die nächste Sparkassen-Fusion! Über mindestens fünf (beabsichtigte) Sparkassen-Fusionen hatten wir Sie in den letzten Wochen ja schon in Kenntnis gesetzt, nämlich: 1.) SK Memmingen + KSK Augsburg; 2.) SK Worms-Alzey-Ried + SK Mainz; 3.) SK Sparkasse Gevelsberg-Wetter + SK Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld; 4.) SK Sparkasse Holstein + SK Südholstein; und 5.) SK Rhein-Maas + SK Goch-Kevelaer-Weeze. Heute Früh nun machen wir das halbe Dutzend voll, denn auch die Sparkasse Oberland (Nr. 138 im DSGV-Ranking) und die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen (Nr. 303) wollen zusammengehen. Die kombinierte Bilanzsumme liegt bei knapp 4,5 Mrd. Euro. Womit das fusionierte Institut kommoderweise also weiterhin (s.o.) über den SNCI-Status verfügen würde. Merkur

Wie sieht die Anteilsverteilung beim neuen deutschen Super-Fintech „Raisin DS“ denn nun aus? Also, die geschätzten Kollegen von „Deutsche Startups“ vermelden, die kürzlich verkündete Fusion sei auf einer Basis von 60% (Raisin) zu 40% (Deposit Solutions) verabredet worden. Nun wollen wir nicht behaupten, es besser zu wissen. Allerdings: Nach unseren Informationen muss man auf die 60% wohl noch ein klein bisschen was draufschlagen und von den 40% noch ein klein bisschen was abziehen. Endgültige Klarheit? Wird hoffentlich herrschen, wenn in den nächsten Tagen der Handelsregister-Eintrag sichtbar wird.

News

Fitch hat den Rating-Ausblick für die weiterhin mit „AA-“ bewertete ge­nossenschaftliche Finanzgruppe von „negativ“ auf „stabil“ heraufgesetzt (Mitteilung) +++ Europas Banken haben laut „Bloomberg“-Berechnungen insgesamt 22 Mrd. Euro für mögliche Dividenden beiseite gelegt. Vorn mit 5,8 Mrd. Euro: die BNP Paribas; weit hinten mit 300 Mio. Euro: die Deutsche Bank (Bloomberg/Wiwo) +++ Dazu passend: Oliver Lütkens, bei der Deutschen Bank für das hiesige M&A-Geschäft zuständig, wechselt zu besagter BNP Paribas  (FAZ/Paywall) +++ Der genossenschaftliche IT-Dienstleister Fiducia & GAD hat seinen Umsatz 2020 um grob 2% auf 1,37 Mrd. Euro steigern können. Nach einem minimalen Verlust im Jahr zuvor blieb diesmal einen Überschuss von 24,7 Mio. Euro hängen (Mitteilung) +++ Die Gründer des mit Flatex verschmolzenen Online-Brokers Degiro haben sich von FlatexDegiro-Aktien im Wert von rund 75 Mio. Euro getrennt – jedenfalls gemessen am aktuellen Börsenkurs … +++ … Laut Unternehmensangaben diente die Transaktion dem Ziel, den Streubesitz zu erhöhen und damit die Chancen auf einen Aufstieg in den MDax zu erhöhen. (dgap) +++ Das an der Börse mit 43 Mio. Euro bewertete Görlitzer Wealth-Management-Fintech Niiio ist bei der versuchten Übernahme des Software-Anbieters Coryx krachend gescheitert (dgap) +++ Rewe hat einen hauseigenen Payment Service Provider namens „paymenttools“ gegründet. Dieser soll – wir zitieren – „die komplette Abwicklung des Bezahlvorgangs […] aus einer Hand bieten“ soll (LZ/PaywallLocationinsider)

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