News des Tages

05/08/21: Das Sewing-Upgrade , Der Apple-Affirm-Deal, VW-Bank: Wie gehen 4 Mrd. € Gewinn?

Eine deutsche Bank, die auf einen Gewinn von 4 Mrd. Euro zusteuert – kann das sein? Es ist zum Verzweifeln. Während andernorts (nicht nur in den USA, sondern auch in UK, in Frankreich, in Spanien und selbst in Italien …) die Banken dieser Tage mit imposanten Q2- bzw. 6M-Zahlen aufwarten, sind wir hierzulande ja mitunter schon froh, wenn sich zwischen all den Haaren zumindest noch ein bisschen Suppe findet (siehe die Coba weiter oben). Wiewohl, eine Ausnahme gibt es bekanntlich, und das schon seit Jahren, nämlich die bankenähnliche Finanzsparte von Volkswagen. In grauer Vorzeit haben wir deren Erfolgsgeheimnis mal zu entschlüsseln versucht (siehe hier unseren Artikel aus 2019), und vielleicht wär’s an der Zeit, die Übung mal zu wiederholen. Für dieses Jahr kalkuliert VW Financial Services nämlich mit einem operativen Gewinn von fast schon jpmorganesken 4 Mrd. Euro. Krass. Mitteilung

… Wobei, wenn wir über (einigermaßen) erfolgreiche deutsche Banken reden, dann ist seit einiger Zeit ja auch wieder die Deutsche Bank zu nennen. Lohn der Mühen? Ein Lob von Moody’s. Gestern Abend. Die Bonitätswächter haben das Langfrist-Rating des größten Geldinstituts der Republik aufgrund von Fortschritten beim Konzernumbau und besserer Geschäftsergebnisse von “A3” auf “A2” angehoben. Das ist statt der niedrigsten nun die zweitniedrigste Investmentgrade-Note. Immerhin. Mitteilung

News

Die Deutsche Bank verkauft ihr Netzwerk an Finanzberatern in Italien (insgesamt geht es um gut 1.000 Berater und ein betreutes Vermögen von 16,5 Mrd. Euro) an den langjährigen Versicherungspartner Zurich; ein Kaufpreis wurde nicht genannt (HB/Reuters) +++ Die westfälischen Sparkassen rechnen für dieses Jahr mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,07 Mrd. Euro. Gemessen an der Bilanzsumme wäre das ein Wert von 0,68, was einem Rückgang von 13 Basispunkten im Vergleich zum Vorjahr entspräche (Mitteilung) +++ Die dwp Bank, also der Wertpapierabwickler der Sparkassen und Genobanken, hat per Ende Juni rund 890.000 aktive Wertpapiersparpläne verwaltet, auf Dreimonatssicht ein Zuwachs um 70.000. Zur Einordnung: Die ING Diba hatte jüngst die Ein-Millionen-Marke geknackt +++ Apple springt auf den “Buy now, pay later”-Trend. Laut Bloomberg will der Tech-Konzern in Kooperation mit Affirm (das ist neben Klarna und Afterpay der dritte große BNPL-Spezialist da draußen) ein entsprechendes Feature zunächst im kanadischen Markt testen. Sieht konkret dann so aus, dass, wer via iPhone oder iPad einkauft, dies dann per Ratenzahlung tun kann (Bloomberg) +++ Hübsche Ironie: Der sogenannte “Meme-Aktien-Trend” (also das Phänomen, dass gut vernetzte Kleinanleger bestimmte Wertpapiere pushen) hat ausgerechnet die Aktie des US-Neobrokers Robinhood erfasst. Die Papiere schlossen den Handel mit 50% Plus, was einem um 20 Mrd. US-Dollar auf nunmehr 60 Mrd. US-Dollar gestiegenen Börsenwert entspricht (Manager Magazin) +++ Die Bethmann Bank hat ihr Kernbankensystem (für die Connaisseure: Es handelt sich wie bei diversen anderen Privatbanken auch um die OBS Engine der “Software Peter Fitzon GmbH”) nach eigenen Angaben erfolgreich in die Cloud überführt

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