News des Tages

06/04/22: Geno-Großfusion geplatzt, Nächste Tarifeinigung?, Postbank werkelt an IT

6. April 2022

Von Heinz-Roger Dohms und Christian Kirchner

Eine der größten für dieses Jahr geplanten Geno-Fusionen ist geplatzt – aber wieso? Ende Januar hatten die Vereinigten Volksbanken aus Sindelfingen bzw. Böblingen (Betriebsergebnis vor Bewertung: 0,60% der DBS) die Verschmelzung mit der kleineren, aber profitableren Volksbank Leonberg-Strohgäu (0,79% ) angekündigt; entstehen sollte ein regionaler Kraftprotz mit 6,3 Mrd. Euro Bilanzsumme, rund 1.000 Mitarbeitern und weit mehr als 100.000 Mitgliedern. Zwei Monate wandern die Pläne nun in den Papierkorb, wobei sich die Begründung teils abenteuerlich (“Ein wesentlicher externer Grund für den Abbruch der Gespräche ist in der aktuellen geopolitischen Situation und den damit einhergehenden Implikationen auf den Kapitalmarkt zu suchen”), teils wirr liest: Durch “die unterschiedlichen Sicht- und Handlungsweisen” der beiden Institute sei “die Gestaltung der neuen Prozesse und Strukturen außerordentlich ambitioniert”. Es könne daher “nicht mit hinreichender Gewissheit gewährleistet werden, dass die Funktionalität der Bank in allen Bereichen gegeben” sei. Da würde man doch zu gern wissen, was wirklich hinter dem Scheitern stand.

News

Die Aareal-Aktie ist gestern (nach dem 9%-Sprung vom Vortag) um weitere 3,4% auf 32,48 Euro gestiegen – ein klares Indiz, dass die Investoren jetzt fest mit einer Übernahme zum neuen Angebotspreis von 33 Euro rechnen +++ Bei der Postbank stehen über Ostern viertägige IT-Arbeiten mit entsprechenden Einschränkungen für die Kunden an, wie Kollege Steven Arons twittert – dürfte ein Indiz sein, dass in puncto Integration auf die Deutsche Bank ab und zu dann doch was passiert +++ Nach dem Tarifabschluss bei Landes- und Förderbanken bahnt sich auch im privaten Bankgewerbe eine Einigung an. „Wir sondieren mit dem Ziel, diese Woche noch abzuschließen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck der “dpa” (via “Zeit”) +++ Der Bevestor, also der bei der Deka angesiedelte Robo Advisor der Sparkassen, hat seine Assets under Management im vergangenen Jahr von 46 Mio. auf 120 Mio. Euro ausgebaut – die Whitelabel-Partnerschaften eingerechnet, kommt der digitale Vermögensverwalter sogar auf 175 Mio. Euro +++ Peinlicher (und von unzähligen Lesern, darunter einem Ex-CEO des betroffenen Instituts, beanstandeter) Fehler im Finanz-Szene-Newsletter: Wir haben die SaarLB gestern Früh zu einem Teil der BayernLB erklärt, dabei ist sie das seit Jahren nicht mehr. Aaarghhhh. Oder wie uns der Ex-CEO zurecht und kategorisch schrieb: “Das darf eigentlich nicht passieren!” Wohl wahr.

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