News des Tages

06/07/21: Revolut 30 Mrd. $ wert?, Verdi vs. Sparda-Banken, Pleo=Unicorn

6. Juli 2021

Steigt die Londoner Neobank Revolut aus der „N26-Liga“ in die „Klarna-Liga“ auf? Wenn britische Fintechs eine große Finanzierungsrunde vorbereiten, dann ist „Sky News“ gern mal das Medium, über das die entsprechende Botschaft (von wem auch immer) eingeflogen wird. Insofern darf der Nachricht, wonach der N26-Rivale Revolut ein Funding von 750 Mio. bis 1 Mrd. Dollar vorbereitet, eine gewisse Plausibilität beigemessen werden. Das Geld soll den „Sky“-Informationen zufolge vom japanischen Großinvestor Softbank kommen. Und als Bewertung? Werden angeblich gut 30 Mrd. Dollar (!) angestrebt. Im Vergleich zur Taxierung aus dem Corona-März 2020 wäre das mehr als eine Verfünffachung. Und Revolut nicht mehr weit von Klarna (knapp 46 Mrd. Dollar, siehe unsere große Analyse neulich) entfernt.

8-Mrd.-Euro-Sparkasse zieht aus 40% ihrer Zweigstellen das Personal ab. Nein, es gebe keine konkreten Pläne, das Filialnetz auszudünnen – so lautete (jedenfalls laut Lokalpresse) im Februar die Botschaft bei der Bilanz-PK der Sparkasse Paderborn-Detmold. Indes: Fünf Monate später fällt die damalige Auskunft bereits in die Rubrik „Geschwätz von gestern“. Denn plötzlich: Sollen von 57 „bemannten“ Filialen nur noch 35 übrig bleiben (wobei einige in SB-Standorte umgewandelt werden), ein ähnlicher Kahlschlag wie zuletzt in Aachen oder auch in Frankfurt. Haben die Vorstände der Sparkasse Paderborn-Detmold also die Unwahrheit gesagt, damals, im Februar? Kann sein. Es kann aber auch sein, dass Sie von der Wucht der digitalen Transformation zuletzt schlicht übermannt worden sind.

News

Die NordLB kommt mit dem Abbau ihrer Schiffskredite schneller voran als geplant – und hat deshalb einen ihrer Garantieverträge mit dem Land Niedersachsen vorzeitig zum 30. Juni kündigen können (BÖZ/Reuters, Paywall) +++ Im Tarifstreit bei den Sparda-Banken (siehe unser Exklusiv-Stück „Sparda-Banken funken SOS“ vom 11. Juni) hat Verdi für diese Woche zu ersten Warnstreiks aufgerufen (dpa/Zeit) +++ Die Deutsche Kreditwirtschaft hat sich gestern vehement  für die Einführung des Digitalen Euro ausgesprochen (Positionspapier/PDF) +++ Die StA Berlin ermittelt laut „FT“ (Paywall) gegen den Investor Lars Windhorst. Auslöser soll eine Anzeige der Bafin sein, die demnach vermutet, Windhorst könnte ohne entsprechende Lizenz bankähnliche Geschäfte getätigt haben +++ Europas Banken haben weitere 10,4 Mrd. Euro in den „Einheitlichen Abwicklungsfonds“ eingezahlt – womit dessen Volumen nun auf 52 Mrd. Euro angeschwollen ist (BÖZ, Paywall) +++ Das auch hierzulande aktive dänische Spesenabrechnungs-Fintech Pleo hat bei Investoren 127 Mio. Euro eingesammelt und kommt nun auf eine Bewertung von knapp 1,5 Mrd. Euro (Süddeutsche)

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