News des Tages

07/07/21: War’s das mit der Trading-Hype?, Solarisbank expandiert, DZ Bank gut unterwegs

7. Juli 2021

Hat der Onlinebroker-Boom (wir fragen das ganz, ganz vorsichtig) seinen Peak möglicherweise überschritten? Hier, wie wir drauf kommen: Ein Analyst von Hauck & Aufhäuser hat die Flatex-Aktie gestern auf „Halten“ herabgestuft – und zwar (und das lässt aufhorchen …) unter anderem mit der Begründung, dass zwei vergleichbare Anbieter, nämlich die beiden skandinavischen Onlinebroker Avanza und Nordnet, dieser Tage gemeldet hätten, ihr Kundenwachstum sei weitgehend zum Erliegen gekommen und die Handelsaktivitäten im Juni um bis zu 20% gesunken. Trendumkehr? Momentaufnahme? Oder irrelevant, weil Skandinavien nicht Deutschland ist? Warten wir’s ab. Die Flatex-Aktie jedenfalls gestern: minus 3,4% auf 112,20 Euro.

Ein kurzes Update zur DZ Bank (die unterjährig ja nicht so wahnsinnig viel von sich gibt): Das erste Halbjahr ist laut Co-Chef Uwe Fröhlich sehr viel besser gelaufen als vor einem Jahr, als beim genossenschaftlichen Zentralinstitut das Ergebnis corona-bedingt um fast zwei Drittel auf 372 Mio. Euro eingeknickt war. „Wir sind wirklich gut unterwegs“, sagte Fröhlich gestern laut „BÖZ“ bei einer Geno-Veranstaltung und verwies u.a. auf ein „ausgesprochen gut“ laufendes Kapitalmarktgeschäft. Börsen-Zeitung (Paywall)

News

Die Solarisbank hat nun auch offiziell in Spanien, Italien und Frankreich gelauncht. Mit eigenen Niederlassungen und jeweils eigener Iban +++ Bei der HSH-Nordbank-Nachfolgerin Hamburg Commercial Bank ist es gestern zu einer Razzia im Zusammenhang mit Cum-Ex-Ermittlungen gekommen. Die genauen Hintergründe der Durchsuchungen blieben unklar (Süddeutsche) +++ Die Bundesbank weist den Zins für täglich fällige Einlagen von Privatkunden erstmals überhaupt mit einem negativen Wert (nämlich: 0,01%) aus, haben die Datenexperten von Barkow Consulting entdeckt (Barkows Blog) +++ Die Deutsche Bank hat ein fünfköpfiges Wealth-Management-Team von der UBS abgeworben; es soll sich um vermögende Kunden aus Nordeuropa und Großbritannien kümmern +++ Die DZ Privatbank kommt in diesem Jahr bislang auf ein Nettoneugeschäft von 650 Mio. Euro in mandatierten VV-Lösungen +++ Im Rechtsstreit um seine 2017 eingeführten Negativzinsen hat der Onlinebroker Flatex einen Erfolg gegen die Bafin errungen. Deren damalige Untersagungs-Verfügung wurde gestern vom Verwaltungsgericht Frankfurt aufgehoben (dpa-afx) +++ Die Sparkasse Dortmund und die Sparkasse Schwerte nehmen „ergebnisoffene Sondierungsgespräche“ hinsichtlich ihrer künftigen Zusammenarbeit auf. Klingt nach den nächsten Fusion (meinschwerte.de)

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