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08/07/21: Gehalts-Stop bei der Coba, Bunq jetzt fast 2 Mrd. Dollar wert, EZB dämpft Zins-Hoffnung

8. Juli 2021

Exklusiv: Die Commerzbank verordnet ihren außertariflich Beschäftigen eine Nullrunde für 2021, wie aus einer Finanz-Szene vorliegenden Meldung im Intranet des Instituts hervorgeht. „Wir haben unseren Investoren versprochen, Sach- und auch Personalkosten […] weiter zu senken und die Bank wieder profitabel zu machen. Dazu stehen wir ohne Wenn und Aber“, wird Personalchefin Sabine Schmittroth in der Mitteilung zitiert. „Das heißt leider auch, dass es weiterhin keinen Spielraum für Gehaltsanpassungen gibt.“ Im vergangenen Jahr hatte die Coba ihren außertariflich Angestellten noch ein Gehaltsplus von 2% gewährt.

Wie war das nochmal mit der Zinserholung (von einer Zinswende wagt man ja eh nicht mehr zu sprechen)? Nun, die ist mit dem gestrigen Tage zumindest nicht wahrscheinlicher geworden. Die EZB ist bei der Überprüfung ihrer Geldpolitik nämlich zu dem Ergebnis gekommen, künftig ein Inflationsziel von 2% anzustreben (statt bislang „unter, aber nahe an 2%“ …) und es sogar zu akzeptieren, wenn die Marke temporär überschritten werden sollte. Was das alles im Detail heißt, wollen die Notenbanker am heutigen Donnerstag mitteilen. Grob heißt es schlicht dies: Es muss schon ein bisschen was passieren an der Inflationsfront, bevor Frau Lagarde die Zinskeule schwingt. Bloomberg

News

Das Mega-Funding für den auch hierzulande aktiven niederländischen N26-Herausforderer Bunq (siehe unsere News vom 21. Juni) ist perfekt … +++ … Die Neobank erhält nach eigenen Angaben 228 Mio. Dollar zu einer Bewertung von 1,9 Mrd. Dollar, wobei das Geld zum größten Teil von einem britischen Private-Equity Investor namens Pollen Street Capital stammt … +++ … Diesem wiederum kauft Bunq für einen ungenannten Preis den irischen Lending-Spezialisten Capitalflow ab (FAZ/Print, TechCrunch) +++ Das auf Auslands-Überweisungen spezialisierte britische Vorzeige-Fintech Wise (ehemals: Transferwise) ist gestern erfolgreich an die Börse gestartet. Der Schlusskurs von 880 Pence (+10% gegenüber der morgendlichen Erstnotiz) entspricht einem Börsenwert von umgerechnet rund 10,2 Mrd. Euro (Reuters) +++ Wir hatten’s im Frühjahr ja schon exklusiv vermeldet (siehe hier und hier), nun ist’s perfekt: Die niederländische Rabobank gibt ihre hiesiges Retail-Angebot Rabodirect ersatzlos auf. Zuletzt 285.000 Kunden müssen sich eine neue Bank für ihre zuletzt 9 Mrd. Euro Einlagen suchen +++ Die Commerzbank muss die Wirecard-Analystin Heike Pauls wieder einstellen. Laut einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt ist der Rauswurf unwirksam, wie gestern als erstes die „Wiwo“ berichtete +++ Die Mitarbeiter der Helaba sollen nach dem Ende der Pandemie bis zu 50% von zuhause aus arbeiten dürfen (Bloomberg, per Mail) +++ Der anonyme Twitterer ReNa hat die sechs Sparkassen aufgelistet, die bereits auf die „Online-Girocard via Apple Pay“ (siehe unser gestriger Aufmacher) verweisen … +++ … Es sind: die SK Bochum, die SK Oberhessen, die SK an der Lippe, die SK am Niederrhein, die Ostsee-SK Rostock und die diese Woche in anderem Kontext berühmt gewordene, bärenstarke Stadtsparkasse Wermelskirchen +++ An dieser Stelle ein ganz, ganz wichtiger Korrektur-Hinweis: Wermelskirchen liegt, anders als am Dienstag von uns geschrieben, nicht im südlichen Westfalen, sondern im Bergischen Land +++ Das gefühlt hiesige, tatsächlich aber österreichische Trading-Fintech Wikifolio stellt sich zum Verkauf und hat laut „Bloomberg“ (Paywall) zu diesem Zwecke die Investmentbank Rothschild mandatiert

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