08/11/18: Abgesang auf die Coba, Enria wird’s, Commerzbank investiert Millionensumme in Berliner Startup

8. November 2018

Ein Italiener! Der Nachfolger von Danièle Nouy als oberster europäischer Bankenaufseher scheint gefunden: In geheimer Abstimmung sprach sich der EZB-Rat gestern für Andrea Enria aus, also für den bisherigen Chef der Bankenbehörde EBA – und das, obwohl viele Beobachter der Irin Sharon Donnery  eigentlich bessere Chancen eingeräumt hatten. Börsen-Zeitung

Erinnern Sie sich noch an die im Juli verkündete Kapitalmarktoffensive von Metzler in Kooperation mit Crédit AgricoleGlaubt man „Bloomberg“, dann hat das Projekt erstaunlich wenig Rückenwind. Denn keines der beiden Institute sei bislang in diesem Jahr an einem deutschen Börsengang beteiligt gewesen.  Und damit nicht genug, wurde der für diesen Herbst geplante, von Metzler und CA mitbetreute IPO des Anlagenbauers Exyte auch noch verschoben. Kein guter Start. Bloomberg/Welt (Hinweis: die ersten Absätze des Artikels enthalten kaum was Neues, erst danach wird es interessant.)

Wollte/Sollte die KfW aus Gründen der förderbankpolitischen Hygiene nicht eigentlich ihren Gewinn behutsam zurückfahren? Wie es aussieht, wird daraus jedenfalls in diesem Jahr nichts. Nach drei Quartalen steht die Staatsbank nämlich schon bei einem Konzernergebnis von 1,3 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum: 1,1 Mrd. Euro). Grund? Wenn wir es richtig verstehen, findet die KfW in ihren Büchern schlicht zu wenig Risiken, sodass das Bewertungsergebnis zu gut ausfällt. Und ein paar Einmaleffekte bei den Derivaten tun ihr Übriges. Bloomberg/Welt

Commerzbank investiert Millionensumme in Berliner Startup: Konkret kommt das Geld vom hauseigenen Beteiligungs-Vehikel CommerzVentures. Und es fließt in ein deutsch-israelisches Unternehmen namens Fraugster, dessen Software von Payment-Anbietern wie Six oder Ingenico genutzt wird, um betrugsbedingte Verluste im Online-Handel einzudämmen. Dass das ein dickes Thema ist, erkennt man 1.) konkret daran, dass die Funding-Runde (an der sich neben der Coba auch die Münchner Rück und VCs wie Earlybird beteiligen) hübsche 14 Mio. Dollar schwer ist. Und 2.) fiel uns eher allgemein gestern ein Tweet des Capital-Kollegen Christian Kirchner ins Auge, wonach die weltweiten Verluste durch Kartenbetrug offenbar seit Jahren hammermäßig ansteigen (Quelle hierfür wiederum ist eine Capgemini-Studie). Gründerszene, Kirchner-Tweet 

Hat N26 eigentlich überhaupt irgendwelche Kosten? Nö, offenbar nicht. Denn angesichts der jüngsten Expansionswelle (von diesem Mittwoch an bietet die Berliner Smartphone-Bank Konten in Dänemark, Norwegen, Polen und Schweden an, demnächst folgen Island und Liechtenstein) merkt der fürs internationale Geschäft zuständige N26-Manager Alex Weber keck an: „Mit den ersten Kunden ist das Projekt sofort rentabel.“ Na, dann müssen wir uns ja keine Sorgen machen. Reuters/FAZ

Vor ein paar Monaten berichteten wir ganz aufgeregt über das gemeinsame Auto-Fintech von Auto1, Deutscher Bank und Allianz: Seitdem hatte man von dem Projekt nicht mehr viel gehört, doch nun steht zumindest schon mal die Führungsriege fest: CEO Fedor Artiles (ehemals fair.com), CFO Axel Buhr (Ex-Tesla), CCO Philip Reicherstorfer (früher JP Morgan). Gründerszene

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