News des Tages

11/02/20: HVB-Gewinn sinkt um 70%, Frankfurter Volksbank, Adyen vs. Girocard

11. Februar 2021

Von Christian Kirchner

Gestern hat nun also auch die erste große Volksbank einen Einblick in ihr Zahlenwerk gewehrt, nämlich die aus Frankfurt. Und? Naja. Das Zinsergebnis um 8% runter, das Betriebsergebnis vor Bewertung um 10% runter (auch wegen fehlender DZ-Bank-Dividende), dasselbe Betriebsergebnis vor Bewertung gemessen an der DBS nur noch bei überschlägig gerechneten 0,69%, die Cost-Income-Ration um drei Punkte rauf auf 68% und so weiter und so weiter. Nun kann man natürlich auch das Positive betonen, wie es z.B. das „HB“ („leidet kaum unter der Corona-Krise“) oder die „BÖZ“ („zeigt sich widerstandsfähig“) tun. Indes: 1.) Wie resilient unsere Banken im Angesicht von Pandemie und Lockdown wirklich sind, muss sich erst noch erweisen. Und 2.) Sozusagen ex-Corona betrachtet, zeigen die Kennzahlen vieler Sparkassen und Volksbanken dieser Tage dann doch deutlich nach unten.

Die Bafin hat gestern die Ergebnisse ihrer Sonderauswertung zu den privaten Wirecard-Geschäften ihrer Mitarbeiter vorgelegt. Das Wichtigste, wie wir es dem „HB“ und der „BÖZ“ entnehmen, kurz zusammengefasst:  Zwischen Januar 2018 und September 2020 gab es insgesamt 510 Transaktionen +++ 14 Geschäfte von zusammen sechs Mitarbeitern hat sich ein Sonderbeauftragter näher angeschaut +++ Bei jenem Fall, der bekanntlich zu einer Anzeige wegen möglichen Insiderhandels führte, sollen die Dinge wie folgt gelegen haben: Zum Zeitpunkt der Transaktion wusste die Bafin, dass EY das Testat verweigern will. Der inkriminierte Mitarbeiter hätte das zwar eigentlich nicht wissen dürfen – wusste es aber womöglich trotzdem. (HB/PaywallBÖZ/Paywall)

Operativer Gewinn minus 49%  auf 343 Mio. Euro, Nettogewinn minus 70% auf 167 Mio. Euro – das sind die wesentlichen 2020er Kennziffern des deutschen Privat- und Firmenkundengeschäfts („Commercial Banking Germany“) der HypoVereinsbank. Nachzulesen sind sie im gestern veröffentlichten Unicredit-Zahlenwerk. Wie dieses Ergebnis zustande kam, ist schnell erklärt: Zum Vorjahr hat sich eigentlich wenig getan (Zinsüberschuss unverändert, Provisionsüberschuss minus 1%, Kosten plus 2%) – die auf 359 Mio. Euro verdreieinhalbfachte Risikovorsorge macht letztlich den Unterschied. Unicredit-Spartenergebnisse

News

Exklusiv: Die Düsseldorfer Kreditplattform Auxmoney agiert neuerdings unter dem Dach einer ausländischen Holding-Gesellschaft, zeigen unsere Recherchen. Die Details: Finanz-Szene.de +++ Das auch hierzulande ungeheuer umtriebige schwedische Fintech-Schwergewicht Klarna hat gestern wie angekündigt ein Girokonto gelauncht … +++ … Das Wichtigste in Kürze: Gebührenfrei. Visa Debit. Drei kostenlose Abhebungen pro Monat. Kein Auslandseinsatzentgelt. Kein Schnickschnack +++ Nach den Handels-Beschränkungen im Zusammenhang mit der Gamestop-Sause sind bei der Bafin insgesamt rund 4000 Beschwerden und Hinweise zum Berliner Neobroker Trade Republic eingegangen (HB/Paywall) +++ Eine Meldung vor allem für die Ratenkredit-Spezialisten unter unseren Lesern: Die Bundesregierung will die Provisionen bei Restschuld-Policen deckeln – und zwar auf maximal 2,5% der Darlehenssumme (SZ) +++ Und hier das gestern publik gemachte 2020er-Transaktionsvolumen von Adyen – wobei wir nur mal fürs Gefühl in Klammern die diese Woche ebenfalls vorgestellten Girocard-Zahlen dagegenhalten: Plus 27% (11%) auf 304 Mrd. Euro (236 Mrd. Euro). Schierer Wahnsinn.

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