11/11/21: Dt. Bank schließt „Sossenheim“, Lloyd kapert Growney, BVR bindet Kolak

11. November 2021

Von Christian Kirchner

Massenumzug bei der Deutschen Bank: Das größte Geldinstitut der Republik gibt die beiden Standorte im Frankfurter Stadtteil Sossenheim und im Technischen Zentrum Eschborn auf und will die insgesamt rund 5.500 Mitarbeiter auf die drei bestehenden Standorte in der Frankfurter City verteilen, wie u.a die „Immobilien-Zeitung (Paywall)“ berichtet. Die Digitalfabrik ist allerdings – anders, als wir hier zunächst berichtet hatten – von den aktuellen Veränderungen im Immobilienportfolio der Bank nicht betroffen. Das gilt sowohl für den Standort als auch für den organisatorischen Zuschnitt, wie die Bank auf Nachfrage mitteilte.

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Ein weitere Beispiel für ein Fintech, dem zwar der ganz große Durchbruch versagt blieb – das aber immerhin ordentlich unter die Haube kommt: Für 3 Mio. Euro sichert sich die Lloyd Fonds AG 17,75% am Robo Advisor Growney … +++ … Überdies erhält der Hamburger Fondsanbieter die Option, auf Sicht auch die übrigen Anteile an dem Ende 2014 gegründeten Investment-Startup zu erwerben (dgap) +++ Bei dem gestern an dieser Stelle noch ungenannten Investor, der für rund 750.000 Euro das in die Insolvenz gerutschte Berliner Verbriefungs-Fintech Acatus übernimmt, handelt es sich um: einen auf den Aufkauf von Forderungen spezialisierten Schweizer Finanzdienstleister namens Pactum  (Finance Forward) +++ Nachdem die „Bloomberg“-Meldung über ein angebliches Verbot von „Payment for Order Flow“-Provisionen am Dienstag zu einem deutlichen Kursrutsch bei der FlatexDegiro-Aktie geführt hatte, setzt der Frankfurter Online-Broker zur Gegenrede an … +++ … Die „Payment for Order Flow“-Zuwendungen hätten in den ersten neun Monaten dieses Jahres „lediglich 3,2% der Gesamteinnahmen ausgemacht“, heißt es in einer gestern Nachmittag von FlatexDegiro verbreiteten Mitteilung +++ In den Übernahme-Poker rund um die Aareal Bank kommt Bewegung. Wie „Bloomberg“ berichtet, bereitet das Konsortium rund um Advent und Centerbridge eine formelle Offerte für den Wiesbadener Immobilienfinanzierer vor … +++ …  Das Gebot könnte bereits in der kommenden Woche vorgelegt werden und die Aareal mit mehr als 1,7 Mrd. Euro bewerten (Finanzen.net) +++ Die Deutsche Bank stimmt ihre Anleger darauf ein, dass sich die zuletzt monströsen Gewinne im Investmentbanking möglicherweise nicht werden fortschreiben lassen … +++ … Es gebe „ein gewisses Maß an Normalisierung gegenüber den sehr hohen Ertragsniveaus, die wir in den vergangenen zwölf Monaten erzielt haben“, sagte Finanzchef James von Moltke gestern auf einer UBS-Konferenz (Reuters/FAZ) +++ Die Bafin und die Bundesbank erkundigen sich bei Deutschlands Banken erneut über den Umfang etwaiger Cum-Ex-Geschäfte: „Die Abfrage soll vor allem Aufschluss über den Kreis der betroffenen Institute und die Höhe der finanziellen Belastungen geben“, heißt es +++ Die Helaba hat ihr Interesse an der Berlin Hyp bestätigt – und ihr Ergebnisziel für dieses Jahr konkretisiert. Laut Vorstandschef Thomas Groß soll der Vorsteuergewinn bei rund 500 Mio. Euro liegen – mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr (HB/Paywall) +++ Der genossenschaftliche Bankenverband hat den Vertrag mit Präsidentin Marija Kolak um vier Jahre verlängert (Mitteilung) +++ Verdi hat gestern wie angekündigt die Commerzbank bestreikt. Zu Kundgebungen kam es u.a. in Berlin, Hamburg, Leipzig und Frankfurt (dpa/Zeit)

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