12/09/18: Zielkes angebliches Zitat, Landesbanken-Gehälter

12. September 2018

Herr Zielke (also der Chef der Commerzbank) will sich der Deutschen Bank „lieber heute als morgen“ an den Hals werfen: … so jedenfalls steht es in einem Bericht, den „Spiegel Online“ gestern Nachmittag veröffentlichte und der im Markt zumindest auf so viel Glaubwürdigkeit stieß, dass die Coba-Aktie (die ja schon in den letzten Tagen merklich gestiegen war) mit einem Plus von 2,3% aus dem Handel ging. Was in dem Artikel freilich auch steht, und was am Abend zum Beispiel auch das „Handelsblatt“ (Paywall) nochmal betonte: Zielkes blaues Pendant, also der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, hat es mit einem Zusammenschluss deutlich weniger eilig. Er will sich die nächsten 18 Monate erst einmal darauf konzentrieren, die Integration der Postbank abzuschließen und seinen Laden auch sonst einigermaßen in Ordnung zu bringen. Ohnehin können die Investoren der Deutschen Bank dem Fusions-Szenario deutlich weniger abgewinnen als die der Commerzbank. Gestern reichte es gerade mal zu einem Plus von 0,5%. Spiegel Online

Die Übernahme der Düsselhyp ist nach der Corealcredit und der Westimmo die dritte Akquisition der Aareal Bank in den vergangenen fünf Jahren: … und wie auch schon bei den beiden vorangegangenen Transaktionen geht es dem Wiesbadener Immobilienfinanzierer auch diesmal lediglich darum, das Kaufobjekt mit Gewinn abzuwickeln (sprich: Mit der Verwertung der Assets, Refinanzierungskosten eingerechnet, soll letztlich mehr Geld gemacht werden, als jetzt an Geld für die Übernahme fließt).  Was dabei helfen dürfte: Die Aareal kauft die Düsselhyp von deren bisherigem Eigner (nämlich dem Bankenverband, der das Institut vor ein paar Jahren mal vom US-Investor Lone Star „geerbt“ hatte) unter Wert. Dadurch entsteht ein bilanzieller Puffer in Höhe von 52 Mio. Euro, was die Aktionäre offenbar für ausreichend halten. Jedenfalls stieg die Aareal-Aktie gestern um 1,5%. Börsen-Zeitung, Handelsblatt (Paywall)

So gut die ING Diba hierzulande auch dastehen mag – bei ihrer niederländischen Mutter geht es dieser Tage (Stichwort: Geldwäsche-Skandal) drunter und drüber. Jüngste Volte: Der Finanzchef ist gestern zurückgetreten. n-tv

Und noch mal Oranje: Die ABN Amro hat ihr Smartphone-Banking-Angebot für den deutschen Markt („Moneyou Go“) gestern offiziell gelauncht. Mithin: Es gibt jetzt noch einen N26-Angreifer, der nicht Yomo heißt (by the way: Was ist eigentlich mit Yomo? Immer noch in der ewigen Beta-Phase?). Interessant übrigens, dass zum Produktportfolio von „Moneyou Go“ auch ein Sofortkredit gehört, der von der Solarisbank kommt. Also wieder ein Beispiel, wo sich die beiden Berliner Vorzeige-Fintechs in die Quere kommen. Mobiflip, IT-Finanzmagazin

Und eine spannende Personalie: Frank Keller, bislang Paypal-Chef Deutschland, hat seine Linkedin-Freunde gestern wissen lassen, dass er nicht mehr Paypal-Deutschland-Chef ist, sondern „VP & Global Head of Consumer at Paypal“ (anders ausgedrückt: Er arbeitet jetzt in den USA). Sein Nachfolger ist ein gewisser Michael Luhnen. IT-Zoom

 

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