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14/09/21: IT-Chef der Coba vor dem Aus?, 1,25% mehr für Sparda-Banker, 20 Mio. € für Modifi

14. September 2021

Von Heinz-Roger Dohms

Muss Commerzbank-Vorstand Jörg Hessenmüller jetzt doch gehen? So zumindest berichtet es das „Manager Magazin“ (Paywall). Hintergrund ist das IT-Desaster rund um die letztlich revidierte Auslagerung der Wertpapierabwicklung an die britische Großbank HSBC. Das Debakel hatte bekanntlich zu einer Abschreibung von rund 200 Mio. Euro geführt – und Hessenmüllers Stuhl schon im Sommer bedenklich wackeln lassen. Folgt man dem „MM“, dann wollte der Aufsichtsrat zunächst eine interne Untersuchung abwarten und erst danach über die Zukunft des IT-Chefs entscheiden. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Untersuchung lägen aber mittlerweile vor und ließen „keinen anderen Schluss zu“ als Hessenmüller zu ersetzen. Womöglich falle die entsprechende Entscheidung bereits bei der AR-Sitzung am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch. Womit bei der Commerzbank allen Ernstes schon wieder zwei Vorstandsposten vakant wären. Denn eine neue Retailchefin (oder zur Not: einen neuen Retailchef) braucht’s ja auch noch.

News

Im Tarifstreit bei den Sparda-Banken ist es nach Angaben von Verdi zu einer Einigung gekommen … +++ … Demnach erhalten die bundesweit etwa 5.600 Sparda-Beschäftigten zum 1. Januar nächsten Jahres 1,25% mehr Lohn;  per 1. April 2023 sollen die Gehälter dann um weitere 1,25% steigen … +++  … Darüber hinaus wurden eine Sonderzahlung in Höhe von 400 Euro netto sowie zwei zusätzliche freie Tage vereinbart (HB/Paywall) +++ Das 2018 gestartete, auf Handelsfinanzierungen für hiesige KMUs spezialisierte Berliner Fintech Modifi (hier das Geschäftsmodell grob erklärt) hat in seiner Series-B-Runde nach eigenen Angaben 20 Mio. Euro eingeworben … +++ … Bei einem der beiden Lead-Investoren handelt es sich übrigens um Heliad, wo indirekt – über den Weg der Finlab-Beteiligung – auch Bernd Förtsch an Bord ist +++ Das Berliner Fintech Moonfare, das wohlhabenden Privatkunden ermöglicht, in Private-Equity-Fonds zu investieren, hat nach eigenen Angaben die 1-Mrd.-Euro-Marke bei den Assets under Management geknackt … +++ … Dazu noch als Einordnung: Der breiter aufgestellte Rivale Liqid hatte schon im Januar die Milliardengrenze durchstoßen. Dort allerdings kamen drei Viertel der Summe aus aktienbasierten Anlagen und nur ein kleinerer Teil aus Private Equity +++ Der britische N26-Rivale Revolut und dessen einheimischer Widersacher Monzo steigen ins „Buy now, pay later“-Geschäft ein (CNBC) +++ Nach dem mysteriösen Rauswurf des Sparkasse-SüdholsteinChefs Andreas Fohrmann (siehe unsere Stücke hier und hier) wollen sich die Beteiligten eine juristische Auseinandersetzung offenbar ersparen … +++ … Stattdessen haben sich das Regionalinstitut und sein langjähriger Vordermann auf ein Arrangement geeinigt, demzufolge jetzt von einer „Trennung im guten Einvernehmen“ die Rede ist (SHZ/Paywall)  +++ Dass die frühere Postbank-Vorständin Susanne Klöß-Braekler den Aufsichtsratsvorsitz der ING Deutschland übernimmt, stand ja bereits fest. Nun hat die Oranje-Bank mitgeteilt, wer den zweiten offenen Posten im Kontrollgremium erhält: Karst Jan Wolters, langjähriger Manager der Mutter ING Groep +++ Der frühere Verdi-Chef Frank Bsirske legt im Zuge seiner Kandidatur für den Bundestag sein Aufsichtsratsmandat bei der Deutschen Bank nieder (Wiwo) +++ Und nochmal Deutsche Bank: Das größte hiesige Geldinstitut verstärkt sich im Investmentbanking mit Christian Böhm, bislang „Executive Director Corporate Finance und M&A“ bei J.P. Morgan in Frankfurt (BÖZ/Paywall)

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