16/11/18: Was macht eigentlich Vaamo?, 10.000 Abonnenten, BayernLB solider Ertragsbringer

16. November 2018

Seit die Deutsche Bank ihre „Wir investieren in Fintechs nicht direkt“-Doktrin aufgegeben hat, könnte man gefühlt auf die Idee kommen, es gebe eine neue Doktrin, die da lautet: „Es darf keine Woche mehr vergehen, in der wir nicht mindestens in ein Fintech direkt investiert haben.“ Diesmal ist es das Hamburger Startup „Hausgold“, an dem die größte Bank des Landes sich mit einem Millionenbetrag beteiligt. Geschäftsmodell: Wer seine Immobilie verkaufen möchte, wird  an einen passenden Makler vermittelt. Naheliegenderweise dürfte die Deutsche Bank bestrebt sein, diesen Service in Zukunft auch seinen eigenen Kunden anzubieten. Gründerszene

Mal ein Quervergleich: Das 2016 von zwei ehemaligen BHF-Bankern gegründete Family Office Segura & Jesberger kommt bereits auf Assets under Management in Höhe von 1,5 Mrd. Euro – ein Wert, den von allen Robo-Advisern, die es da draußen gibt, allenfalls Scalable Capital so einigermaßen erreichen dürfte. Zur Wahrheit gehört freilich auch: Bei Segura & Jesberger verteilt sich dieses Vermögen auf 30 Klienten, bei dem Münchner Fintech sind es Zehntausende. Welches Modell ist nun das schönere? Bloomberg/Private Banking Magazin

Während die übrigen Landesbanken mit mehr oder weniger großen (LBBW, Helaba) bzw. ganz, ganz großen Problemen (NordLB, HSH Nordbank) zu kämpfen haben, mausert sich die BayernLB zehn Jahre nach dem Finanzcrash zu einem soliden Ertragsbringer: Nach neun Monaten steht ein hübscher Vorsteuergewinn von 716 Mio. Euro, wobei – wie man fairerweise hinzufügen muss – es vor allem die Tochter DKB (292 Mio. Euro), ein komplizierter Sondereffekt (rund 100 Mio. Euro) und die niedrige Risikovorsorge waren, die für das Ergebnis verantwortlich zeichnen. Und sonst? Die BayernLB schwächelt am Kapitalmarkt, profitiert vom Immobilienboom und tut sich im Firmenkundengeschäft (abgesehen von der Risikovorsorge) so schwer wie fast alle anderen auch. Börsen-Zeitung, Pressemitteilung

Und noch ein Schnipsel zum gleichen Thema: Wie BayernLB-Finanzchef Wiegelmann der „Börsen-Zeitung“ sagte, wird die DKB ihr Ziel von 4 Mio. Kunden bis Jahresende voraussichtlich erreichen (wobei daran ja auch kaum jemand gezweifelt hat, abgesehen von uns hier …). BÖZ (Paywall)

Über die Landesgrenzen schauen wir in unserer „News“-Rubrik ja nur selten, heute aber doch mal – denn: In der Schweiz ermitteln die Kartellbehörden (mit Razzien und allem, was sonst noch dazugehört) gegen UBS, Credit Suisse und Co., weil die sich gegen Apple Pay verschworen haben sollen. Basler Zeitung

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