19/09/18: Der Selbstbetrug der Sparkassen, Die Erträge von Loanboox, Das Tinder für Banker

19. September 2018

Eine Holding für die Deutsche Bank? War alles nicht so gemeint … So zumindest darf man deuten, was James von Moltke gestern bei einer Veranstaltung in Frankfurt zu dem Thema gesagt hat.  Wörtlich meinte der Finanzvorstand, das Thema stehe „nicht besonders weit oben auf unserer Agenda“. Reuters/Euronews, Börsen-Zeitung (Paywall)

Deutsche Fondsbranche weiter im „Es geht so“-Modus: In offene Publikumsfonds sind von Januar bis Juli netto rund 12 Mrd. Euro geflossen, zeigen die gestern veröffentlichten BVI-Zahlen. Zur Einordnung: Vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt schon 43 Mrd. Euro. BVI-Statistik (PDF)

Erst wenn die europäische Bankenunion perfekt sei, werde die Konsolidierung in der Branche beginnen: So hat es Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing gestern bei einer Veranstaltung in Mailand gesagt.  Reuters

Das schweizerisch-deutsche Finanz-Startup Loanboox firmierte bei „Finanz-Szene.de“ zuletzt als „Promi-Fintech“ (weil dem Beirat u.a. der frühere BdB-Geschäftsführer Michael Kemmer angehört) … Heute wollen wir uns nun um eine etwas anspruchsvollere Befassung mit dem Thema bemühen. Und zwar:  Wie gestern offiziell mitgeteilt wurde, sind über Loanboox – eine Plattform für Kommunaldarlehen – seit der Gründung vor zwei Jahren Kredite in Höhe von 5,8 Mrd. Euro vermittelt worden. Um diese Zahl richtig einzuordnen, muss man in die Gebührenordnung der Startups schauen. Dort erfährt man nämlich, dass die Provision (unabhängig von Höhe und Laufzeit des Kredits) bei jährlich 0,01% bezogen aufs Kreditvolumen liegt. Das bedeutet erstens: Loanboox dürfte bislang ein paar 100.000 Euro Ertrag erzielt haben.  Zweitens: Bei kurzfristigen Liquiditätskrediten scheint es sich um ein mühsames Geschäft zu handeln. Und drittens: Gelingt es Loanboox hingegen, auch langfristige Investitionskredite zu vermitteln (die im Kommunalbereich ja auch mal 30 Jahre laufen können), beginnt das Ganze nach einem hübschen Geschäftsmodell zu riechen.

Deutsche Fondsbranche weiter im „Es geht so“-Modus: In offene Publikumsfonds sind von Januar bis Juli netto rund 12 Mrd. Euro geflossen, zeigen die gestern veröffentlichten BVI-Zahlen. Zur Einordnung: Vor einem Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt schon 43 Mrd. Euro. BVI-Statistik (PDF)

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