News des Tages

20/09/21: Lobby-Triumph für die DK, Dt. Bank hält an EY fest, NordLB verkauft Stammhaus

20. September 2021

Von Christian Kirchner

Deutsche Kreditwirtschaft feiert imposanten Lobby-Sieg: Bei kaum einem anderen Thema haben sich die Interessenvertreter von Banken und Sparkassen in den vergangenen Monaten dermaßen ins Zeug gelegt wie bei der Frage, ob an den Ladesäulen für E-Autos die Möglichkeit der Kartenzahlung verpflichtend sein soll. Am Freitag nun hat der Bundesrat entschieden: Ja, öffentliche Ladestationen müssen künftig (und zwar unabhängig von ihrer Größe) zwingend mit Kartenterminals für Kredit- und Debitkarten ausgestattet werden. Also genau das, was die Kreditwirtschaft wollte – und was u.a. die Energiewirtschaft zu verhindern versucht hatte.

News

Die Deutsche Bank hält ungeachtet des Bilanzskandals um Wirecard an ihrem Wirtschaftsprüfer Ernst & Young fest, berichtet exklusiv die Börsen-Zeitung (Paywall) +++ Der Frankfurter Investor Christian Angermeyer hält jetzt 22% der Anteile am schillernden (siehe etwa unsere große Analyse hier …Hamburger Trading-Fintech Naga. Ein niedriger zweistelliger Mio.-Betrag floss über eine Kapitalerhöhung, zudem kaufte Angermeyer dem Bestandsinvestor Fosun Anteile ab (Finance Fwddgap) +++ Die NordLB, für frisches Geld aller Art bekanntermaßen stets zugänglich, will ihren alten, denkmalgeschützten Stammsitz am Hannoveraner Georgsplatz versilbern … +++ … und: Auch für den Neubau der Deutschen Hypo (die Tochter wird ja derzeit in die NordLB integriert) hat die Landesbank laut der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Paywall) keine produktive Verwendung mehr +++ Der Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat sich für das fröhliche Bafin-Bashing der hauseigenen Research-Abteilung (siehe -> Die verbotene Studie der Deutschen Bank – was stand drin?) entschuldigt (BB/Wiwo) +++ Und nochmal Deutsche Bank, wenn auch retroperspektiv: Laut „Bloomberg“  (Paywall) haben die Frankfurter im vergangenen Jahr erwogen, zur Stärkung ihrer US-Aktivitäten das Depotgeschäft von Wells Fargo zu übernehmen – die US-Fed habe jedoch Bedenken angemeldet +++ Die Commerzbank setzt sich für die ferne Zukunft weitreichende CO2-Ziele: Das Kredit- und Anlageportfolio soll spätestens 2050 „Net Zero“ sein, der Bankbetrieb als solcher sogar schon bis 2040 (Mitteilung)

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