News des Tages

22/02/21: Volksbanken knausern bei Risikovorsorge, Transferwise wird zu „Wise“, Commerzbank

22. Februar 2021

Montags-Briefing

  • Unsere Volksbanken haben 2020 offenbar noch weniger Risikovorsorge gebildet als die Sparkassen – so zumindest lesen sich die am Freitag präsentierten Zahlen des Genossenschaftsverbands, der 349 von rund 800 VR-Banken repräsentiert. Hier die wichtigsten Erkenntnisse kurz zusammengefasst: Bewertungsergebnis (davon der größte Teil Risikovorsorge für Kredite): 300 Mio. Euro = 9 Basispunkte gemessen am Kreditbuch +++ Betriebsergebnis vor Bewertung in % der durchschnittlichen Bilanzsumme: 0,79% (nach 0,85% im Vorjahr) +++ Zahl der dichtgemachten Filialen: 425 (das ist knapp jede zehnte Niederlassung bzw. 1,22 Niederlassungen pro Institut) +++ Anteil der VR-Banken, die bis Ende nächsten Jahres weitere Filialen schließen wollen: 36%
  • Die Commerzbank kalkuliert angeblich den Verlust von 1,7 Millionen Kunden bis Ende 2024 ein: Das hat die „Welt am Sonntag“ gestern unter Berufung auf „das Umfeld“ des Instituts berichtet. Im Zuge der Abwanderungen erwartet die Coba dem Artikel zufolge einen Ertragsrückgang von rund 300 Mio. Euro, der durch höhere Einnahmen im Firmenkundengeschäft sowie im Wealth Management kompensiert werden solle. Zuletzt hatte die Commerzbank die Zahl ihrer Kunden mit 11 Millionen angegeben. Die Welt
  • Der Einlagen-Broker Raisin hat sein (so weit wir das überblicken) bislang namhaftestes B2B-Mandat an Land gezogen. Und zwar stehen die Berliner hinter der neuen „Aviva Save“ genannten Spar-Plattform des britischen Versicherers Aviva. Dieser kommt in seinem Heimatmarkt auf 15 Millionen Kunden. (Per Mail)

News

Eines der größten europäischen Fintechs, nämlich das auf internationale Geldüberweisungen spezialisierte britische Startup Transferwise, benennt sich in „Wise“ um. Das berichtet heute Früh die „FAZ“ unter Berufung auf das Unternehmen selber (Print-Ausgabe) +++ Challenger-Banken (I): Der britische N26-Erzrivale Revolut dreht hierzulande ein wenig an der Gebührenschraube. So sinkt zum Beispiel die Zahl der kostenlosen Abhebungen für Standard-Kunden auf fünf pro Monat; der Kartenversand verteuert sich (mobiflip) +++ Challenger-Banken (II): Der Berliner Krypto-Spezialist Bitwala hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 200.000 Kunden und will seinen Umsatz in diesem Jahr auf 10 Mio. Euro steigern (Handelsblatt)

Aus der Szene

Neuer PR-Chef der Commerzbank kommt bei Wikipedia groß raus: In der digitalen Enzyklopädie haben unsere Banker normalerweise einen schweren Stand. Der Eintrag von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing ist gerade einmal 2.900 Zeichen lang, sein Commerzbank-Pendant Manfred Knof muss sich gar mit 1.200 Zeichen begnügen – umgerechnet nicht mal eine halbe DIN-A4-Seite. Und einfache Coba-Vorstände wie Herr Chromik, Herr Hessenmüller oder Herr Kotzbauer? Fehlen gleich ganz. Umso erstaunlicher, wer da Ende Januar urplötzlich bei Wikipedia auftauchte – und wie! Finanz-Szene.de

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