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22/03/21: Wo N26 am stärksten wächst, IKB düpiert Aufsicht, Mega-Funding für Wefox

22. März 2021

Von Christian Kirchner

Montags-Briefing: IKB, Dividenden, N26, BdB, Greensill-Pleite, Bafin

  • Wo N26 am stärksten wächst: Die Berliner Challenger-Bank hat im vergangenen Jahr allein in Frankreich rund 700.000 neue Kunden gewonnen – so jedenfalls die Aussage von Benelux-Chef Jérémie Rosselli in einem Interview mit dem Wirtschaftssender „BFM Business“. Damit kam zuletzt jeder dritte N26-Neukunde aus dem Nachbarland. Das derzeitige Wachstum (Rosselli sprach von 2.000 gewonnen Kunden täglich) fortgeschrieben, knackt N26 in Frankreich in diesem Sommer die 2-Mio.-Kunden-Marke. bfmtv.com
  • IKB kündigt locker-flockig eine Dividende in 1,7-facher Höhe des Überschusses an. Entscheiden Sie selbst, was Sie bemerkenswerter finden … 1.) Dass die IKB im neunmonatigen Rumpf-Geschäftsjahr 2021 einen Nachsteuergewinn von 73 Mio. Euro erwirtschaftet hat? 2.) Dass sie ihre Cost-Income-Ratio auf 56% gedrückt hat? Oder dass sie 3.) vor dem Hintergrund eines 12-Monats-Überschusses von „nahezu“ 100 Mio. Euro ihrem Eigentümer Lone Star eine Dividende von 164 Mio. Euro in Aussicht stellt? Wobei: Selbstverständlich fühlen sich IKB/Lone Star den vorerst bis Ende September gültigen, restriktiven Dividenden-Vorgaben von EZB/Bafin penibelst verpflichtet. Darum sollen knapp 93% der Hammer-Dividende erst in Q4 fließen. Brav! Mitteilung (PDF)
  • BdB meldet 2-Mrd.-Euro-Anspruch in australischem Greensill-Verfahren an. Werden sich die deutschen Banken zumindest ein bisschen was von dem zurückholen, was sie (siehe unsere „Und wer zahlt jetzt die Zeche“-FAQ) an die Einleger der Bremer Greensill Bank ausschütten müssen? Nun, versuchen will und muss man es. Und so macht der Bankenverband immerhin schon mal „Eventualverbindlichkeiten“ im australischen Insolvenzverfahren der Greensill-Bank-Mutter Greensill Capital geltend Manager Magazin
  • Der Bafin sollen am heutigen Montag 158 neue Stellen bewilligt werden, berichtet das „Handelsblatt“ (Paywall). Gemessen an der zuletzt gemeldeten Beschäftigtenzahl (2.722) entspräche das einer Steigerung um knapp 6% … Und damit nicht genug, konkretisieren sich laut einem Bericht des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ die Pläne, bei der Bafin nach dem Rückzug von Check24 das gesetzliche Vergleichsportal für Girokonten anzusiedeln. Dem Artikel zufolge soll übergangsweise die Stiftung Warentest einspringen, bevor im zweiten Quartal 2022 dann das Bafin-Portal gelauncht werden könnte.

News

Eine unserer Quellen bestätigt, was „Sky News“ Ende der Woche exklusiv vermeldet hat – nämlich: Das deutsch-schweizerische Insurtech Wefox soll vor einer weiteren Finanzierungsrunde in Höhe von diesmal gut 200 Mio. Euro stehen (nachdem es ja neulich schon 100 Mio. Euro Fremdkapital gegeben hatte). Die Bewertung belaufe auch auf gut 1,5 Mrd. Euro +++ Die VR-Bank Rhein-Sieg und die VR-Bank Bonn wollen fusionieren. Zusammen kämen die beiden Institute auf eine Bilanzsumme von annähernd 4 Mrd. Euro (Kölner Stadtanzeiger, Print) +++ Die Suche nach einem neuen NordLB-Chef nimmt laut Reuters-Informationen Fahrt auf (Wiwo) +++ Als einer der größten Profiteure des Trading-Booms (siehe hier unseren entsprechenden Podcast) hat die Baader Bank ihre Gesamterträge 2020 um 104% (!) auf 213 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Das Konzernergebnis schoss auf 56 Mio. Euro – und soll in diesem Jahr sogar übertroffen werden, heißt es in einer Mitteilung +++ Und ein Hinweis für all jene, die in der privaten Immofinanzierung tätig sind und ebenfalls nichts von übermäßiger Risikovorsorge halten: Die KfW warnt vor Preisübertreibungen in den Großstädten (Wiwo)

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