23/09/20: Transferwise, Authada, KfW, DWS, Wirecard, Deutsche Bank

23. September 2020

Das auf Auslandsüberweisungen spezialisierte britische Vorzeige-Fintech Transferwise hat seinen Umsatz im per März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr um 70% auf 302,6 Mio. Pfund gesteigert – und dabei 21,3 Mio. Pfund Gewinn gemacht (BÖZ/Paywall) +++ Bei der ING Diba ist der Anteil des bargeldlosen Bezahlens im ersten Halbjahr in etwa so stark gestiegen, wie addiert in den zehn Jahren zuvor, so Vizechef Bernd Geilen. Dabei seien 80% der Non-Cash-Transaktionen auf Mobile Payment und NFC-Technologie entfallen (BÖZ/Paywall) +++ Die italienische Branchengröße Tinexta steigt über ihre Tochter „Info-cert“ beim Darmstädter Identifizierungs-Spezialisten Authada ein –  und hat sich die Option zur Komplettübernahme im nächsten Jahr gesichert (Yahoo, BÖZ/Paywall) +++ Die DWS gehört angeblich zu den möglichen Kaufkandidaten für die angeblich zum Verkauf stehende, auf ETFs spezialisierte SocGen-Tochter Lyxor (Reuters) +++ Als Reaktion auf den Wirecard-Skandal überlegt nun auch die KfW, ihrem bisherigen Wirtschaftsprüfer Ernst & Young das Mandat zu entziehen (Bloomberg) +++ Das Österreich-Geschäft von Wirecard steht vor dem Verkauf. Erwerber ist laut „HB“ die Frankfurter PE-Gesellschaft Aurin, der Preis liege bei knapp 4 Mio. Euro (HB/Paywall)

Briefing

Deutsche Bank will 20% ihrer Filialen dichtmachen. Zugegeben – nicht mit jeder These, die wir hier tagein, tagaus in die Welt hinausposaunen (bzw.: in Ihre Smartphones hineinposaunen, liebe Leserinnen und Leser), treffen wir ins Schwarze. Als wir allerdings im Frühjahr das große, coronabedingte Filialsterben ankündigten, lagen wir ausnahmsweise dann doch mal richtig. Kurz zusammengefasst, was seitdem passiert ist: Mitte Juni erklärten die erste Metropol-Banken, ihre wegen der Pandemie geschlossenen Zweigstellen nicht wieder aufzumachen; über den Sommer wurden die Pläne für den Filialabbau bei der Commerzbank immer konkreter und immer drastischer; und gestern nun hat die Deutsche Bank erklärt, sie werde von ihren verbliebenen rund 500 Standorten jeden fünften schließen. Ist das also jetzt die ultimative Zielgröße bei den einstigen „großen Drei“ der hiesigen Bankenbranche (Deutsche, Coba, HVB) – irgendwas zwischen 350 und 4o0 Filialen? Noch viel weniger jedenfalls geht wohl kaum (siehe hier). Es sei denn, man beschränkt sich auf ein paar Dutzend Flagstore-Niederlassungen und will ansonsten nur noch Onlinebank sein.

Dass die EU-Kommission (der entsprechende Strategieplan wird heute vorgestellt)  Instant Payment bis Ende 2021 zum „New Normal“ im Zahlungsverkehr machen willdas hatten wir Ihnen ja gestern schon erzählt. Wir haben die Initiative einfach mal zum Anlass genommen, bei den größten und wichtigsten Banken des Landes nachzufragen, wie sie es denn bis dato mit den Echtzeit-Überweisungen halten. Und siehe da: Es sind mitnichten die (vermeintlichen) digitalen Vorreiter, die ihren Kunden den Service bereits anbieten. Sondern: Tendenziell ist sogar das Gegenteil der Fall. Hier der Überblick: Finanz-Szene.de

Nachdem die Finanz-Szene.de-Redaktion zweieinhalb Tage über die Frage sinniert hat, was denn ihr journalistischer Beitrag zu den #FinCENFiles sein könnte … Voilà: „Mein Name ist FinCEN und Du wirst gleich HinCEN.“ (Gedacht als kleine Verneigung vor Herbert Finken und Stan Libuda).

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