News des Tages

24/01/22: Neuer Apobank-Chef, Krautscheids Abgang, N26 zieht in neues Headquarter

23. Januar 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Matthias Schellenberg wird neuer Chef der Apobank: Bei derart vielen Vorständen, wie sie M.M. Warburg und die Apobank zuletzt verschlissen haben, war es wahrscheinlichkeitstheoretisch betrachtet eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis einer der hüben demissionierten Manager drüben als neuer Hoffnungsträger aufschlägt. Und so teilte das Düsseldorfer Heilberufler-Institut also vorm Wochenende mit, es lege seine Geschicke von März an in die Hände von Matthias Schellenberg, zuletzt schlanke sieben Monate lang Vorstand bei M.M. Warburg und von 2017 bis 2020 Vorstandschef bei Merck & Finck …

… Zu den diversen interessanten Aspekten dieser Personalie gehört, dass Schellenberg zwar “über mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Banking und Financial Services” verfügt, wie die Pressemitteilung der Apobank lobend festhält – dass die etlichen in seiner Vita aufgeführten Stationen (neben Merck & Finck und M.M. Warburg sind das Commerz Financial Products, Dresdner Kleinwort Wasserstein, Zurich Capital Markets, Pioneer Investments, ING Investment Management, UBS Deutschland) allerdings einen überschaubaren Bezug zum Privat- und Firmenkundengeschäft vermuten lassen. Und so ist die Bestellung Schellenbergs also auch ein Fingerzeig, wie sich die Apobank unter ihrem einstecktuchigen Aufsichtsratschef Montgomery mittlerweile selber sieht: nämlich nicht als hochspezialisierte Normalbank – sondern als Bankhaus Metzler im weißen Kittel.

News

Paukenschlag beim BdB: Wie der private Bankenverband am Freitag mitteilte, wird einer der beiden Hauptgeschäftsführer, nämlich Andreas Krautscheid, das Haus per Monatsende (und somit nach rund elf Jahren) verlassen … +++ … Auf eine Nachfolgeregelung wird verzichtet, stattdessen soll der andere Hauptgeschäftsführer Christian Ossig den BdB fortan allein führen … +++ … Dieser Umstand wie auch das per Pressemitteilung mitgelieferte Zitat von Bankenpräsident Sewing (“Mit einem Geschäftsführer können wir den Verband schlanker führen”) zeigen denn auch, worum es bei dieser Personalie im Kern geht: Die privaten Banken wollen sich den Luxus von zwei Cheflobbyisten-Gehältern schlicht nicht mehr leisten +++ Neues Headquarter für N26: Das größte deutsche Fintech wird seine Zentrale im Laufe des Jahres in den neuen Bürokomplex “VoltAir” nahe des Hackeschen Markts verlegen und dort seine sämtlichen Berliner Beschäftigten (rund 1.000 von etwa 1.500 insgesamt) ansiedeln +++ Auch die fünfte Runde im Tarifstreit der öffentlichen Banken ist Ende vergangener Woche ergebnislos zu Ende gegangen

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