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25/03/21: Alles dolle bei Kontist?, Der Interhyp Wahnsinn, Coba-Abfindungen

25. März 2021

Warum die 25-Mio.-Euro-Runde für die Berliner Freelancer-Konto-App Kontist ein schöner Erfolg ist, aber ein klitzekleines Stück hinter den Erwartungen zurückbleibt. Keine Bange, wir schnappen nicht über – eine sehr solide „Series B“ ist immer noch eine sehr solide „Series B“, also nichts, wofür sich ein Fintech rechtfertigen müsste. Gleichwohl sei erinnert, dass die damalige Noch-Kontist-Chefin Strack im November von „mehreren zehn Mio. Euro“ gesprochen hatte, die eingeworben werden sollten, und sie zugleich von einem „extrem großen Interesse der Investoren“ berichtete. Daran gemessen: Aus „mehreren“ sind zweieinhalb geworden und trotz des „extrem großen Interesses“ kommt das eingeworbene Geld ausschließlich von den beiden Ankeraktionären, nämlich dem dänischen Investorenklub Founders und der deutschen Haufe Gruppe. „Wir sind sehr zufrieden mit der Runde. Aufgrund des internen Interesses gab es keine Notwendigkeit, neue Investoren hinzuzunehmen, was nicht heißen soll, dass es in Zukunft nicht noch passiert“, beschied Kontist-Chef Christopher Plantener gestern unsere diesbezüglichen Fragen. Na, dann also jetzt: Glückwunsch!

Alles sechs Monate nehmen wir uns vor, endlich mal ein bisschen genauer auf die Helaba zu schauen – und alle sechs Monate kommt irgendwas dazwischen, diese Woche zum Beispiel die Recherchen zu Greensill, HSBC Deutschland und (siehe unsere gestrige Ausgabe …) HVB/DZ Bank. Sehen Sie uns daher bitte nach, dass das Helaba-Süppchen, das wir heute Früh für Sie aufkochen, auch diesmal wieder ein recht dünnes ist. Also: Risikovorsorge um das Dreieinhalbfache rauf auf 305 Mio. Euro; Vorsteuergewinn in der Folge um 57% runter auf 223 Mio. Euro; und das Nachsteuerergebnis um 62% gefallen auf 177 Mio. Euro. Sonst noch was? Ja, die eigentümlichen Bewertungsverluste, die das Ergebnis im ersten Halbjahr komplett verdorben hatten, die haben sich in der zweiten Jahreshälfte irgendwie nivelliert. Glücklicherweise. Mitteilung

News

Die Commerzbank zahlt ihrem Ex-Chef Martin Zielke eine Abfindung in Höhe von 3,4 Mio. Euro, geht aus dem gestern veröffentlichten 2020er-Geschäftsbericht hervor … +++ … Die Abschiedszahlungen für Ex-Privatkundenchef Mandel und Ex-Firmenkundenchef Boekhout belaufen sich auf jeweils gut 2,1 Mio. Euro (Reuters) +++ Und sonst so? Rechnet die Commerzbank (was allerdings so ungefähr schon bekannt war) auch für dieses Jahr mit einem Verlust (HB/Paywall) +++ Der zur ING Deutschland gehörende Baugeld-Vermittler Interhyp hat das vermittelte Volumen 2020 trotz Corona-Krise um 17% (!) auf 28,8 Mrd. Euro steigern können; das Vorsteuerergebnis ging um 11% auf 93 Mio. Euro nach oben (Mitteilung) +++ Matt Zames, der beim US-Investor Cerberus unter anderem für die Deutschen Bank und die Commerzbank zuständig war, verlässt die Private-Equity-Gesellschaft (HB/Paywall) +++ Und dann doch noch einmal Greensill Bank: Der BdB hat mit der Entschädigung von Sparern und sonstigen Einlegern begonnen; die HRE steht erst einmal nicht auf der Liste (HB/Paywall)

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