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25/04/22: Wirbel um drittgrößte deutsche Volksbank, Bafin vs. IBB, BayernLB verkleinert sich

24. April 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Co-Chef von Deutschlands neuntgrößter Genobank verkündet nach geplatzter Fusion seine Demission: Natürlich müssen die Dinge nicht miteinander zusammenhängen. Und natürlich kann es tausendundeine Erklärung geben für das, was sich dieser Tage bei der selbsternannten “Gestalterbank” tut (kein Scherz: Das 2020 aus dem Zusammenschluss der “Volksbank in der Ortenau” und der “Volksbank Schwarzwald Baar Hegau” hervorgegangene 11-Mrd-Euro-Fusionsinstitut bezeichnet sich tatsächlich als “Volksbank eG — Die Gestalterbank”) …

… Und doch: Auffällig ist schon, dass, nachdem wir erst am Montag die gescheiterte Erweiterung der “Gestalterbank” um die Volksbank Rhein-Wehra vermeldet hatten, am Freitag nun die Nachricht kam, dass einer der beiden Vorstandschefs vorzeitig geht. Nämlich: Markus Dauber (das war der aus der Ortenau …). Der 53-Jährige wolle sich “neuen beruflichen Herausforderungen stellen”, heißt es standardmäßig in der Pressemitteilung, der Aufsichtsrat danke ihm “für sein Engagement und seine exzellenten unternehmerischen Leistungen”. Die Nachfolgerin oder der Nachfolger? Muss erst noch gesucht werden. Ein Indiz, dass der Abgang zumindest nicht von ganz, ganz langer Hand vorbereitet worden sein dürfte.

News

Die neue, offensichtlich härtere Gangart der Bafin bekommt nach den Fintechs (siehe hierhier), den Genossen (siehe hier und hier) und etlichen sonstigen Playern (siehe erst letzte Woche wieder) nun auch – wenn wir dies richtig erinnern – erstmals eine Förderbank zu spüren … +++ … Konkret: Die Finanzaufsicht (Mitteilung hier) hat die Investitionsbank Berlin wegen mangelnder Geschäftsorganisation gerüffelt und wie in diesen Fällen üblich zusätzliche Kapitalanforderungen verhängt … +++ … Die IBB selber machte daraufhin laut “BÖZ” die Höhe des Aufschlags öffentlich (es geht demnach um zwei Prozentpunkte) und konkretisierte, die bei einer Sonderprüfung festgestellten Mängel bezögen sich auf IT-Sicherheit, Auslagerungs- und das Notfallmanagement +++ Während in der heutigen Zentrale der BayernLB noch rund 3.000 Mitarbeiter Platz finden, soll die künftige Zentrale nur noch über 2.100 Arbeitsplätze verfügen – davon 300 für Externe (Bloomberg, via Institutional Money) +++ Die Stimmrechtsberater von Glass Lewis lehnen das neue Vergütungssystem der Commerzbank weiterhin ab (HB, Paywall)

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