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25/11/21: ING Diba paktiert mit Amazon, Will Naga echt an die Nasdaq?, CommerzVentures

25. November 2021

Von Heinz-Roger Dohms und Christian Kirchner

Exklusiv: Cashback-Plattform der ING Diba paktiert mit Amazon: Ein Jahr nach dem Deutschland-Launch fährt die Oranje-Bank schwere Geschütze auf, um ihren Kunden von 2,9 Mio. Girokonten die Nutzung des hauseigenen Cashback-Dienstes „Dealwise“ näherzubringen. Nach Informationen von Finanz-Szene.de ist die ING Diba eine Kooperation mit Amazon eingegangen und wird bis Jahresende auf Produktgruppen wie Elektronik, Computer, Bekleidung und Spielzeug luftige 5% Cashback anbieten. Voraussetzung hierfür ist allerdings der Einstieg in den Amazon-Bestellvorgang über die Dealwise-Anwendung in der App bzw. im Online-Banking. Das „Dealwise“-Projekt ist Teil der Bemühungen der ING Diba, auch im Non-Banking-Bereich Erträge zu erzielen und die Kundenbindung zu erhöhen. Ähnliche Angebote unterbreiten auch viele Sparkassen, die DKB oder auch der N26-Rivale Vivid Money.

Liebe Naga-Jungs, sagt mal, meint Ihr das eigentlich ernst? Der Reihe nach: Dass Ihr Angermayer ins Boot geholt habt (dgap vom 16.9) – Glückwunsch. Dass Ihr letzte Woche bereits das nächste Funding verkündet habt (dgap vom 22.11.) – fair enough. Dass Ihr jetzt auch Payment beherrscht (dgap vom 3.11.) – aber klar doch. Dass Ihr neben all den anderen Sachen, die Ihr so macht, on top jetzt „Software as a Service“ anbietet? (dgap vom 22.11.) – wenn’s so ist, dann ist’s so. Dass Eure Geschäftszahlen durch die Decke, durch die Decke, durch die Decke gehen (sechs verschiedene dgap-Mitteilung mit diesem Tenor seit Mitte Juni) – okay. ABER: Eure gestrige dgap-Depesche, derzufolge Ihr für 2022 einen IPO an der Nasdaq plant – sorry, da geht’s uns wie mit dem Pferd vor der Apotheke: Das wollen wir erst mal mit eigenen Augen sehen. Und dann berichten wir drüber …

… Apropos Naga: Hierzulande ist das Hamburger Fintech (Geschäftsmodell: irgendwas mit Trading) ja schon börsennotiert. Und so haben die Hanseaten ihren Aktionären gestern nicht nur das Nasdaq-Listing avisiert, sondern auch eine Verdopplung des Umsatzes auf 95-105 Mio. Euro in 2022. Und, klar: Das Konzernergebnis soll ebenfalls explodieren. Eher beiläufig wies Naga übrigens darauf hin, die „direkten Geschäftsbeziehungen in Bezug auf regulierte Aktivitäten zu den im Vereinigten Königreich ansässigen Kunden“ würden per Dezember beendet. Eine Begründung für diesen Schritt wurde nicht geliefert.

News

Exklusiv: Die Sparda-Bank Hamburg hat völlig unvermittelt ihren Vorstandschef abberufen (Finanz-Szene.de) +++ In Anlehnung an das, was wir weiter oben schon schrieben: Der BGH hat gestern Zinsklauseln in Sparverträgen der Sparkassen Zwickau und Erzgebirge für ungültig erklärt (Süddeutsche) +++ Der hierzulande sehr umtriebige, allerdings bislang auf den Online-Handel spezialisierte Payment Service Provider Stripe hat angekündigt, in Zukunft auch POS-Terminals anzubieten +++ Der Berliner Finanzinvestor Greenfield One hat mit 135 Mio. Euro den bisher größten europäischen Krypto-Fonds aufgelegt; unter den Geldgebern ist auch Commerz Ventures, also der VC-Spezialist der Commerzbank (MM)

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