News des Tages

26/04/22: Norisbank gibt USP auf, N26 sagt Sorry, Bafin moppert gegen Quirin

25. April 2022

Von Christian Kirchner und Heinz-Roger-Dohms

Die Norisbank knüpft die Gebührenfreiheit ihres Girokontos ab Juli auch bei ihren rund 570.000 Bestandskunden an einen monatlichen Geldeingang von 500 Euro – ansonsten werden 3,90 Euro pro Monat fällig (also genau die Änderung, die Anfang letzten Jahres schon bei Neukunden eingeflogen worden war). Dazu drei Anmerkungen unsererseits: 1.) Zunächst einmal ist die Änderung wenig erstaunlich, weil Wettbewerber wie die ING Diba oder die Comdirect die Dinge ja genauso handhaben; 2.) Im Falle der Norisbank stellt sich dennoch die Frage, worin sie denn jetzt überhaupt noch ihr Alleinstellungsmerkmal sieht; und 3.) Angesichts ihrer enorm hohen Kundenfluktuation (siehe hier) dürfte die Deutsche-Bank-Tochter recht viele “Kontohopper” im Bestand haben, an denen sie nichts verdient. Vielleicht lautet das Kalkül, dass diese Kunden entweder endlich mal gehen – oder endlich mal ein bisschen Ertrag abwerfen.

News

N26 hat eingeräumt, dass es bei der jüngsten, mit Anti-Geldwäsche-Maßnahmen begründeten Welle von Kontosperrungen zu Fehlern gekommen ist … +++ Leider sei “eine Reihe von Konten fälschlicherweise geschlossen worden“, schrieb der Co-Chef der Berliner Neobank, Maximilian Tayenthal, in einem Blogpost. Er wolle sich bei den betroffenen Kunden “aufrichtig entschuldigen” (HB/Paywall) +++ Nach N26, Solarisbank und IBB knöpft sich die Bafin ein weiteres Berliner Geldinstitut vor – nämlich die Quirin Bank … +++ … Diese habe die “Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation” nicht erfüllt. Folge: ein 2%iger Aufschlag beim geforderten Eigenkapital (Mitteilung) +++ Das Bankhaus Metzler hebt seine Corona-Sonderregeln auf und will in der Belegschaft wieder eine “Präsenzkultur” etablieren, wie Personalchef Lukas Köhler gegenüber Bloomberg erklärte. Die Quote für “mobiles Arbeiten” (vulgo: Home-Office) solle auf 20% bis allenfalls 40% begrenzt werden +++ Die Deutsche Bank hat, wie im Januar angekündigt, eigene Aktien im Wert von gut 300 Mio. Euro zurückgekauft – und dabei im Schnitt 11,31 Euro je Anteilsschein bezahlt. Zur Einordnung: Der Schlusskurs gestern lag bei 10,39 Euro (dpa, via Zeit) +++ Die deutschen Pfandbriefbanken haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Pfandbriefe im Volumen von 64,7 Mrd. Euro emittiert – ein Plus von gut 8% im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 (Mitteilung)

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