News des Tages

27/04/22: Die Flatex-Zahlen, Neue Top-Frau beim BdB, Metzlers neuer Aufsichtsrat

26. April 2022

Von Heinz-Roger Dohms und Georgia Hädicke

Wussten Sie schon, dass aus dem zweitbesten Quartalsergebnis der Firmenhistorie das Beste wird, wenn man die Firmenhistorie um das eigentlich beste Quartal bereinigt? Genau das hat nämlich Flatex Degiro gestern gemacht. Wir zitieren die Headline der um 17:45 Uhr versandten Ad-hoc: “Flatex Degiro mit stärkstem Quartal der Unternehmensgeschichte nach ‘Meme Stock Mania’ in Q1 2021.” Was man der Fairness halber hinzufügen muss: Die Zahlen sind (wenn man sie nicht mit dem Meme-Stock-Quartal vergleicht, was wir aber natürlich tun) tatsächlich schwer in Ordnung. Grob 150.000 gewonnene Neukunden netto (vs. grob 360.000); 21,9 Mio. Transaktionen (vs. 33,6 Mio.); und 54,4 Mio. Euro bereinigtes Ebitda (vs. 73,1 Mio. Euro). Das passt so weit alles. Zumal: In den vier Quartalen seit dem Meme-Stock-Quartal hat Flatex Degiro mit imposanter Stetigkeit aggregiert rund 600.000 Kunden akquiriert. Das spricht für eine gewisse Nachhaltigkeit des Modells.

PR-Beraterin Peucker wird neue BdB-Vizechefin: Der private Bankenverband stellt nach der Auflösung seiner Doppelspitze (der Co-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid war ja Anfang des Jahres überraschend ausgeschieden) seine Geschäftsführung neu auf. Unterhalb des verbliebenen HGFs Christian Ossig installiert der BdB eine vierköpfige Führungsriege, die zu drei Vierteln intern und entlang bisheriger Zuständigkeiten besetzt wird: “Kunden und Märkte”: Miye Kohlhase; “Bankenaufsicht und Einlagensicherung”: Hilmar Zettler; “Organisation und Kommunikation”: Oliver Santen. Einzig neu ist die Vierte im Bunde – nämlich: Henriette Peucker, frühere Deutsche-Börse-Lobbyistin und zuletzt zwölf Jahre lang Partnerin bei der PR-Agentur Finsbury Glover Hering (also das, was früher mal Hering Schuppener war). Sie wird von August an den Bereich “Politik und Innovation” verantworten und obendrein als Stellvertreterin Ossigs firmieren.

News

Exklusiv: Das Bankhaus Metzler erweitert im Zuge seiner Umwandlung in eine Aktiengesellschaft den Aufsichtsrat von drei auf neun Mitglieder … +++ … Während die meisten neuen Positionen mit bisherigen Beiräten besetzt werden (der Beirat als solcher wird abgeschafft), gibt es auch nach Informationen von Finanz-Szene auch einen externen Neuzugang – nämlich: Katrin Stark, frühere Commerzbankerin und inzwischen “Chief Operating Officer” beim Berliner Kassensystem-Fintech Orderbird … +++ … Ebenfalls interessant: Stellvertreter des alten und neuen AR-Chefs Christoph Schücking (Ex-Partner CMS Hasche Sigle) wird der ehemalige DZ-Bank-Vorstandschef Wolfgang Kirsch +++ Letzte Woche hatten wir uns ja gewundert, dass die Obotritia Capital – also eines der Investmentvehikel des Rolf Elgeti – ihre Zinszahlung ausgesetzt hat. Gestern Abend kam nun die Mitteilung, dass das Geld am 9. Mai fließen soll (dgap) +++ +++ Die britische Challenger-Bank Starling hat von Bestandsinvestoren wie Goldman Sachs weitere 130 Mio. Pfund erhalten – zu einer Pre-Money-Bewertung von nunmehr 2,5 Mrd. Pfund (Altfi) +++ Bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank sind die Verwaltungsaufwendungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um knackige 19% auf 90,0 Mio. Euro gestiegen; dank rückläufiger Risikovorsorge reichte es dennoch zu einem Jahresüberschuss von 34,5 Mio. Euro, ein Plus von 3% (Kennzahlen, PDF) +++ Die Berliner Kreditplattform Hypoport (“Europace”, “Dr. Klein”) hat ihren Umsatz im ersten Quartal um 25% auf 136 Mio. Euro gesteigert und das Ebit sogar um 35% auf 17 Mio. Euro verbessert (dgap) +++ Das neue Übernahmeangebot für die Aareal Bank läuft vier Wochen lang bis zum 24. Mai, wie das Bieterkonsortium um Advent und Centerbridge gestern mitteilte; die Mindestannahmequote liegt bei 60%, schon jetzt haben die Bieter nach eigenen Angaben fast 37% sicher (Reuters, via Wiwo) +++ Die Tarifverhandlungen für die gut 135.000 Beschäftigten der Genobanken haben begonnen. Die Gewerkschaft DBV fordert 6,1% mehr Lohn und eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine auf dann noch 38 Stunden (dpa, via Wiwo) +++ Die FMS Wertmanagement (also die Bad Bank der Hypo Real Estate) weist für 2021 einen Nettoüberschuss von 44 Mio. Euro aus; das Altlasten-Portfolio wurde um weitere 7,5 Mrd. Euro auf nun noch 54,1 Mrd. Euro zurückgefahren (Mitteilung) +++ Nach der Volksbank Kurpfalz bringt nun (wie neulich schon mal angedeutet) eine weitere Genobank ein eigenes Krypto-Angebot an den Start – nämlich die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte (Mitteilung) +++ Guter Start in die Quartalssaison: Die UBS hat von Januar bis März 2,1 Mrd. Dollar verdient (das beste Quartalsergebnis seit 2007), bei der Santander waren es 2,5 Mrd. Euro (Wiwodpa/ariva)

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