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29/10/21: Moody’s lobt unsere Banken, Baader-Erträge sinken, Dt. Bank regelt Homeoffice

29. Oktober 2021

Von Heinz Roger Dohms und Christian Kirchner

Moody’s hebt Ausblick für deutsche Banken von „negativ“ auf „stabil“: Dass es manchen Banken hierzulande deutlich besser geht, als es unsere eigene defätistische Berichterstattung bisweilen vermuten lässt, hatten wir zuletzt schon das ein oder andere mal hervorgehoben (siehe u.a. -> Deutschen Banken gelingt Ertragswende und -> Wieso machen ausgerechnet diese deutschen Banken jetzt Gewinn?). Ins gleiche Horn tuten jetzt die Damen und Herren von Moody’s. Tenor: 1.) Aus dem Kreditgeschäft drohen in den nächsten 12-18 Monaten keine bösen Überraschungen; und 2.) Momentan seien genug Gewinne da, um die Kapitalbedürfnisse zu decken. (via eMail)

News

Nachdem wir uns weiter oben über die alternative Eigenkapitalberechnung der Deutschen Bank so ein bisschen lustig gemacht haben, wollen wir dies hier fairerweise nicht verschweigen: Die Morgan-Stanley-Analystin Stoklosa (genau, das ist die Dame, die wir diese Woche schon gewürdigt haben …) hat gestern die nächste Laudatio auf die Blaubank angestimmt … +++ … Stoklosa schraubte ihr Kursziel auf 13,50 Euro (Kurs gestern: 11,10 Euro) und traut dem größten hiesigen Geldinstitut nämlich inzwischen einen unbereinigten RoE von 7% per 2022 zu +++ … Das wären zwar immer noch nicht ganz die angestrebten 8%. Aber so optimistisch hat sich unserer Erinnerung nach noch keine Research-Abteilung zum Renditeziel der Deutschen Bank geäußert +++ Und nochmal Deutsche Bank: Das Geldhaus hat sich – wie zunächst das HB exklusiv berichtet hat und dann offiziell mitgeteilt wurde – mit den Arbeitnehmervertretern auf künftige Home-Office-Regeln geeinigt. Diese sehen so aus, dass die Beschäftigten im Regelfall bis zu zwei Tage die Woche, in Ausnahmefällen auch drei Tage „mobil“ arbeiten dürfen. Zudem gibt’s einmalig 1.000 Euro (Handelsblatt/Paywall) +++ Und die Deutsche Bank zum Dritten bzw. sogar Vierten: Laut „Wirtschaftswoche“ moppert die Bafin wegen Mängeln bei der Berechnung und Anwendung des Euribor; den Frankfurter drohe ein Bußgeld +++ Die Baader Bank ist (genau wie bereits im zweiten Quartal) auch im dritten Quartal hinter ihren fulminanten Vorjahreszahlen zurückgeblieben. Reichte es seinerzeit auf Dreimonats-Sicht zu Erträgen von 43,7 Mio. Euro, so waren es diesmal lediglich 35,5 Mio. Euro, ein Abrieb von 19% (Mitteilung) +++ Die LBBW hat offiziell ihr Interesse an einer Übernahme des noch zur Landesbank Berlin gehörenden Immobilienfinanzierers Berlin Hyp bestätigt. „Der Prüfprozess läuft“, sagte Vorstandschef Neske beim Frankfurter Wirtschaftsjournalisten-Club (Stuttgarter Zeitung) +++ Das hochgewettete Berliner Kreditkarten-Fintech Moss (Firmenname: Nufin GmbH) expandiert erstmals über die deutschen Landesgrenzen hinaus – und zwar in die Niederlande +++ Die ING Groep – also die niederländischer Mutter der ING Diba – wickelt den 2018 für damals 360 Mio. Euro übernommen Bezahldienstleister Payvision ab. Schon letztes Jahr hatte die Oranje-Bank rund 190 Mio. Euro auf Payvision abschreiben müssen (Reuters)

Wochen-Snippets

  • In unseren „Rund um Produkt und Kunde“-Snippets geht es heute um die Frage, welche Krypto-Anbieter welche Spreads und Gebühren aufrufen. Außerdem: Auxmoney verabschiedet sich de facto vom Peer-to-Peer-Modell. Und: Digitale Vermögensverwaltung an der Supermarkt-Kasse. Voilà: Finanz-Szene.de
  • In unseren „Sparkassen und Genosektor“-Snippets vermelden wir mal wieder eine gescheiterte Fusion – diesmal zur Abwechslung bei den Genossen. Außerdem: Warum die Stadtsparkasse Oberhausen ihren Kunden pauschal rund 1 Mio. Euro überweist. Bitte sehr: Finanz-Szene.de

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