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30/03/21: Dt. Bank entgeht Hedge-Fonds-Schock, Scalable setzt auf Berlin, Coba/Google

30. März 2021

Wie tief steckt die Deutsche Bank mit drin??? Das ist ja immer noch die Frage, die man sich in solchen Situationen stellt. Die Situation diesmal: In den USA hat sich ein Hedge-Fonds namens Archegos im großen Stil mit Swaps und sogenannten Contracts for Differences (CFDs) verspekuliert, also mit kreditfinanzierten Hebelgeschäften. Offenbar war es so, dass Archegos vom jüngsten Kursverfall diverser Aktien kalt erwischt wurde und dann irgendwann die nötigen Nachschusspflichten nicht mehr stellen konnte, als die Kurse in die falsche Richtung liefen – was bei einigen Banken (namentlich: bei der Credit Suisse und bei Nomura) nun Verluste in Milliardenhöhe nach sich ziehen dürfte. Die Deutsche Bank? Hatte ihr Aktien-Geschäft mit Hedge-Fonds eigentlich schon 2019 an die BNP Paribas verkauft. Abgeschlossen ist der Deal aber noch immer nicht. Weshalb die Börse das Institut zunächst in Mithaftung nahm, um bis zu 6,3% rutschte die Aktie im Laufe des gestrigen Vormittags ins Minus. Später kam Entwarnung: Die Deutsche Bank erwartet nach eigener Aussage keine Verluste. Nochmal Glück gehabt. Oder muss man mittlerweile (Wirecard, Greensill, Archegos … – und immer erwischt’s die anderen) von Können sprechen?

  • Wie die „Blocktrades“ genannten Geschäfte funktionierten (Cash)
  • Die Spur der Verluste (Bloomberg)
  • Die betroffenen Banken (FAZ)
  • Die Parallelen zum LTCM-Desaster 1998 (Süddeutsche)
  • Die Rolle der Deutschen Bank (Bloomberg)

News

Die Commerzbank will die Zusammenarbeit mit Google Cloud intensivieren. Als ein Beispiel für gemeinsame Projekte wird die „digitale Kontenanalyse“ genannt (Mitteilung) +++ Der Bankenverband will als Konsequenz aus dem Greensill-Bank-Debakel die freiwillige Einlagensicherung reformieren und unter anderem öffentliche Gläubiger noch entschiedener vom Einlagenschutz ausnehmen … +++ … Zudem kündigte BdB-Geschäftsführer Ossig im Interview mit der Börsen-Zeitung an, auch die Rolle des hauseigenen Prüfungsverbands untersuchen zu wollen. Man könne  jetzt „nicht einfach zur Tagesordnung zurückkehren“ +++ Der in München ansässige Robo-Marktführer Scalable Capital gründet eine Berliner Dependance, um dortigen „Tech-Talenten“ einen „Anlaufpunkt zu bieten“, wie Gründer Erik Podzuweit in einer uns vorab zur Verfügung gestellten Mitteilung zitiert wird … +++ … Dem künftigen Berliner Team wird auch Ina Froehner angehören, bislang Kommunikationschefin bei Finleap. Als „Head of Communications“ werde sie „Teil des erweiterten Managements“ von Scalable +++ Visa wagt sich weiter ins Kryptogeschäft vor und will künftig auch Zahlungen mit der Digitalwährung „USD Coin“ ermöglichen (Business Insider)

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