Genosektor-Ticker

Sämtliche Genosektor-News aus dem März 2024

In unserem Geno-Ticker verfolgen wir Volks- und Raiffeisenbanken genauso wie PSD- und Sparda-Banken, die DZ-Bank-Gruppe genauso wie die Atruvia.

Hier unser Ticker für den März 2024:

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„Maverick“-Bank tagt bis 4 Uhr +++ Revolte abgewendet +++ 280 Mio. € Finanzbedarf

Es roch nach Revolution am Abend des 26. März in Erfurt, wohin man die Generalversammlung der Skandal-Volksbank aus Schmalkalden sicherheitshalber verlegt hatte. Als das Eigentümertreffen um 18 Uhr starten sollte, standen die Menschen vor dem Eingang der Messehalle noch immer in einer langen Schlange (wie Bilder in der Lokalpresse zeigen). Und als gegen 20 Uhr der vielleicht wichtigste Tagesordnungspunkt (Wahl des Versammlungsleiters) verhandelt wurde – da schien es tatsächlich möglich, dass sich die Mitglieder auf die Seite der sogenannten „Geno-Rebellen“ schlagen. Was in der Konsequenz mutmaßlich bedeutet hätte, dass der Sanierungsplan von BVR und Bafin durchkreuzt worden wäre. Ob es dann wirklich so kam, lesen Sie hier: FS Premium

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Kurz getickert

  • Die Zinswende verschafft auch einer Problembank wie der Sparda West für den Moment wieder etwas Luft: Dank eines deutlich höheren Zinsüberschusses (+39% auf 159 Mio. Euro) verbesserte sich das Betriebsergebnis nach Bewertung signifikant auf 43 Mio. Euro – gemessen an der Bilanzsumme ein Wert von 0,27%. Dass der Gewinn nicht noch höher ausfiel, lag an den trotz schrumpfender Belegschaft weiterhin stark steigenden Kosten (+13% auf 179 Mio. Euro); der Vorstand begründete dies mit Vorbereitungen auf den IT-Wechsel zur Atruvia (siehe hier). Weiter abwärts ging es bei Kunden (–2% auf 640.000) und Mitgliedern (–3% auf 543.000).
  • Die Awado-Gruppe (eine Art Multi-Dienstleister der genossenschaftlichen Bankengruppe) übernimmt die in Hannover ansässige HmcS – einen Spezialisten für  Kredit- und Immobilienmanagement mit zuletzt rund 100 Mitarbeitern und rund 11 Mio. Euro Umsatz.
  • Die Apobank verlängert den Vertrag mit dem seit 2022 amtierenden Vorstandschef Matthias Schellenberg bis 2029.
  • Die DZ Bank macht Stefan Beismann, bislang Vorstand der Sparkasse Heidelberg (und davor bereits lange für das genossenschaftliche Zentralinstitut tätig), zum Leiter ihres Firmenkunden-Zentralbereichs.

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Berliner Volksbank hebt Risikovorsorge für Kredite signifikant an

Zwar hat die Zinswende auch der Berliner Volksbank einen fulminanten Anstieg ihres Betriebsergebnisses vor Bewertung beschert (+38% auf 246 Mio. Euro = 1,37% der DBS) – zugleich bildete die größte deutsche Volksbank allerdings auffällig viel Risikovorsorge, nämlich 48 Mio. Euro (nach zuvor 5,1 Mio. Euro), was gemessen am Kreditbuch von 12 Mrd. Euro satten 40 Basispunkten entspricht. Vorstand Daniel Keller führte zur Begründung „unsichere wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen“ an, alles in allem bewege man sich aber immer noch „auf normalem Niveau“. Darüber hinaus schrieben die Berliner 11 Mio. Euro auf Beteiligungen ab, wozu unter anderem auch die Einstellung des hauseigenen Vorfinanzierungs-Fintechs VAI Trade beigetragen hat.

Freilich: Die negativen Effekte wurde ohnehin mehr als wettgemacht durch den stark gestiegenen Zinsüberschuss (plus 37% auf 394 Mio. Euro) und Wertaufholungen im „Depot A“. Letztere sorgten im  Anlagebestand für ein positives Bewertungsergebnis von 26 Mio. Euro (nach minus 60 Mio. Euro im Vorjahr). Dagegen war das Provisionsergebnis das zweite Jahr in Folge leicht rückläufig (minus 2% auf 122 Mio. Euro) – was Vorstandschef Carsten Jung zufolge wesentlich an einem Rückgang vermittelter Wohnbau- und Ratenkredite lag. Unterm Strich stand ein exakt doppelt so hohes operatives Ergebnis (224 Mio. Euro) wie im Vorjahr. Hiervon sollen 113 Mio. Euro in die 340g-Rücklage eingestellt werden. Zudem will der Vorstand zuzüglich zu den 3% Dividende nochmal 1% Bonus an die 224.500 Mitglieder ausschütten (gegen den Trend im Genosektor verzeichnet die Berliner Volksbank tatsächlich Nettozuwächse bei ihren Mitgliederzahlen).

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Kurz getickert

  • Die Verbundvolksbank OWL (das Kürzel steht für „Ostwestfalen-Lippe“) reiht sich ein in die Phalanx großer genossenschaftlicher Primärinstitute, die ihr Ergebnis im Zuge der Zinswende zwar gesteigert haben – aber nicht so stark, wie man das von den meisten Sparkassen kennt (siehe hierzu unsere Analyse -> „Warum sind die Sparkassen plötzlich viel, viel profitabler als die Volksbanken?“). Der Zinsüberschuss stieg um 16% auf 182 Mio. Euro, das Betriebsergebnis vor Bewertung um 32% auf 119 Mio. Euro – gemessen an der DBS entsprach das einem Wert von 0,99%.

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Neuer Vorstand der „Maverick“-Volksbank bangt um Sanierungskurs 

Die Führung der „Maverick-Volksbank“ in Bad Salzungen Schmalkalden ruft die Mitglieder mit drastischen Worten dazu auf, den ausgearbeiteten Sanierungskurs für das schlingernde Genoinstitut bei der außerordentlichen Generalversammlung zu unterstützen. Die Bank müsse aufgrund der hohen Verluste „einen Sanierungsvertrag mit der Sicherungseinrichtung des BVR abschließen, um ihren Fortbestand sichern zu können“, heißt es in dem Finanz-Szene vorliegenden Schreiben des Volksbank-Vorstands unter der Leitung des Bafin-Sonderbeauftragten Christian Gervais. Demnach gefährden die „aktuellen Entwicklungen“ die künftige Zusammenarbeit mit der Sicherungseinrichtung.

Hinter jenen „aktuellen Entwicklungen“ verbirgt sich folgende Gemengelage: Am kommenden Dienstag steigt in Erfurt bekanntermaßen die mit Spannung erwartete Mitgliederversammlung der thüringischen Skandal-Bank, die für ihre Sanierung – so jedenfalls legen es unbestätigte Informationen aus dem Mitgliederkreis nahe (siehe hier) – Garantien von knapp einer Viertelmilliarde Euro braucht. Dagegen gibt es unter den Mitgliedern allerdings eine interne Opposition. Diese will nun, wie aus dem Schreiben hervorgeht, in mehreren Tagesordnungs-Punkten gegen das Sanierungskonzept mobil machen – unter anderem mit der Neuwahl von Versammlungsleiter und Aufsichtsrat sowie durch die Kopplung von Immobilientransaktionen über mehr als 10 Mio. Euro (welche bereits Bestandteil des Restrukturierungsplans sind) an das Plenum der Generalversammlung.

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Kurz getickert

  • Die Evangelische Bank kontert mit einer stark angestiegenen Gesamtkapitalquote (+310 bp auf 17,3%) den jüngsten Bafin-Rüffel. Hierin noch gar nicht eingerechnet: Für 2023 weist das Kircheninstitut ein zinsgetrieben deutlich höheres Betriebsergebnis von 58 Mio. Euro (+30%) aus. Mit dem hieraus resultierenden Jahresüberschuss soll das Eigenkapital nun weiter gestärkt werden.
  • Bei den bayerischen VR-Banken hat sich das Betriebsergebnis im vergangenen Jahr trotz Zinswende nur leicht verbessert – nämlich auf 2,1 Mrd. Euro. Grund: Wegen eines Runs auf Termingelder sei das Zinsergebnis gerade mal um 14% gestiegen

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Der pikante Payment-Vorstoß der Magerkurth-Volksbank

Die umtriebige „Magerkurth-Volksbank“ (also die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank aus Reinheim) wagt den Vorstoß in den Payment-Markt – und zwar mit einem hauseigenen Payment Service Provider namens „Vobapay“. Dabei handelt es sich nach Angaben des Instituts um einen plattform-basierten Dienstleister für „innovative Omnichannel-Payment-Lösungen für Unternehmen und den öffentlichen Sektor“. Erste Partner im Setup sind der Plattform-Anbieter Computop (der wird unten nochmal wichtig) sowie die beiden „Buy Now Pay Later“-Fintechs Mondu (spezialisiert auf B2B-BNPL) und Payla (spezialisiert auf B2C-BNPL). Sowohl Mondu als auch Payla hatten in der Vergangenheit schon Refinanzierungslinien von der „Magerkurth-Volksbank“ erhalten (hier übrigens unser Themen-Dossier zu diesem durch und durch non-konformistischen Geno-Institut). Man kennt sich also, wenn auch aus leicht anderem Kontext…

Etwas pikant an alldem ist nun, dass der genossenschaftliche Sektor bekanntlich bereits einen eigenen PSP hat, nämlich die DZ-Bank-Tochter VR Payment. Und eigentlich wollte die DZ Bank ja letztes Jahr Computop (also den neuen „Magerkurth-Bank“-Partner) kaufen, um ihn dann mit der VR Payment zu verschmelzen (woraus aber dann nichts wurde, siehe hier). Geht die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank aus Reinheim also jetzt in Konkurrenz zur großen DZ Bank? Aber nein, erklärte Vobapay-Geschäftsführer Ralf Linden gestern auf Anfrage. Man selber konzentriere sich auf Großkunden (etwa Handelsunternehmen mit einem jährlichen Transaktionsvolumen ab 10 Mio. Euro) oder auch kommunale Verwaltungen – ein anderes Segment als das, was die VR Payment bedient. Diese bleibe deshalb auch weiterhin Partner des eigenen Instituts und Leistungen der Gruppe würden „selbstverständlich berücksichtigt“, wenn es um das passende Leistungsangebot für die Kunden gehe.

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Bis zu 18% Plus: Die Sparkassen und Volksbanken im Kosten-Check

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Kurz getickert

  • Sparkassen und Genobanken teilen sich mittlerweile rund 430 Geldautomaten-Standorte, zeigt eine Umfrage des „HB“ (Paywall) – gemessen an allen SB-Standorten der Sparkassen entspreche das etwa 10%. Besonders ausgeprägt sei der Trend im Verbandsgebiet Westfalen-Lippe (24%).
  • Die Evangelische Bank muss künftig mehr Eigenmittel vorhalten. Hintergrund: Laut Bafin ergab eine Sonderprüfung, dass die Kirchenbank in manchen Bereichen „gegen die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation“ verstoßen habe. (Mitteilung)

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Berliner Volksbank und Offenburger „Gestalterbank“ weiter in M&A-Laune

Die Berliner Volksbank bleibt nach der Übernahme der „ABK Allgemeine Beamten Bank“ auch weiterhin in M&A-Laune. So hat sich die nach Bilanzsumme lange Zeit größte deutsche Volksbank am 2018 gegründeten Photovoltaik-Startup „Auxsolar“ beteiligt, wie unser Recherche-Partner „Startupdetector“ in den Tiefen des Handelsregisters entdeckt hat. Die Hauptstadt-Genossen halten demnach nun gut 14% an dem Jung-Unternehmen – wie viel Geld dabei geflossen ist, geht aus den Registereinträgen nicht hervor.

Neben der Berliner Volksbank hat dieser Tage auch die drittgrößte deutsche Volksbank, nämlich die Offenburger „Gestalterbank“, eine M&A-Transaktion vollzogen – und zwar im Payment-Bereich (was insofern nicht überrascht, als sich ja auch schon das Vorgänger-Institut „Volksbank in der Ortenau“ auf genau dieses Feld spezialisiert hatte). Konkret vermeldet wird die Übernahme der Berliner „your Payment GmbH“, die E-Commerce-Lösungen im Bereich des Forderungs-Managements anbietet. Nur zur Erinnerung: Erst vor einem Jahr hatte die „Gestalterbank“ eine andere andere Payment-Tochter abgestoßen, siehe unsere damalige Recherche.

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Erstmals überhaupt (angeblich) begibt eine Volksbank einen Pfandbrief

Als nach eigener Aussage erste Volksbank überhaupt refinanziert sich die Volksbank Freiburg (Bilanzsumme: 4,0 Mrd. Euro) jetzt über Pfandbriefe. Wie das Institut gegenüber der „Badischen Zeitung“ mitteilte, sind die ersten beiden Pfandbriefe in Höhe von zusammen 30 Mio. Euro dieser Tage erfolgreich emittiert worden. „Das ist ein großer Erfolg und macht uns sehr stolz, sagte Vorstand Stephan Heinisch dem Blatt. Sein Institut habe insgesamt fünf Jahren auf den Status als Pfandbriefbank hingearbeitet – unter anderem, um die entsprechende Genehmigung von der Bafin zu erhalten. Ob die Freiburger wirklich die erste Volksbank sind, die jemals einen Pfandbrief, entzieht sich unserer Kenntnis. In der Tat finden sich in der Mitgliederliste des VdP keine anderen VR-Banken (wohl aber mehrere Sparda-Banken).

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Volksbanken: Ein Provisionswunder. Fast 11 Mrd. € Gewinn. Aber kaum neue Mitglieder

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Braucht die „Maverick-Volksbank“ viel höhere Garantien als bislang bekannt?

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Warum sind die Sparkassen plötzlich viel, viel profitabler als die Volksbanken?

Vor zwei Jahren vermeldeten wir an dieser Stelle einen „historischen Coup“. Damals hatten die genossenschaftlichen Primärbanken laut unseren Berechnungen erstmals mehr Gewinn erzielt als die Sparkassen: 7,7 Mrd. Euro verglichen mit 7,6 Mrd. Euro. Doch das war noch nicht alles. Denn bei tieferer Analyse zeigte sich: Die beiden Verbünde hatten sich nicht nur angenähert – die Verhältnisse waren sogar dramatisch gekippt. Tatsächlich arbeiteten die Volks- und Raiffeisenbanken am Ende der Niedrigzinsphase nämlich ungleich rentabler als die Sparkassen, siehe unser damaliges Stück –>  Sind die Volksbanken jetzt 1,5-mal so profitabel wie die Sparkassen?. Jedenfalls: Man muss sich den seinerzeitigen Shift noch mal in Erinnerung rufen, um zu ermessen, welch eklatante Trendwende sich in der aktuellen Bilanzsaison abzeichnet. Denn: Seit Wochen ist zwar fast immer, wenn irgendein Primärinstitut seine Zahlen präsentiert, unisono von einem „Rekordgewinn“ die Rede. Bei genauerer Betrachtung indes zeigt sich in den Ergebnissen eine riesige Spannbreite. Neben jenen Instituten, deren Gewinne steil ansteigen (und jenen, bei denen „steil“ sogar eine glatte Untertreibung wäre), gibt es nämlich auch solche, die ergebnistechnisch kaum vom Fleck kommen. Und auch wenn es für eine finale Bewertung noch zu früh ist: Könnte es sein, dass zwei Geschäftsjahre und eine Zinswende ausgereicht haben, um die Verhältnisse zwischen Sparkassen und Volksbanken abermals dramatisch zu verkehren – allerdings diesmal zugunsten der „Roten“? Unser Deep Dive: FS Premium

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„Edis“-Debatte wandert in die nächste Legislaturperiode

Im Dauerstreit um eine gemeinsame europäische Einlagensicherung (im Fachjargon „Edis“ genannt) haben Sparkassen und Genossen einen Etappensieg errungen. So thematisiert der zuständige Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, in einem dieser Tage fertiggestellten Entwurf zwar eine mögliche Ausgestaltung von „Edis“. Dabei beschränkt er sich allerdings auf die Frage, wie die nationalen Sicherungen bei Liquiditätsengpässen durch ein europäisches System unterstützt werden könnten. Die Gretchenfrage einer Vergemeinschaftung klammert Karas aus – was der DSGV in einer ersten Stellungnahme gestern Abend dahingehend deutete, dass die Institutssicherungen der Sparkassen und Volksbanken aus dem Anwendungskreis von „Edis“ ausgenommen werden. Vermutlich ist das ein bisschen überinterpretiert. Was sich mit Blick auf das Karas-Papier allerdings sagen lässt: Angesichts der EP-Wahl im Juni und der im Herbst auslaufenden Amtszeit der aktuellen EU-Kommission dürfte das Thema „Edis“ in diesem Jahr nicht mehr wirklich heiß werden.

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Die drei Schwergewichte (und ein paar Leichtgewichte) der DZ Bank

Wenn man so will, dann hat die DZ Bank am 29. Februar nicht nur ein Rekordergebnis präsentiert. Sondern gleich zwei. Zum einen auf Konzernebene, wo (wie im Vorfeld bereits spekuliert) mit einem Gewinn von 3,2 Mrd. Euro der bisherige Bestwert aus dem Geschäftsjahr 2021 tatsächlich überboten wurde. Und zum anderen auf Ebene des Verbundsinstituts. Denn: Auch die eigentliche Frankfurter DZ Bank mit ihrem Firmenkunden- und Kapitalmarktgeschäft hat so viel Geld verdient wie nie zuvor –  etwas mehr als 1 Mrd. Euro nämlich. Nun ist es allerdings so, dass die R+V Versicherung ebenfalls einen Gewinn von gut 1 Mrd. Euro ausweist und die Union Investment (wie diese Woche bereits vermeldet) nur minimal darunter liegt. Was folglich bedeutet: Die drei genannten Entitäten stehen aggregiert für annähernd den kompletten Konzerngewinn. Und im Umkehrschluss: Dann kann es bei den übrigen DZ-Bank-Töchtern (oder zumindest bei einigen von ihnen) so überragend dann ja nicht gelaufen sein. Oder? Hier alle Einheiten in der Einzel-Betrachtung: FS Premium

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Kurz getickert

  • Die BB Bank, mit einer Bilanzsumme von 17,6 Mrd. Euro die drittgrößte genossenschaftliche Primärbank hierzulande, hat ihr Zinsergebnis im vergangenen Jahr um fast 50% auf 230 Mio. Euro hochgefahren. Trotz eines sinkenden Provisionsüberschusses (–5% auf 67 Mio. Euro) und gestiegener Verwaltungskosten (+10% auf 194 Mio. Euro) verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Bewertung entsprechend deutlich auf 1o1 Mio. Euro – gemessen an der durchschnittlichen Bilanzsumme ein Wert von 0,59%. Mitteilung (PDF)
  • Weitere Ungereimtheiten rund um die „Maverick-Volksbank“: Laut „Handelsblatt“ (Paywall) soll das thüringische Institut einen Immobilien-Kredit teilweise zweckentfremdet haben, um mit dem Geld „ein Problem in den eigenen Büchern zu lösen“.

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Berliner Volksbank übernimmt die ABK Allgemeine Beamten Bank

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Wussten Sie schon?

… dass sich die „Maverick“-Volksbank aus Schmalkalden von ihrem prominentesten Mitarbeiter trennt, Ex-Profifußballer Stefan Effenberg? Laut „HB“ (Paywall) hat die thüringische Genobank dem früheren Nationalspieler zum 1. April gekündigt – dieser wiederum habe eine Kündigungs-Schutzklage eingereicht.

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Viel Gewinn, wenig Momentum – das Zahlenwerk der Union Investment

 Wenn die DZ Bank am Donnerstag ihre Bilanz-PK abhält, wird die Frage nicht lauten, wie viel Gewinn sie im vergangenen Jahr erwirtschaftet hat (denn die Antwort kennt man schon: sehr viel!!) – sondern, wie viel genau: Etwas weniger als 3,1 Mrd. Euro (also der Rekord aus 2021)? Oder sogar etwas mehr (was dann ja, juchhu, ein neuer Rekord wäre)? Bekannt ist: Die Gewinnbeiträge von Teambank (81 Mio. Euro, siehe hier) und Schwäbisch-Hall (20 Mio. Euro) sind diesmal eher bescheiden ausgefallen – was aber kaum ins Gewicht fällt, weil die R+V Versicherung dank Kapitalanlage-Ergebnis (und trotz Benko) stark zugelegt und die Verbundbank dank Zinswende ohnehin performt haben dürfte. Und das dritte Schwergewicht, also die Union Investment? Die hat gestern schon geliefert! Wobei das üppige Betriebsergebnis nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass das vertriebliche Momentum zuletzt so ein bisschen verloren gegangen ist. Hier entlang: FS Premium

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Sämtliche Genosektor-News aus dem Februar 2024

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