Deep Dive

Welche Teile von Wirecard für welche Käufer infrage kommen

2. Juli 2020

Von Heinz-Roger Dohms

„Eine Vielzahl von Investoren aus aller Welt“ sei am Kerngeschäft oder an Teilbereichen von Wirecard interessiert – so hat es der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé diese Woche in formvollendetem Insolvenzverwalter-Deutsch gesagt. Als wir allerdings gestern einen dieser „Investoren aus aller Welt“  fragten, was genau an Wirecard denn eigentlich spannend sei – da kam zurück: „Dafür müssen wir erst einmal verstehen, was dieses Unternehmen eigentlich genau macht.“

Im ersten Moment mag dieser Satz schräg klingen. Tatsächlich trifft er allerdings den Kern der Sache. Denn: Obwohl als börsennotiertes Unternehmen eigentlich zu hoher Publizität verpflichtet, ist Wirecard in all den Jahren doch immer auch ein Stück weit eine Blackbox geblieben. Und zwar nicht nur, was das Asien-Geschäft anbelangt. Sondern auch, was den Rest betrifft.

Also: Was ist Wirecard eigentlich im Kern? Ein Acquirer? Ein Payment Service Provider? Ein Karten-Issuer? Oder ein Banking-as-a-Service-Provider? Und welche der diversen Wirecard-Gesellschaften macht was genau, welche Unternehmensteile sind werthaltig – und welcher Interessent könnte als Käufer für welche Sparten bzw. welches Business infrage kommen?

Versuch eines Überblicks:

1.) Die „Payment Service Providing“-Plattform

Wirecard wird (auch in unserer Berichterstattung) gerne als „Acquirer“ bezeichnet. Dabei sind die Aschheimer von Haus aus eigentlich ein „Payment Service Provider“ (PSP), also ein Unternehmen, das es (Online)-Händlern ermöglicht, den Kunden eine möglichst breite Palette an Bezahlmöglichkeiten anzubieten, von Paypal und Klarna und Giropay über Lastschrift und Rechnung bis hin zur Kreditkarte (bei der Kreditkarte kommt dann das „Acquiring“ ins Spiel, doch dazu gleich mehr).

In unserem Standardwerk „Wirecard macht rund viermal (!) so viel Marge wie Adyen – aber warum?“ hatten wir die Stärken moderner PSPs mal wie folgt umrissen:

„Waren in den Anfangsjahren des Onlinehandels vielleicht noch überwiegend individuelle Kundenlösungen gefragt, so verfügen sowohl Adyen als auch Wirecard heute über standardisierte Gateways und eine jeweils einheitliche Zahlungsplattform, die länderübergreifend alle Bezahlwege vereint und unterschiedlichste Bezahlarten zulässt. […] Diese Zahlungsplattformen sind das Key-Asset. [Wenn man sich] den Spaß erlaubt zu zählen, wie oft die Begriffe „Plattform“, „Zahlungsplattform“ bzw. „Softwareplattform“ im 2017er-Geschäftbericht von Wirecard vorkommen, [so stellt man fest]: 108-mal, davon 9-mal im Vorwort des Vorstandschefs.“

Nun weiß man ja inzwischen, dass man Wirecards Geschäftsberichte und die Vorworte des CEOs bisweilen lieber neben als auf die Goldwaage gelegt hätte. Trotzdem halten Branchenkenner die PSP-Plattform von Wirecard tatsächlich für ein werthaltiges (und vielleicht sogar: für das werthaltigste) Asset.

Wirft man die Frage auf, wer sich für die Plattform interessieren könnte, so fallen einem zunächst einmal Wettbewerber wie Datatrans oder Computop ein. Und ja: Die werden  sich die Chance, im Zuge einer Due Diligence mal von innen in die Wirecard-Plattform zu gucken, womöglich nicht entgehen lassen. Trotzdem bleibt die Frage: Müssen solche Player kaufen, was sie selbst schon mehr oder weniger haben?

Womit wir bei Heidelpay wären (also bei dem aggressiv wachsenden und angeblich mit rund 1 Mrd. Euro bewerteten Zahlungsdienstleister aus Heidelberg, hinter dem der US-Finanzinvestor KKR steht). Denn: Auch Heidelpay ist zwar ein Payment Service Provider. Allerdings bislang mit ganz klarem Fokus auf den stationären Handel. Durch die Übernahme der Wirecard-Plattform könnte Heidelpay auf einen Schlag auch zu einem ernstzunehmenden Player im E-Commerce aufsteigen.

Ein ähnliches Kalkül (also: etwas kaufen, was man selber noch nicht hat) darf man auch bei dem ein anderen anderen mehr oder wenigen reinen Acquirer oder bei dem ein oder anderen mehr oder weniger reinen Acquiring-Processor vermuten. Von wegen Verlängerung der Wertschöpfungskette und so. Und natürlich käme als Käufer (aber das ist eine Binse, zumal im Payment-Markt) auch ein Finanzinvestor infrage. Also einer, der irgendwelche Buy&Build-Pläne in der Schublade hat und auf eine Chance wie diese nur gewartet hat.

2.) Das „Merchant“- bzw. Acquiring-Geschäft

So, jetzt aber zum Acquiring. Und auch hier eine kleine Definition:

Acquiring ist Kredikarten-Akzeptanzgeschäft im Auftrag von (Online)-Shops. Wenn ich als Kunde in einem Online-Shop mit meiner Kreditkarte einkaufe, dann geht das Geld von Visa bzw. Mastercard zunächst zu Wirecard und erst von dort mit Verzug und abzüglich einer kleinen Gebühr zum Online-Shop (=Merchant). Wirecard garantiert als Acquirer, dass ich (bzw. meine Bank bzw. Visa) bei Nichtlieferung des Guts mein Geld zurückerhalte. Falls der Shop z.B. zwischenzeitlich pleitegeht, haftet Wirecard für den Ausfall. Für das Tragen dieses Risikos fließt eine Gebühr.

Vereinfacht gesagt bestand das Kerngeschäft von Wirecard darin, möglichst viele Händler zu gewinnen, für die man – ausgestattet mit den entsprechenden Lizenzen von Visa und Mastercard – genau dieses Acquiring betreiben konnte (wobei die Übergänge zwischen dem Betrieb der Payment-Plattform und dem Kreditkarten-Akzeptanzgeschäft fließend waren bzw. sind).

Unter Berufung auf interne Unterlagen hat die „Financial Times“ diese Woche einen Einblick in die mutmaßlich wahren Größenordnungen des Merchant-Geschäfts gegeben. Demnach kam Wirecard per Herbst 2017 auf rund 107.000 (zumeist kleine) Kunden – was knapp die Hälfte dessen wäre, was damals nach außen kommuniziert wurde. Das Transaktionsvolumen soll bei 18 Mrd. Euro gelegen haben (Wirecard hatte damals von 37,9 Mrd. Euro gesprochen). Und der hieraus gezogene Umsatz habe bei 292 Mio. Euro (statt der verlautbarten 616 Mio. Euro) gelegen.

Nun klingen diese Zahlen, auch wenn sie merklich kleiner sind als stets kommuniziert, immer noch gewaltig. Und auf den ersten Blick erklären sie, warum jetzt als angebliche Interessenten die Namen großer europäischer Zahlungsdienstleister wie Nets oder Worldline ventiliert werden. Die Frage allerdings muss lauten: Ist dieses Business wirklich werthaltig? Hierzu ein paar Gedanken:

  • Wenn die Mutmaßungen über gigantische Fake-Umsätze stimmen, dann kann das reale Merchant-Geschäft kaum profitabel betrieben worden sein (denn Wirecards Kosten waren, nach allem, was man bislang weiß, grosso modo ja real)
  • Dem „FT“-Bericht zufolge entfiel im ersten Halbjahr 2017 rund die Hälfte des globalen Umsatzes auf nur rund 100 Kunden. Wenn nun aber das Aldi-Süd-Beispiel (siehe unser Scoop von heute Früh) Schule und sich gerade die großen Merchants im Zuge des Insolvenzverfahrens nach alternativen Acquirern umsehen sollten – dann besteht die Gefahr, dass die Substanz dieses Geschäfts endgültig ausgehöhlt wird
  • Wirecard hat (wenn wir das richtig erinnern) die Bedeutung hochmargigen High-Risk-Geschäfts und noch höhermargigen Schmuddelgeschäfts für die eigenen Umsätze immer herunterzuspielen versucht. Aus besagtem „FT“-Bericht geht nun aber hervor, dann zu den größten Kunden beispielsweise die Fluggesellschaft Wizz Air (Airlines sind klassischer High-Risk-Bereich) sowie die zypriotischen Online-Broker Rodeler und Hoch Capital (da geht’s dann so langsam in den Graubereich); extrem hohe Margen habe auch eine Gruppe von Pornoseiten-Anbietern eingetragen. Frage: Ist das die Art von Geschäft, um das sich die Nets und Wordlines dieser Welt reißen werden? Ganz zu schweigern von Anbietern, die unterer US-amerikanischer Flagge schippern.

3. Die Wirecard Bank AG

Mit der hauseigenen Bank schaffte es Wirecard Mitte der Nullerjahre, sich vom reinen E-Commerce-PSP zu einer Art Payment-Vollsortimenter (mit Acquiring und Issuing) weiterzuentwickeln. Tatsächlich läuft das europäische Acquiring-Geschäft (und laufen die damit verbundenen enormen Geldflüsse) bis heute über die Wirecard Bank AG.

Nun wollte Wirecard ja aber nicht nur Zahlungsdienstleister sein, sondern so etwas wie das Fintech aller Fintechs. Denn, nur zur Erinnerung: Wer stand mit seiner Bafin-Lizenz und seiner Whitelabel-Infrastruktur in den Anfangsjahren nochmal hinter N26? Genau: die Wirecard Bank.

Das allerdings ist auch schon wieder eine Weile her (N26 hat längst eine eigene Bafin-Lizenz), und nachdem wir letzthin schon mal gefragt hatten, wer denn eigentlich heutzutage die prominenten Banking-as-a-Service-Kunden der Wirecard Bank sind, so müssen wir heute gestehen: So richtig viel weiter sind wir bei der Beantwortung dieser Frage immer noch nicht. Ist am Ende die eher nicht weltberühmte Hamburger Varengold Bank der „BaaS“-Referenzkunde von Wirecard? (siehe neulich die Meldung, wonach Wirecard und Varengold eine „strategische Kooperation“ eingegangen sind)

Oder anders gewendet: Wo steht eine Wirecard Bank verglichen mit „BaaS“-Spezialisten wie der Solarisbank oder der Sutorbank? Wo ist das technologische Distinktionsmerkmal? Das Kernbanksystem, hören wir, komme von der genossenschaftlichen Fiducia & GAD. Was bei allem Respekt jetzt nicht nach ultramodern klingt. Leider haben wir diesen Punkt gestern nicht mehr klären können (die Kommunikationsabteilung von Wirecard war gestern Nachmittag für uns nicht zu erreichen) – aber gehen Sie doch mal diesen Weg hier mit uns (vom Desktop aus gedacht, mobil haben wir’s nicht ausprobiert):

  • Sie beginnen auf der ziemlich hipp und fintechmäßig aussehenden Startseite der Wirecard Bank AG
  • Dort klicken Sie oben rechts auf „eBanking“ und landen auf dieser Seite hier. Sieht immer noch hipp und fintechmäßig aus
  • Wenn Sie von dort aber nochmal auf den roten Button mit „EBANKING“ klicken, aber diesmal bitte nicht den Button oben rechte, wo „eBANKING“ mit kleinem „e“ geschrieben ist, sondern weiter unten, wo „EBANKING“ mit großem „E“ geschrieben ist, dann landen Sie in der eigentlichen Online-Banking-Maske der Wirecard Bank, und die sieht so aus

Na, merken Sie was? Das mutet dann plötzlich nicht gar nicht mehr hipp und fintechmäßig an. Sondern: Das sieht (Fiducia & GAD lässt grüßen) dann plötzlich aus wie bei unserer heimischen Volksbank.

Inklusive der beiden folgenden schöner Sätze:

  • „Willkommen in der Online-Filiale der Wirecard Bank AG“ (Frage: Gibt es denn bei der Wirecard Bank auch physische Filialen?)
  • Beim Einsatz mit Signaturkarte (VR-BankCard oder VR-NetWorld-Card) benötigen Sie zusätzlich einen Chipkartenleser und eine Software.“ (Frage: Kann es sein, dass die VR-BankCard oder VR-NetWorld-Card auch irgendwas mit „Volksbank“ zu tun haben?)

Nun ist das natürlich alles nicht verboten. Und natürlich kann es theoretisch sein, dass die Wirecard Bank für ihre eigenen B2C-Kunden wie eine umgemalte Volksbank daherkommt, während sie im sogenannten B2B2C-Business trotzdem cutting-edge ist.

Und doch beschleichen uns ganz leise Zweifel, ob das Jaffé’sche „Eine Vielzahl von Investoren aus aller Welt“ auch für die „BaaS“-Komponente der Wirecard Bank AG gilt. Oder anders gewendet: Wenn Solarisbank-Chef Folz diese Woche zumindest zwischen den Zeilen Interesse an Teilen der Wirecard Bank durchscheinen lässt – gilt das dann für die „Banking as a Service“-Teile oder doch eher für das, was man als „Payment as a Service“ beschreiben könnte (wobei wir damit nicht das Acquiring meinen, sondern eher das, was in Richtung Issuing  geht).

4.) Die Wirecard Card Solutions

So ganz haben wir, um ehrlich zu sein, noch nicht kapiert, was der Unterschied zwischen der deutschen Wirecard Bank AG und der britischen Wirecard Card Solutions ist. Wenn wir trotzdem tippen müssten, dann fiele der Tipp so aus:

Die Wirecard Bank (die eine Banklizenz ha) macht:

  • Acquiring
  • Issuing / „Payment as a Service“
  • Banking as a Service
  • Sie steht hinter der B2C-Marke Boon Planet (dazu weiter unten mehr)
  • Ein ganz klein wenig eigenes Endkundengeschäft betreibt sie /siehe oben) auch

Die Wirecard Card Solutions hingegen (die lediglich eine E-Money-Lizenz hat) macht nur:

  • Acquiring (oder gibt es dafür auf der Insel noch eine andere Tochter?)
  • Issuing / „Payment as a Service“

Das freilich, was wir hier etwas unbeholfen immer als „Issuing“ bzw. „Payment as a Service“ bezeichnen (wahrscheinlich reißen uns die Payment-Aficionados heute wieder wegen der Verwendung falscher Begrifflichkeiten den Kopf ab), scheint bei der Wirecard Card Solutions (WCS) ziemlich fett zu sein. Denn, nur zur Erinnerung: Als die britische Finanzaufsicht FCA die Wirecard Card Solutions letztes Wochende vorübergehend abklemmte, da gerieten etliche Karten-Fintechs da draußen (Curve, Givve, Spendit …) bzw. auch Banking-Fintechs wie Holvi, die ihre Kartenlösung über WCS laufen lassen/ließen, ganz schön ins Schleudern.

Ist die Wirecard Card Solutions am Ende werthaltiger als die Wirecard Bank? Keine Ahnung. Mag sein, dass man von den B2B-Kunden der Wirecard Bank auch nur deshalb weniger gehört hat diese Woche, weil diese eben nicht vorübergehend lahmgelegt wurde.

Conclusio?

  • Ja, im Issuing-Geschäft scheint Wirecard präsent zu sein
  • Aus Sicht reiner Payment Service Provider wie Heidelpay mögen Assets wie die Wirecard Bank oder die Wirecard Card Solutions allein schon wegen ihrer Lizenzen (Banklizenz, E-Money-Lizenz, Visa- bzw. Mastercard-Lizenz) einen Blick wert sein
  • Natürlich fällt einem (siehe oben) beim Thema Karten bzw. Issuing auch die Solarisbank ein. Beziehungsweise: Warum sollen sich klassische Banken, die stärker ins Kreditkartengeschäft vorstoßen wollen, sich solche Assets nicht auch mal ansehen?
  • Aber, erstens: Viel, was da z.B. über die WCS läuft, scheint ja in erster Linie Prepaid-Karten-Geschäft zu sein. Das gilt unter Branchenkennern nicht unbedingt als die lukrativste aller Aktivitäten; aus einem Prepaid-Kunden indes einen „richtigen“ Kreditkartenkunden zu machen oder gar einen Nutzer revolvierender Kreditkarten (also mit Zinskomponente) – das kann dauern
  • Aber, zweitens: Das Beispiel Curve diese Woche zeigte: Auch im Issuing besteht, ähnlich wie im Merchant-Bereich, die Gefahr rascher Absetzbewegungen

5. Der Vertrieb

Der Vertrieb von Wirecard wird uns von Branchenkennern als innovativ und gut beschrieben (wobei wird nicht ganz sicher sind, ob der „Vertrieb von Wirecard“ dasselbe ist wie die „Wirecard Global Sales GmbH“). Die Frage ist: Lassen sich solche Vertriebseinheiten im Zuge eines Insolvenzverfahrens wirklich als Assets verkaufen? Oder ist es nicht eher so, dass die richtig guten Leute bzw. die richtig guten Teams einfach direkt abgeworben werden?

6. Das (Acquiring-)Processing

Wenn wir es richtig verstehen, besteht das Acquiring genau genommen noch mal aus zwei Teildisziplinen, nämlich dem Acquiring im engeren Sinne (Merchant-Dienstleistungen) und der reinen und schnöden Zahlungsabwicklung, also dem Processing. Dieses Processing kann der Acquirer selbst machen, er kann es aber auch auslagern. Wenn wir es uns haben richtig erklären lassen, dann macht Wirecard dieses Processing (weitgehend) selber, aber nicht nur über eine, sondern mehrere Plattformen. Vom Wissen und vom Verständnis her begeben wir uns spätestens an dieser Stelle jetzt auf sehr dünnes Eis. Wir hörten noch: Könne sein, dass z.B. Worldline eher an diesem Processing als am eigentlichen Merchant-Geschäft interessiert sei. Warum – das haben wir schon nicht mehr kapiert.

Alles in allem freilich klang das, was uns erzählt und erklärte wurde, auch in diesem Bereich nicht so, als würde der Insolvenzverwalter da jetzt auf wahnsinnige Erlöse hoffen dürfen.

7. Boon Planet

Boon Planet ist das Endkunden-Mobile-Banking-Angebot der Wirecard Bank AG. In der Vergangenheit auch öfters mal bezeichnet als: der N26-Herausforderer von Wirecard.

Ob Boon Planet diesem Anspruch gerecht wird, wissen wir nicht (selber nutzen tun wir’s nicht). Aber nach allem, was man draußen so mitkriegt, ist Boon Planet nicht das Mobile Banking der Volksbanken, über das dann erst mal „Wirecard Bank“ gepinselt wird und darüber dann nochmal „Boon Planet“ – sondern: Es handelt sich, wenn wir richtig informiert sind, um ein eigenständiges, vernünftiges Produkt.

Wenn dem wirklich so sein sollte, dann könnte Boon Planet (vielleicht ja auch einem anderen Namen) also Mobile-Applikation ein durchaus interessantes Asset sein. Vielleicht für eine klassische Bank, die sich die Eigenentwicklung sparen will (geht ja, siehe Yomo, auch gern mal schief). Oder wiederum für die Sutorsbanken und Solarisbanken, wenn die sich auch mal B2C ausprobieren wollen. Oder vielleicht ja auch für irgendein Geldanlage-Fintech, das in Richtung Konto/Karte strebt.

8. Das USA-Geschäft

Von dem war diese Woche zu hören, es habe ich selber zum Verkauf gestellt. Mal simpel gedacht: Wirecard hat dieses Geschäft ja irgendwann vor 2-3 Jahren mal der Citigroup (es war die Citigroup, oder?) abgekauft. Warum sollte es nicht möglich sein, das Dingen jetzt (wenn auch vermutlich für weniger Geld) weiterzuverkaufen?

9: Das Asien-Geschäft

Zu dem drängt sich zunächst die Frage auf, ob es dieses Geschäft überhaupt gibt, ehe man über mögliche Käufer sinniert.

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