Research

Wie Apple Pay von den deutschen Banken umgesetzt wird

13. Dezember 2019

Von Hendrik Dahlhoff*

Ist Apple Pay eigentlich gleich Apple Pay? Und bieten alle Banken, die Apple Pay eingeführt haben, ihren Kunden tatsächlich das gleiche Produkt an?

Nein, natürlich nicht. Im Gegenteil: Die Unterschiede in der Umsetzung sind teils gewaltig. Während sich zum Beispiel die Deutsche Bank für eine tiefgreifende Lösung entschieden hat, begnügt sich die Comdirect mit einer Apple-Pay-Light-Version. Wer derweil wissen will, wie’s wirklich geht – der sollte sich mal anschauen, wie – nein, nicht wie N26 – sondern wie Revolut es macht.

Wobei: Das heißt nicht, dass die Lösung von N26 schlecht wäre. Und die der deutschen ING übrigens auch nicht. Hier der große „Wie unsere Banken Apple Pay umgesetzt haben“-Check:

Deutsche Bank

Kam wann? War von Tag 1 an dabei. Kein Wunder! Schließlich hatte die Deutsche Bank ihre Unterstützung von Apple Pay schon einen Tag, nachdem Apple-Chef Tim Cook den Deutschland-Start ankündigte, öffentlich gemacht. Erzeugte damit eine beträchtliche Signalwirkung nach außen.

Macht’s wie? Bemerkenswert war die Entscheidung, nicht auf die Girocard bzw. die Maestro-Karte zu bauen, sondern auf die („virtuelle“) Mastercard Debit – wohlgemerkt zu einer Zeit, als in anderen Banken noch die Girocard als Schlüssel zum Erfolg von Apple Pay galt. Dadurch verband die Deutsche Bank „das Beste aus zwei Welten“, wie es ihr Digitalo Michael Koch einmal ausgedrückt hat. Womit er vermutlich die Verknüpfung hierzulande beliebtesten Bezahlmethode („Debit“ wie bei der Girocard) mit der weltweiten Akzeptanz von Mastercard meinte. Zugleich machte die Deutsche Bank durch ihr Konstrukt der „virtuellen Karte“ Apple Pay auch jenen Kunden zugänglich, die lediglich eine Girocard zu ihrem Konto haben. Anders ausgedrückt erlag der Marktführer also nicht der Versuchung, diese Kunden ins eigene Kreditkartenportfolio zu drängen. Die „virtuelle Karte“ lässt sich ausschließlich auf Apple-Geräten verwenden und die Kartendaten bleiben verborgen.

Klappt wie?  Anfangs mussten Kunden die kostenfreie virtuelle Mastercard (hausintern „Deutsche Bank Mastercard Virtual“ genannt) in der DB Mobile Banking App beantragen. Die Ausstellung der Karte dauerten dann 1-2 Bankarbeitstage – was zu Kritik führte.  Daraufhin beschleunigte die Deutsche Bank den Prozess. Inzwischen wird die Karte sofort nach dem Klick und der Auswahl des Abrechnungskontos in der App bereitgestellt und kann sofort zu Apple Pay hinzugefügt werden. Im Test habe ich die virtuelle Mastercard Debit, die reguläre physische Mastercard Debit und eine Kreditkarte getestet. Vor allem bei den beiden Debitkarten zeigt sich gegenüber anderen Anbietern ein Nachteil: Die Umsätze bleiben bis zur Buchung einige Tage später verborgen, was die Übersicht auf dem Konto erschwert.

N26

Kam wann? War ebenfalls an Anfang an dabei. Was niemanden überraschte. Denn in Spanien und Frankreich (wo Apple Pay schon früher gestartet war) hatte N26 die neue Bezahllösung zu dem Zeitpunkt bereits umgesetzt.

Macht’s wie? N26 setze auf die Integration von Apple Pay in die eigene App gesetzt – räumte in den Karteneinstellungen allerdings auch die Möglichkeit ein, die Mastercard Debit direkt in die Apple Wallet zu schicken.

Klappt wie? Eigentlich ganz gut. Probleme bereitete die Challenger-Bank aber ausgerechnet ihren Premium-Kunden (die im N26-Jargon „Metal-Kunden“ genannt werden). Denn: Statt der edlen „Metal Card“ wurde in der Apple Wallet monatelang und fälschlicherweise die einfache N26-„Black“-Karte angezeigt. Eigentlich ein zu vernachlässigendes Detail. An dem sich aber viele User störten (exemplarisch eine von vielen Beschwerden auf Twitter). Und noch eine Detailkritik: Die Maestro-Karte lässt sich bis heute nicht bei Apple Pay hinterlegen, obwohl der britische Erzrivale Revolut oder die niederländische Fintech-Bank „Bunq“ (siehe jeweils weiter unten) dies ihren Kunden vom Start weg ermöglichten.

Comdirect

Kam wann? Die Ankündigung erst Monate nach der offiziellen Ankündigung, waren dafür gleich ab Beginn am Start.

Macht’s wie? Das Kartenportfolio der Comdirect ist ein sehr schlankes. Was erklären dürfte, warum Apple Pay bislang nur für die Visa-Kreditkarte und für die „Prepaid Visa“ unterstützt wird. Zudem können Kunden die Karten bislang nur direkt in der Wallet hinzufügen. Das wiederum erfordert die Einrichtung via SMS im Kundenkonto – sonst bleibt nur eine umständliche Freischaltung über die Hotline.

Klappt wie? Zahlungen mit Apple Pay führen leider zu keinen Umsatz-Vormerkungen im Online-Banking; und der Kunde bekommt auch von der Comdirect keine Mitteilung der Buchung auf sein Handy. In Zeiten von Echtzeit-Banking und Push ist das schade. Auf eine Debit-Lösung warten die Kunden (anders als beispielsweise, siehe oben, bei der Deutschen Bank) bis heute vergeblich. Das ist insofern bemerkenswert, als die Kreditkarte nicht an jeden Kunden ausgestellt wird und die Prepaid Visa mit Nachteilen in der Handhabung verbunden ist. Im Kundenforum hieß es im Dezember 2018, man arbeite an der Implementierung der VPay-Karte in Apple Pay. Ein Jahr später? Ist nichts dergleichen passiert. Es soll aber 2020 was kommen.

DKB

Kam wann? Lange Zeit gar nicht. Was die Marketing-Leute der DKB dazu veranlasste, sich für die Bespaßung der Twitter- bzw. Facebook-Community den Hashtag „#soon“ auszudenken. Zwischendurch konnte man auf die Idee kommen, ob es nicht „#never“ heißen sollte. Denn zwischen dem Deutschland-Start von Apple Pay und dem Apple-Pay-Start der DKB vergingen geschlagene rund sechs Monate.

Macht’s wie? Die Standardlösung ist die Hinterlegung der hauseigene Visa-Kreditkarte in der Apple Wallet. Die gleiche Möglichkeit haben Kunden allerdings auch mit der „Visa Tagesgeld“ (technisch eine virtuelle Kreditkarte auf Guthabenbasis).

Klappt wie? Einige Monate vor dem „Apple Pay“-Start hatte die DKB die Funktion „Card Control“ eingeführt, mit der Push-Benachrichtigungen sowie die Steuerung bzw. die Sperrung der Karte möglich sind. Dadurch bietet die zweitgrößte deutsche Direktbank ihre Apple-Pay-Nutzern eine eindeutig bessere Usability, als das zum Beispiel bei der Comdirect der Fall ist (weitere hübsche Tools sind das In-App Provisioning und die Freischaltung der Karte via der TAN2GO App).

Und sonst so? Inzwischen legt die DKB den Fokus darauf, auch ihr restliches Kartenportfolio mit Apple Pay kompatibel zu machen: So sind die bei Vielfliegern beliebten „Miles & More Mastercard“-Kreditkarten seit einigen Monaten ebenfalls Apple-Pay-fähig. Gerüchteweise soll es im nächsten Jahr zudem eine Lösung für die Debitkarte in der Wallet geben. Wann? #Soon.

ING Deutschland

Kam wann? Erst gar nicht. Hatte aber zwischenzeitlich gemerkt, dass das ein Fehler war. Teilte daher zum Deutschland-Start von Apple Pay mit, dass man selbst „in 2019“ loslegen werde. Brauchte dann aber noch bis Oktober.

Macht’s wie? Kurz vor dem Starttermin (nämlich im September) hatte die ING Änderungen an den AGB vorgenommen, um die standardmäßig ausgegebene „Visa Card“ von einer „Credit“ mit kurzer Abrechnungsdauer zu einer echten „Debit“ zu machen. Zumindest bei mir hatte das zur Folge, dass sich nach der Umstellung das Abrechnungsverhalten nicht veränderte. Genauso wie beispielsweise Deutsche Bank, N26 oder DKB setzt auch die deutsche ING auf die Integration der Apple Wallet in die eigene Banking-App.

Klappt wie? Die Umsätze tauchen bei der „ING Visa“ sofort im Banking auf und lassen eine umfassende und übersichtliche Echtzeitkontoführung zu. In den AGB hält sich die ING die Integration der Girocard/Maestro offen – und auch in den FAQ wird betont, mobiles Bezahlen sei „derzeit“ nur für die Visa Card möglich.

Und sonst so? Detailsache: Die Visa Card hat als einzige mir bekannte virtuelle Karte in Deutschland ein Design, das von dem der physischen Karte stark abweicht. Es hieß mal, dass Apple strenge Vorgaben bei der Abbildung der Karten mache. Nicht so bei der ING?

Consorsbank

Kam wann? Die Consorsbank gehörte wie die DKB zu den Nachzüglern, verzichtete auf „#soon“-Firlefanz, war dafür aber schon im April startklar.

Macht’s wie? Kunden könnte Apple Pay über die „Visa Debit“ (standardmäßig ausgegebene Karte zum Konto) und über die „Visa Gold“-Kreditkarte nutzen. Die Umsätze der Karten tauchen sofort im Online-Banking als Vormerkung auf. Über die Benachrichtigungen der Apple Wallet hinaus gibt es jedoch keine Push-Nachrichten.

Klappt wie? In einem ganz wichtigen Punkt hat die Consorsbank nachgebessert und bietet seinen Kunden seitdem einen großen Mehrwert: Die Karten müssen nicht erst beim Kunden eintreffen, sondern können nun sofort aus der App heraus in die Apple Wallet hinzugefügt werden. Dies verringert die Wartezeit bei Bestellung einer neuen Karte und bringt für den Kunden den positiven Effekt, dass er nahtlos mit der Nutzung der Karte beginnen kann.

Revolut

Kam wann? Kündigte die Einführung von Apple Pay früh an, brauchte dann jedoch noch Monate – und lieferte hierfür seltsame Ausreden (man habe „viele Kartendesigns, nicht nur eines wie andere Banken“).

Macht’s wie? Nach dem Stolperstart war die Einführung umso beeindruckender. Während zuvor Apple typischerweise immer nur einzelne Länder für Banken freigeschaltet hatte, wurde bei Revolut nahezu (bis auf einzelne Ausnahmen wie Österreich) jeder europäische Markt innerhalb weniger Tage mit Apple Pay versorgt – auch Deutschland.

Klappt wie? Revolut hat es geschafft, das gesamte Kartenportfolio verfügbar zu machen – also alle Kartendesigns passend einzubetten und Maestro, Visa und Mastercard gleichermaßen einzubinden. Ebenfalls klasse: Die Karten können der Apple Wallet nicht nur aus der App heraus hinzugefügt, sondern sogar die physische Karte ist ab der Bestellung (sobald unterwegs per Post) dann schon vorab in Apple Pay verfügbar.

VIMpay

Kam wann? War zum Start am 11. Dezember 2018 gleich mit dabei. Darum galt das Payment-Fintech schnell als Geheimtipp für alle, die Apple Pay nutzen wollten, obwohl ihre Hausbank noch kein Apple Pay anbietet.

Macht’s wie? Nach dem kurzen KYC und der Legitimation durch eine Überweisung vom eigenen Girokonto bekommt der Kunde eine kostenfreie Prepaid Mastercard und kann loslegen.

Klappt wie? Die Handhabung war äußerst unkompliziert, die Aufladung schnell erledigt, man konnte rasch loslegen. Bloß: Wenn die eigene Bank dann aber doch Apple Pay anbietet, stellt sich schnell die Frage, welchen Nutzen die VIMPay-Karte danach noch hat. Eventuell hilft die Prepaid Funktion als Budget oder die Umgehung von Fremdwährungsgebühren. Sinnvoll kann es in Kombination mit „Go“ (dem Bezahl-Armband) sein, oder aber auch für minderjährige Nutzer. Eine Lastschriftfunktion vom Konto hätte dem einen oder anderen sicherlich gut gefallen (was übrigens Klarna mit der Klarna Card später so umgesetzt hat). Denn: Das wäre eine smarte Lösung gewesen, das eigene Girokonto auf direktem Wege für Apple Pay aufzurüsten.

American Express

Kam wann? Gab in Deutschland als einer der ersten Anbieter die Unterstützung von Apple Pay bekannt und machte sein gesamtes Kreditkartenportfolio verfügbar.

Macht’s wie? Die Hinterlegung verlief anfangs direkt in der Apple Wallet. Seit einigen Wochen ist auch das In-App Provisioning (also die Hinterlegung der Karte aus der eigenen App heraus direkt in die Wallet) möglich. Die Legitimation der Karte erfolgt unter anderem per E-Mail oder SMS.

Klappt wie? Die Implementierung von Amex beinhaltet eine exklusive Funktion, die Stand heute kein anderer Anbieter offeriert: In der Transaktionsliste in der Wallet werden nicht nur Zahlungen via Apple Pay auf dem jeweiligen Gerät angezeigt, sondern auch Online-Zahlungen und Kartenzahlungen – inklusive einer Push-Mitteilung durch die Wallet. Keine Ahnung, warum das niemand sonst anbietet.

Bunq

Kam wann? Das niederländische Fintech hatte im März 2018 für Furore gesorgt, als CEO Ali Niknam öffentlich demonstrierte, wie man durch Regions- und Einstellungs-Möglichkeiten auf dem iPhone Apple Pay auch in Ländern nutzen konnte, in denen der US-Konzern noch gar nicht gestartet war. Die Folge: Auch in Deutschland meldeten sich viele Payment-Nerds durch die Hintertür für Apple Pay an – was den Amerikanern nicht gefiel. Prompt wurden Karten gesperrt, angeblich forderte Apple auch eine Bereinigung des Youtube-Mitschnitts von Niknams Auftritt. Jedenfalls wurde das Video nachträglich editiert. Lange Rede, kurzer Sinn: Im Dezember 2018 war Bunq dann aber natürlich am Start.

Macht’s wie? Was Bunq zum Start einzigartig machte, war die Unterstützung von Maestro-Karten. Ich selber habe im Dezember habe die Lösung im Dezember an einigen freien Tankstellen und in manchen Supermärkten (Edeka und Penny im süddeutschen Raum) erfolgreich getestet. Also an Akzeptanzstellen, wo Apple Pay mit allen anderen Anbietern ansonsten nicht funktioniert hätte.

Klappt wie? Bei manchen Händlern schien Maestro via Apple Pay jedoch Probleme zu verursachen. Mehrfach habe ich das identische Terminal bei Aldi Süd zum Absturz gebracht – während derselbe Fehler mit der physischen Maestro Karte nicht auftrat.

Und sonst? Inzwischen hat Bunq sein Kartenportfolio übrigens um eine Reise”kredit”karte und eine Metall-Premiumkarte erweitert.

Boon (Wirecard)

Kam wann? Die Payment-App von Wirecard war von Anfang an mit dabei – und galt früh als einfachste Lösung für die Nutzung von Apple Pay.

Macht’s wie? Boon basiert ähnlich wie VIMpay auf einer „Prepaid Mastercard“, hier aber ausschließlich virtuell.

Klappt wie? Die Einrichtung ist in wenigen Minuten erledigt, und der Kunde kann die Karte sofort nach der Anmeldung aus der App heraus zur Apple Wallet hinzufügen. Zusätzlich zu einer manuellen Überweisung lässt sich das Konto auch mit der eigenen Debit-/Kreditkarte auffüllen – und sogar mit einer automatischen Aufladefunktion („auto top-up“). Dies ermöglicht eine unkomplizierte Nutzung im Alltag, da bei unterschreiten einer definierten Grenze das Konto wieder aufgeladen wird. Attraktiv waren längere Zeit auch die vielen Cashback-Aktionen, die für einen gewissen Umsatz Rückerstattungen boten. Diese Aktionen sind in letzter Zeit deutlich seltener geworden, was aber mit dem Wegfall von Fremdwährungs-Gebühren und der monatlichen Abogebühr (früher 1,49€ / Monat) durchaus verständlich ist.

Und sonst so? Zumindest in meiner subjektiven Wahrnehmung ist boon nicht mehr so gefragt wie anfangs. Das liegt aber auch daran, dass immer mehr Banken ihren Kunden Apple Pay anbieten. Dafür hat Wirecard im Oktober „Boon Planet“ gestartet, ein neues modernes Girokonto mit kostenfreier physischer Mastercard Debit und einer dazugehörigen virtuellen Karte. Auf Kundenfang möchte Wirecard (wie angekündigt) mit 0,75% Zinsen aufs Guthaben gehen.

(Anmerkung: Die Einführung von Apple Pay bei den Sparkassen und der Commerzbank in dieser Woche hat sich mit der Recherche und Veröffentlichung überschnitten – wir tragen sie nach Recherche baldmöglichst nach!)

Ausblick

Nüchtern betrachtet ist Apple Pay zwar nur eine Bezahlmethode – für mich ist es aber inzwischen die Bezahlmethode. Nicht nur ist die Integration in das Betriebssystem extrem einfach und ermöglicht Zahlungen am Mac, iPad, iPhone und Apple Watch. Sondern: Apple Pay umfasst alles von der Zahlung auf einer Website, in einer App oder an einem Terminal im Ladengeschäft.

Apple geht aber weiter und schließt weltweit Kooperationen mit weiteren Kartenanbietern und Verkehrsgesellschaften. Beispiel: Mit „Express Travel“ lässt sich seit Kurzem auch in London sehr unkompliziert der ÖPNV nutzen. Mit der Auswahl einer Standard-Karte kann man, ohne biometrische Authenti, fizierung schnell durch bloßes Hinhalten des iPhones (bzw. der Apple Watch) ans Terminal durchs Drehkreuz der U-Bahn gehen. Bleibt die alte Frage: Was, wenn der Akku leer ist? Dann soll die „Express Travel“-Karte trotzdem noch eine Weile funktionsfähig bleiben.

Wo Apple hinwill, ist klar: Es geht nicht nur darum, Kredit-, Debit- oder sonstige Bezahlkarten in die eigene Wallet zu integrieren – sondern auch Punktekarten, Gutscheinkarten, Tickets, Fahrkarten, Ausweise und vieles mehr. Also der digitale Geldbeutel.

Was heißt das nun für die deutschen Banken? Die Ereignisse dieser Woche (nämlich der Apple-Pay-Start jetzt auch bei Sparkassen und Commerzbank) zeigen, dass sich die hiesige Kreditwirtschaft dieser neuen Realität nicht mehr verschließen kann.

  • Spannend wird, was 2020 aus der #LexApplePay wir. Muss Apple seine NFC-Schnittstelle wirklich freigeben? Oder ist der Zugang zur Apple-Plattform gegen Entgelt nicht bereits ein fairer Deal für Banken und Kunden?
  • Und: Was wird aus der Girocard? Wird sie endlich onlinefähig, würde das im Kontext von Apple Pay zweifellos Sinn machen – denn viele der Anwendungsgebiete von Apple Pay erfordern Online-Fähigkeit. Aber: Das allein wird noch nicht die Akzeptanz herzaubern und es bleibt abzuwarten, ob die Wünsche des Girocard Konsortiums in Erfüllung gehen.
  • Mein Tipp wäre, dass 2020 zum Jahr der Debitkarte in den Wallets und speziell auch bei Apple Pay wird. Denn um das Massenpublikum mit dem neuen Bezahlsystem vertraut zu machen, ist Debit auf dem deutschen Markt dringend nötig.

*Hendrik Dahlhoff ist Payment-Nerd – und legt Wert auf die Feststellung, dass er manche der hier beschriebenen Lösungen lediglich „angetestet“ habe (sonst wäre sein Research-Bericht noch deutlich umfangreicher ausgefallen). Sie finden Herrn Dahlhoff selbstredend bei Linkedin, und natürlich auch bei Twitter.

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