von H. Kohlhaus, C. Behr und H.-R. Dohms, 5. Januar 2026
Wer die Bilder erzürnter Sparkassen-Kunden gesehen hat, die sich nach dem Schließfach-Raub bei der Sparkasse Gelsenkirchen vor der betroffenen Filiale im Stadtteil Buer versammelten – der will mit dem dortigen Sparkassen-Chef lieber nicht tauschen. Zumal die tatsächliche Schadensumme über die bislang genannten rund 30 Mio. Euro deutlich hinausgehen dürfte (wobei selbst die 30 Mio. Euro bereits grob dem für 2025 anvisierten Ergebnis des Instituts entsprechen).
Fest steht: Was wir vor einigen Monaten schon mal in einem Deep Dive aufgedröselt hatten (–> Warum immer mehr Banken das Geschäft mit Schließfächern hinterfragen), das bestätigt sich auch in dem Gelsenkirchener Fall wieder – nämlich dass Banken und Sparkassen beim Thema „Schließfächer“ wenig zu gewinnen, aber erstaunlich viel zu verlieren haben. Wozu übrigens noch zwei weitere Meldungen zum Jahreswechsel passen. Nämlich, dass es auch in einer Filiale der Sparkasse KölnBonn im Dezember zu einem „spektakulären Diebstahl“ gekommen ist, wie örtliche Medien berichten. Hier sollen bei einem „Sicherheitsvorfall im Schließfachbereich“ mehrere Kilos Gold verschwunden sein, unter Verdacht steht in diesem Fall ein Mitarbeiter des Instituts. Und: Am Dienstag vergangener Woche sollen auch in einer Bankfiliale im westfälischen Halle vier Schließfächer aufgebrochen worden sein (viel mehr ist zu diesem Fall allerdings noch nicht bekannt).
Viel ist in den vergangenen Tagen geschrieben worden zu dem Gelsenkirchener Coup – allerdings vor allem aus Kundensicht. Welche Fragen stellen sich aber für die Verantwortlichen in den Instituten, und zwar konkret in Gelsenkirchen, aber auch darüber hinaus?
Ein paar Takes unsererseits:
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