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Coba-Tochter Aquila laufen die Kunden davon – Schmitten-Walgenbach schon raus

Die Vorfreude scheint groß, als die Commerzbank vor zwei Jahren die mehrheitliche Übernahme des Hamburger Asset Managers Aquila Capital ankündigt. Von einem „erfolgreichen Expansionskurs“ ist die Rede, den man nun ebenso erfolgreich fortsetzen wolle; auch „internationales Wachstum“ sei angestrebt; die neue Tochter werde „einen wichtigen Beitrag“ leisten, damit die Bank ihre Ertragsziele bis 2027 erreiche. Privatkunden-Chef Thomas Schaufler lässt sich zitieren: „Die strategische Partnerschaft mit der Aquila Group und die Mehrheitsbeteiligung an der Aquila Capital Investmentgesellschaft sind ein Wachstumsbeschleuniger für unser Engagement in nachhaltigen Investments.“

Fünf Monate später wird der Deal vollzogen, die Commerzbank zahlt für knapp 75% der Anteile satte 200 Mio. Euro, wie damalige Recherchen von Finanz-Szene zeigen. Heute weiß man: Ganz so, wie sich die Frankfurter das damals ausgemalt haben, ist es dann aber doch nicht gekommen. Mitte letzten Jahres musste die Commerzbank ein Drittel des Kaufpreises abschreiben, eine Maßnahme, die einherging mit einer grundlegenden Korrektur der gesamten Asset-Management-Strategie (siehe unseren Deep Dive –> Commerzbank baut Asset Management um – und bremst bei Expansions-Plänen).

Was dabei allerdings diffus blieb: Was genau ist bei Aquila Capital eigentlich passiert? Wie kann es sein, dass aus dem Hoffnungsträger binnen nur eines Jahres ein Problemfall wurde? Von einer  „Neubewertung“ aufgrund einer „Marktentwicklung für frühphasige Photovoltaikprojekte in Südeuropa“ raunte die Commerzbank im Sommer nebulös. Nun zeigt sich: Zu diesem Zeitpunkt hatte der Hamburger Asset Manager längst mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.

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