von Christian Kirchner, 17. Juni 2026
Neulich hat sich wieder mal die „Fontus User Group“ getroffen. Wozu man wissen muss: Die „Fontus User Group“ ist weder ein Zusammenschluss von Altphilologen (obwohl Fontus bekanntlich das lateinische Wort für „Quelle“ ist) noch eine Truppe ambitionierter Hobbyradler (obwohl es sich beim Fontus von Bosch um einen kärcherartigen Druckreiniger handelt, mit dem manche Mountain-Biker nach der sonntäglichen Schlammfahrt ihr Allerheiligstes säubern). Sondern: Die „Fontus User Group“, von der wir sprechen, ist mit einem gleichnamigen IT-Projekt befasst, das eigentlich in diesem Sommer abgeschlossen sein sollte, bis dahin aber noch lange nicht abgeschlossen sein wird. Was wiederum in Frankfurts Banken für zunehmenden Verdruss sorgt.
Dazu freilich muss man nun noch viel mehr wissen – und zwar:
So sehr sich Frankfurts Banken im täglichen Kundengeschäft miteinander balgen, so sehr kollaborieren sie an anderen Fronten miteinander. Unter anderem tun elf von ihnen (von der Deutschen Bank über die Commerzbank bis hin zu Oddo BHF) dies schon seit Ewigkeiten in der „Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute“, einer Beteiligungsgesellschaft, die hinter einem Unternehmen namens „WM Gruppe“ steht. Dieses Unternehmen wiederum betreibt eine Art monopolartiges Ur-Fintech, das viele, viele Jahre lang erstaunliche Umsätze und noch erstaunlichere Ergebnisse erwirtschaftete – und das den beteiligten Geldhäusern deshalb entsprechende Gewinnentnahmen ermöglichte. Nun allerdings: Scheint die WM Gruppe zum Unmut der Banken in schwieriges Fahrwasser geraten zu sein. Und die Frage ist, wie es nun weitergehen soll.
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