Daten & Research

Wie sich die Gewinne von Sparkassen und Volksbanken verselbstständigt haben

Am 4. Dezember 2023 veröffentlichen wir einen Podcast, den wir im Nachhinein am liebsten verbuddeln würden. Der Titel damals: „Für die Banken beginnt die Abwärts-Zinswende – was sind die Folgen?“ … Wie man heute weiß, war das mit der „Abwärts-Zinswende“ ausgemachter Humbug. Wobei, immerhin, nicht wir selbst den Humbug ursprünglich in die Welt gesetzt hatten. Sondern die Bundesbank. Die nämlich hatte damals (man befand sich, wie gesagt, im Boom-Jahr 2023) in ihrem Finanzstabilitäts-Bericht festgestellt, dass die Zinsergebnisse bereits wieder zu bröckeln anfingen und im kommenden Jahr (also 2024) dann endgültig zerbröseln würden. In Zahlen: Um durchschnittlich 30% (!) sollte der Zinsüberschuss einbrechen.

Es ist dann, wie man heute weiß, alles ein bisschen anders gekommen. Obwohl sich der EZB-Zins halbierte, blieben die Gewinne von Banken und Sparkassen erstaunlich stabil, und wenn man in der aktuellen Bilanzsaison nun (wie wir das tun) brav die Runde macht, an einem Tag der Wiesbadener Volksbank lauscht, am nächsten den baden-württembergischen Sparkassen und wiederum am nächsten der MBS – dann stellt man fest: Da draußen bröckelt auch weiterhin rein gar nichts!

Im Gegenteil, mancherorts sind die Zinsüberschüsse sogar höher als sie das jemals waren, siehe in dieser Woche beispielhaft die westfälischen Sparkassen. Jedenfalls – selbstverständlich wollen wir den Bilanz-PKs von DSGV und BVR im März nicht vorweggreifen. Schon jetzt dürfte allerdings feststehen, dass sich die 2025er-Ergebnisse beider Verbünde in etwa auf dem Rekordniveau der beiden Vorjahre bewegen. Für alle, die es genauer wissen wollen, hat unser Analyst (und das war methodisch eine irre Fisselarbeit) sämtliche schon vorliegenden GuV-Zahlen einzelner Sparkassen, Primärgenossenschaften, Verbände und sonstiger Regionalbanken in eine einheitliche Systematik gebracht. Und zwar nicht nur für 2025. Sondern um der Vergleichbarkeit willen auch für 2024, 2023 und (dem letzten Jahr vor der Zinswende) 2021.

Hier die sehr, sehr große Übersicht (zu methodischen Fragen bitte die beiden Fußnoten weiter beachten):

Sind Sie bereits Abonnent? Hier geht's zum Login!

Weiterlesen mit dem Premium-Abo von Finanz-Szene

Finanz-Szene ist das Nr.-1-Medium für Banken und Fintechs. Jetzt Premium-Abonnent werden und Zugang zu allen Inhalten sichern. Ab 9,99 Euro (für den 1. Monat). 

Alle Premium-Optionen auf einen Blick

  • Erhalten Sie 5x pro Woche unseren preisgekrönten Premium-Newsletter
  • Sichern Sie sich vollen Zugriff auf sämtliche Scoops, News, Analysen und sonstigen Inhalte auf Finanz-Szene.
  • Lesen Sie, was die Top-Entscheider in der deutschen Finanz-Szene lesen

Rechtehinweis

Die Artikel von Finanz-Szene sind urheberrechtlich geschützt und nur für den jeweiligen Premium-Abonnenten persönlich bestimmt. Die Weitergabe – auch an Kollegen – ist nicht gestattet. Wie Sie Inhalte rechtssicher teilen können (z.B. via Pressespiegel), erfahren Sie hier.

Danke für Ihr Verständnis. Durch Ihr Abonnement sichern Sie ein Stück Journalismus!

To top