von Bernd Neubacher, 9. April 2026
Zu den vielen Problemen der Deutschen Pfandbriefbank gehört, dass sie über nicht allzu viel Eigenkapital verfügt – woran sich mangels thesaurierungsfähiger Gewinne sobald auch nichts ändern dürfte. Da bleibt eigentlich nur, die RWA herunterzudimmen (was die PBB zuletzt ja fleißig getan hat). Oder die Kapitalquote halt anderweitig zu kalibrieren. Wobei, auch dabei hatten Garchinger in den letzten Jahren keine Fortune.
So kündigte der damalige Vorstand vor zweieinhalb Jahren an, den Eigenkapitalbedarf nicht mehr mithilfe des sogenannten „fortgeschrittenen internen Ansatzes“ (Advanced Internal Rating-Based Approach, kurz: A-IRBA), sondern entlang des deutlich simpleren „F-IRBA“ zu berechnen. Dummerweise sackte darauf allerdings, weil die aufsichtliche Genehmigung des Umstiegs auf sich warten ließ, die harte Kernkapitalquote um 120 Basispunkte auf nur noch 14% ab. Erst Anfang letzten Jahres gab die EZB ihr Plazet. Die CET1-Quote verbesserte sich daraufhin auf knapp 16%, nur um im Zuge der jüngsten Verluste zuletzt wieder auf unter 15% zu sinken.
Das ist zwar immer noch über der für dieses Jahr ausgerufenen Zielmarke von 13%. Allerdings, erstens – bei den 13% handelt es sich, bei Lichte betrachtet, um ein eher unambitioniertes Ziel. Und zweitens: Laut Recherchen von Finanz-Szene droht der PBB (aber auch anderen Immobilienbanken) völlig unvermittelt ein neuer Einschlag in die Kapitaldecke.
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