von H. Kohlhaus, C. Behr und H.-R Dohms, 12. Mai 2026
Trotz des gesunkenen Zinsniveaus hat die deutsche Kreditwirtschaft ihre Einnahmenbasis im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals ausgebaut. Wie eine Auswertung durch Finanz-Szene ergab, summierte sich der aggregierte Ertragspool von 38 der größten deutschen Banken, 342 Sparkassen und 646 genossenschaftlichen Primärinstituten auf insgesamt 170,5 Mrd. Euro. Die Erträge der Banken, die wir schon im Vorjahr in unserem Sample hatten, stiegen im Vergleich um 5,5%. Knapp zwei Drittel des Ertrags-Pools (genauer: 65%) entstammten dabei dem Zinsgeschäft; der Rest entfiel auf den Provisionsüberschuss und sonstige Ertragspositionen.
Den größten Zuwachs verzeichnete in absoluten Zahlen die Deutsche Bank, die ihre Gesamterträge um exakt 2 Mrd. Euro (=7%) auf 32,1 Mrd. Euro ausweitete. Damit festigten die Frankfurter den zweiten Platz im Ertrags-Ranking hinter den Sparkassen (+1% auf 40,5 Mrd. Euro) und vor den Primärgenossenschaften (+4% auf 28,1 Mrd. Euro); dahinter folgten die Commerzbank (12,2 Mrd. Euro) und die DZ Bank (9,5 Mrd. Euro).
Abgesehen von der VW Bank (die ihre Erträge um 60% steigerte, dabei aber von der Eingliederung der Leasing-Sparte profitierte) erzielten unter anderem die Baader Bank (+29%), die Merkur Privatbank (+17%), die DWP Bank (+11%) und die NordLB (+10%) signifikante Zugewinne. Ertragsrückgänge waren dagegen unter anderem bei den Hypothekenbanken zu konstatieren.
Alles in allem haben wir uns 45 Player angeschaut (die Differenz zu den oben genannten rund 40 ergibt sich dadurch, dass wir einige Institute wie die DKB oder die DZ Hyp auch einzeln ausgewertet haben, obwohl sich deren Einnahmen bereits in größeren Einheiten niederschlagen). Dabei haben wir nicht nur die Ertragsentwicklung, sondern auch den Ertragsmix und die relativen Erträge untersucht.
Hier die komplette Übersicht:
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