Exklusiv

Vorne Zinsen, hinten Daten – die industrielle Logik hinter dem „Chase“-Produkt

Auf den ersten Blick hatten die beiden Großereignisse des gestrigen Tages nicht viel miteinander zu tun. Dort die Hauptversammlung der Commerzbank in Frankfurt (siehe unser Briefing weiter unten). Hier der Launch von J.P. Morgans neuer Digitalbank Chase in Berlin.

Gleichwohl, bei Lichte betrachtet: Ist es nicht so, dass die neue Commerzbank-Strategie ganz stark auf der Annahme beruht, dass ihr die Kunden auch in den nächsten Jahren günstige Einlagen zur Verfügung stellen werden? (konkret: der RoTE soll um 900 Basispunkte steigen, davon sollen 700 Punkte aus dem Zinsgeschäft kommen, dabei wiederum, sollen die Einlagen zur zentralen Input-Größe werden). Und ist es nicht bei der Deutschen Bank ähnlich? (konkret: Um kumuliert 95 Mrd. Euro sollen bei ihr die Einlagen bis 2028 wachsen). Die Passivseite sollte es also richten.

Dabei droht genau diese früher oder später gekapert zu werden. Von den Geldmarkt-ETFs (einem in den USA schon heute ubiquitären Produkt). Von den Raisins dieser Welt. Und von Neobanken/Neobrokern, die den Kunden da draußen die Idee einflüstern, der EZB-Einlagenzins sei nicht das obere Limit, sondern eher die Untergrenze für das persönliche Sparguthaben.

Und nun also: Chase! 4%! (siehe dazu auch unsere Eilmeldung von gestern Früh). Es ist ein zeitlich befristetes Lockangebot, klar. Aber auch ein Statement! Der EZB-Zins multipliziert mit zwei – das muss das deutsche Banken-Establishment jetzt erst mal verknusen! Wobei, die 4% sind ja erst einmal nur der Startknopf. Alles weitere wird jetzt peu à peu folgen.

Wir haben uns tief ins Chase-Produkt eingegraben, um herauszufinden, wohin die Reise gehen soll.

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