Exklusiv

Wenn die Bafin klingelt – Sonderprüfung bringt niedersächsische Volksbank in Not

Niedersachsen. Immer wieder Niedersachsen. Dabei schien es anfangs, als würden die Probleme der genossenschaftlichen Primärebene keinerlei regionalem Muster folgen. Der Osten („Effenberg-Bank“) war ebenso betroffen wie der tiefe Westen (Düsseldorf Neuss, Dortmund-Nordwest), die Mitte (Raiba Hochtaunus) erwischte es ebenso wie den Süden (u.a. Bankhaus RSA) und den Südwesten (u.a. Magstadt-Weissach).

Inzwischen allerdings – schält sich ausgerechnet der lange Zeit scheinbar unbefleckte niedersächsische Genosektor als Hotspot für bilanzielle und sonstige Exaltiertheiten aller Art heraus.

  • Da ist, selbstredend, die Volksbank Brawo, bei der aktuell niemand zu sagen vermag, wie tief die Löcher in ihren Büchern wirklich sind.
  • Da ist der (im Vergleich ungleich kleinere) Fall der Hannoverschen Volksbank, die sich mit der Übernahme des Immobilien-Investors Immac verhob.
  • Dann ist da die Volksbank in Schaumburg und Nienburg, die bei Immac ebenfalls mitmischte, mit ihren Iran-Connections für Aufregung sorgte und erst dieser Tage mit besorgniserregenden Nachrichten auffiel.
  • Und schließlich ist da auch noch die schrullige VR Plus Altmark Wendland, deren Vorstand zuletzt geradezu damit kokettierte, dass sie ein Fall für die BVR-Sicherungseinrichtung werden könnte (dass sich inmitten der turbulenten Nachrichtenlage jetzt auch noch der in Hannover stationierte Genoverbands-Vorstand Marco Schulz zurückzieht, ist irgendwie eine passende Koinzidenz).

Interessanterweise ist das neueste Tuschelthema unter den niedersächsischen Genobanken allerdings keines der hier aufgeführten. Sondern: Für  Gesprächsstoff sorgt eine vermeintlich unauffällige Volksbank, bei der die Bafin zu einer turnusgemäßen Sonderprüfung anrückte – und mit großen Augen wieder herauskam, wie zu hören ist.

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