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Banken und Sparkassen setzen weiter auf Kreditwachstum

Wäre der „Bank Lending Survey“ (also die vierteljährliche Kreditbefragung deutscher Geldinstitute durch die Bundesbank) diesmal schwächer ausgefallen – hätte es einen gewundert? Immerhin beträgt die Inflation zurzeit satte 4,9%. Und das Zinsniveau ist gemessen an zehnjährigen Bundesanleihen allein seit Anfang Dezember um rund 40 Basispunkte gestiegen. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, dass die Nachfrage ein bisschen nachlässt.

Doch nichts von alledem: In allen drei Segmenten (Firmenkunden, Konsumenten, Wohnimmobilien) berichten Banken und Sparkassen laut dem gestern veröffentlichten „Bank Lending Survey“ von steigender Nachfrage – wobei das Barometer für die private Baufinanzierung im vierten Quartal sogar den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie erreichte. Die interessantesten Erkenntnisse darüber hinaus:

  1. Von Lieferengpässen bei Firmenkunden – also dem nachfragedämpfenden Faktor der vorangegangenen Quartale – sei zuletzt kaum noch etwas zu spüren gewesen, so die Bundesbank.
  2. Die Zahl der Institute, die die Kreditbedingungen lockern, übersteigt momentan die Zahl derer, die sie verschärfen;
  3. Auch für die kommenden Monate rechnen Banken und Sparkassen mehrheitlich mit steigender Nachfrage in allen Segmenten; und
  4. Auf die Frage, wie die Branche auf die neuen regulatorischen bzw. aufsichtlichen Aktivitäten reagiert, antwortete die Mehrzahl der Banken, man plane mit einer Ausweitung (!) der Aktivseite.

Wobei man der Vollständigkeit hinzufügen sollte: Die Interviews für den „Bank Lending Survey“ endeten am 11. Januar. Der „Kapitalpuffer“-Hammer der Bafin kam erst einen Tag drauf.

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