Exklusiv

Berenberg trennt sich in den USA von einem Drittel der Mitarbeiter

9. Juni 2022

Von Heinz-Roger Dohms

Berenberg tritt im US-Geschäft nach Jahren des rasanten Wachstums scharf auf die Bremse. Laut exklusiven Informationen von Finanz-Szene trennt sich die Hamburger Privatbank von rund 50 Mitarbeitern – das entspricht einem Drittel der dortigen Belegschaft. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten will sich Berenberg im US-Investmentbanking künftig auf vier Kernsegmente fokussieren, nämlich Technologie, Industrie, Gesundheit und Immobilien. Weitere Branchen werden künftig von den USA aus nicht mehr gecovert, entsprechend benötigt Berenberg dort auch weniger Analysten.

Die Konzentration auf die vier Segmente sei auch ein Learning aus den vergangenen Jahren, heißt es in Hamburg auf Nachfrage. Man sehe den US-Markt weiterhin als Wachstums-Case, wolle dabei aber den Fokus auf die Bereiche legen, in denen man am stärksten aufgestellt sei. Berenberg war 2011 in Übersee gestartet, hat die dortige Belegschaft über die Jahre signifikant ausgebaut und ist mittlerweile in vier großen US-Städten mit eigenen Büros vertreten. Auch dank des US-Geschäfts hatten die Hanseaten in den vergangenen Jahren teils überragende Ergebnis erzielt – so erreichte die Eigenkapitalrendite im vergangenen Jahr fast surreale 83%.

Europäische Standorte sind von dem Jobabbau nicht betroffen.

83% Eigenkapital-Rendite! Berenberg kann vor Kraft kaum laufen