Kurz gebloggt

Buba warnt vor Immo-Blase!!! (das neunte Jahr in Serie …)

25. November 2021

Von Christian Kirchner

Die Bundesbank wirbt angesichts der – jedenfalls von ihr so diagnostizierten – Preisübertreibungen bei Wohnimmobilien dafür, den zu Beginn der Corona-Krise ausgesetzten „antizyklischen Kapitalpuffer“ zu reaktivieren. „Jetzt ist die rich­ti­ge Zeit für Prä­ven­ti­on ge­gen­über zu­künf­ti­gen Ri­si­ken“, sagte Vize-Präsidentin Buch aus Anlass des gestern vorgestellten Finanzstabilitäts-Berichts.

Laut Buba lag die Überteuerung zuletzt bei 10-30%. Wobei zur Wahrheit auch gehört: Die mehr oder weniger gleiche Warnung sprechen die Notenbanker jetzt das neunte Jahr in Folge mit jeweils erstaunlich ähnlichen Zahlen aus (während die Immobilienpreise im gleichen Zeitraum hierzulande um 85% gestiegen sind). Glauben Sie nicht? Voilà:

2013

„Gemessen an den längerfristigen demographischen und ökonomischen Einflussfaktoren könnte es in den attraktiven Großstädten gegenwärtig Überbewertungen von bis zu 20% geben.“


2014

„Unter Berücksichtigung demografischer und ökonomischer Einflussfaktoren schätzt die Bundesbank (…) die Überbewertungen in sieben Großstädten auf durchschnittlich 25%, in 93 weiteren Städten auf durchschnittlich 10% bis 20%“


2015

„In den Städten hingegen betragen laut aktuellen Schätzergebnissen (…)  die Preisabweichungen nach oben weiter zwischen 10% und 20%.“


2016

„Schätzungen der Bundesbank auf Basis eines regional differenzierten Modells deuten auf Überbewertungen von 10% bis 20% bei Wohnimmobilien in den deutschen Städten (…) hin.“


2017

„Demnach betrugen die Preisübertreibungen in 127 deutschen Städten im Jahr 2016 zwischen 15% und 30% (…).“


2018

„Laut aktualisierten Schätzungen der Bundesbank lagen im Jahr 2017 nach wie vor Überbewertungen der Wohnimmobilienpreise in den städtischen Gebieten von 15% bis 30% vor“


2019

„Aktuellen Schätzungen der Bundesbank zufolge lagen die Überbewertungen in den Städten im Jahr 2018 zwischen 15% und 30%“


2020

„….Preisabweichungen nach oben in den Städten zwischen 15% und 30%“


2021

Preisübertreibungen bei Wohnimmobilien erhöhten sich tendenziell weiter. (….) lagen diese im Jahr 2020 in Deutschland zwischen 10% und 30%.

Quellen: jeweils Finanzstabilitätsberichte 2013,2014, 2016, 2017, 2018, 2019, 2021 und die Monatsberichte Februar 2015 und Februar 2020)

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