Aus der Szene

Commerzbank-Vorstände stellen die Deutsche Börse bloß

15. Mai 2022

Von Christian Kirchner

Dass alternative Handelsplätze der Deutschen Börse zunehmend den Rang ablaufen, haben wir ja schon verschiedentlich beleuchtet (siehe etwa das Stück -> Die ING Diba, Herr Baader, unsere Neobroker – und der Einbruch von Xetra).

Offensichtlich sind es aber nicht mehr nur die typischen “Einmal 20 Tesla-Aktien bitte”-Orders irgendwelcher Neobroker-Kunden, die über Tradegate, Gettex oder die LS Exchange abgewickelt werden. Sondern:

Wie am Freitag berichtet, hatten sich ja vergangene Woche die Commerzbank-Vorstände Knof, Chromik und Orlopp (für je rund 100.000 Euro) sowie Oliveri del Castillo-Schulz, Kotzbauer und Schaufler (für je gut 60.000 Euro) mit Anteilsscheinen des eigenen Instituts eingedeckt. Nun geht aus den entsprechenden Pflichtmitteilungen zwar leider, leider nicht hervor, über welche Broker die jeweiligen Orders eingestielt wurden. Wohl aber lässt sich einsehen, an welchen Handelsplätzen sie platziert wurden. Und siehe da: Einzig Vorstandschef Knof hat seine Aktien über Xetra bezogen. Dagegen Frau Orlopp sowie die Herren Chromik, Kotzbauer, Oliveri del Castillo-Schulz und Schaufler? Allesamt Tradegate.

Kleiner Trost für Börse-Chef Theodor Weimer: Hauptaktionär der Tradegate Exchange ist – die Deutsche Börse.

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