Exklusiv

Der Unicredit droht die vorzeitige Vollkonsolidierung der Commerzbank

So groß der Plan ist, den die Unicredit mit der avisierten Übernahme der Commerzbank verfolgt – so überschaubar sind die mit dem Manöver einhergehenden finanziellen Belastungen. Jedenfalls bislang. Das liegt vor allem daran, dass die Italiener ihre Commerzbank-Beteiligung (bekanntlich fast 30%) zu deren Buchwert bilanzieren, eine Praxis, die die eigenen Verschuldungs- bzw. Kapitalquoten kaum tangiert.

Ändern würde sich das erst, wenn die Unicredit ihre Anteile an der Frankfurter Großbank vollständig konsolidiert. Die eigene Bilanz wüchse dann quasi eins zu eins um die Bilanz der Commerzbank, nicht nur bezogen auf die eigentliche Bilanzsumme, sondern für die Risikoaktiva, die Schulden und auch für das Eigenkapital würde dasselbe gelten. Konsequenz (so hat es die Unicredit vor einiger Zeit und nochmals in den Unterlagen zur geplanten Kapitalerhöhung für ihr freiwilliges Angebot selbst berechnet): Die CET1-Ratio, also die harte Kernkapitalquote, schmölze um rund 200 Basispunkte ab, gemessen an den zuletzt vermeldeten 14,7% (das war der Stand per Ende Dezember) läge die Quote somit also bei <13%, aus der Unicredit würde eine der am schwächsten kapitalisierten Großbanken in ganz Europa.

Bislang galt: Sobald die Unicredit die 50% überschreitet, wird sie um genau dieses Szenario nicht mehr umhinkommen. Nun allerdings zeigt sich, dass die Gefahr schon deutlich früher droht.

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