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Die neue 6-Mrd.-Euro-Volksbank. Plus: Weitere News

In Rheinland-Pfalz entsteht eine neue 6-Mrd.-Volksbank

Die geplanten Hochzeiten von 56 VR-Banken dieses Jahr sind zwar noch nicht alle abgesegnet (siehe hier) – doch in Rheinland-Pfalz gibt es bereits einen Ausblick auf das Fusionsjahr 2023: Diese Woche kündigten nämlich die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel und die VR-Bank Rhein-Mosel ihren geplanten Zusammenschluss für Juli nächsten Jahres an. Mit einer kumulierten Bilanzsumme von 6,2 Mrd. Euro wäre das neue Institut die zweitgrößte Volksbank in dem Bundesland (nach der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz in Speyer mit 6,4 Mrd. Euro) und eine der 30 größten Genossenschaftsbanken der Republik (von insgesamt 770).

Beim größeren der beiden Fusionspartner, der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel (Bilanzsumme 4,4 Mrd. Euro), ist der Vorstandschef Sascha Monschauer selbst offenbar so angetan von dem Vorhaben, dass er sich von den Kollegen der “Rhein-Zeitung” (Paywall) zum einen mit den Worten “Wir mögen unsere Banken gegenseitig sehr. Man kann sagen, wir sind verliebt” zitieren lässt. Zum anderen gibt er einen eher seltenen Einblick in die Kostenstruktur einer solchen Volksbanken-Fusion: 3 Mio. Euro seien für die Banken-Hochzeit veranschlagt, 1,1 Mio. Euro davon würden auf die Grunderwerbssteuer entfallen (was Monschauer gegenüber der Lokalzeitung als “Raubrittertum” bezeichnet). Das jährliche Einsparpotenzial soll demgegenüber bei 1,6 Mio. Euro liegen.


Weitere Schnipsel von Volksbanken und Sparkassen:

  • In Ostwestfalen-Lippe ist die Fusion der drei Sparkassen Paderborn-Detmold (Bilanzsumme 9 Mrd. Euro), Höxter (1,9 Mrd. Euro) und Delbrück (418 Mio. Euro) nach den letzten Abstimmungen besiegelt: Zum 1. April 2023 sollen die drei öffentlich-rechtlichen Institute verschmelzen. Mitteilung
  • Ebenfalls beschlossene Sache ist die Fusion der Volksbank Welzheim (Bilanzsumme 525 Mio. Euro) mit der Raiffeisenbank Mutlangen (499 Mio. Euro), die dafür diese Woche die notwendige Zustimmung aus den Generalversammlungen bekommen haben.
  • Die dem Krypto-Handel generell sehr zugetane Volksbank Bayern Mitte stellt (unserer Vermutung nach als erste Genobank hierzulande und mitten im Krypto-Crash) einen Bitcoin-Automaten auf. Betreiber des Geräts ist der österreichische Hersteller Kurant, die Transaktionen werden von der Hamburger Sutor Bank abgewickelt.
  • Die Sparkassen-Finanzgruppe hat im Jahr 2021 insgesamt 371 Mio. Euro an Fördermitteln und Spenden ausgegeben, wie der Deutschen Sparkassen- und Giroverband mitteilt. Das seien 8 Mio. Euro mehr als im ersten Pandemie-Jahr 2020. In den Bereich „Soziales“ flossen dabei 114,7 Mio. Euro, Kunst- und Kulturprojekte bekamen von den öffentlich-rechtlichen Instituten 106,9 Mio. Euro.
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